Linsen: die besten Rezepte für die leckere Hülsenfrucht

Wusstet ihr, dass Linsen ein Power- und Sportleressen sind und dabei auch noch überaus gut schmecken? Die Hülsenfrucht ist vom klassischen Linseneintopf zum beliebten Trendfood avanciert – immer mehr Sterneköche nehmen sie in ihrer Küche mit auf, Instagram-Blogger machen sie zum Star ihrer Food-Posts und alle Fitness-Liebhaber schätzen sie als Eiweißquelle, Vegetarier ihre Aminosäuren! Ich zeige euch heute acht tolle Linsen-Rezepte und anschließend erfahrt ihr von mir noch die wichtigsten Facts!

1. In Wein gekochte Beluga-Linsen mit Topinambur und Pflaumen

Beluga-Linsen in Wein gekocht
Foto: Ulrika Ekblom © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Zutaten für 4 Portionen
600 g Topinambur
500 g Pflaumen
Olivenöl, Salz
50 g Zwiebeln
50 g Möhren
50 g Stangen- oder Knollensellerie
2 Lorbeerblätter
1 Prise Thymian
300 ml Rotwein
225 g Belugalinsen
Saft von 1 Zitrone
Rucola zum Servieren

Zubereitung
Die Topinambur schälen und in daumengroße Stücke schneiden. Die Pflaumen halbieren und entsteinen. In einer feuerfesten Form in etwas Öl und Salz wenden. Bei 200 °C etwa 30 Minuten im Ofen backen. Die Zwiebeln, die Möhren und ggf. den Sellerie schälen und hacken. Das Wurzelgemüse in Öl
mit Lorbeer und Thymian braten, bis es weich ist und die Zwiebeln glasig geworden sind. Dann die Hitze erhöhen und den Wein angießen. Aufkochen lassen. Anschließend die Linsen zugeben und ca. 20 Minuten kochen.
Die Pflaumen und die Topinambur unterheben. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Mit Rucola servieren – das bittere Aroma passt perfekt dazu – und als Beilage gerne etwas sehr Salziges wie zum Beispiel Halloumi.

2. Grüne Linsen, Dill und Lachs

Grüne Linsen, Dill und Lachs
Foto: Ulrika Ekblom © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Zutaten für 4 Portionen                                                                            Schnell eingelegte rote Zwiebeln
150 g getrocknete grüne Linsen                                                                  175 ml Wasser
2-3 Möhren
                                                                                                  90 g Zucker
3 Stangen Sellerie                                                                                       25 ml Essigessenz
50-100 ml Olivenöl
                                                                                      1-2 rote Zwiebeln
5 g Stängel von glatter Petersilie + 10 g glatte Petersilie, fein gehackt
15 g Dill, fein gehackt
110 g Kürbiskerne
110 g Sonnenblumenkerne
250 g tiefgekühlte Sojabohnen
600 g warm geräucherter Lachs
Saft von 3 Zitronen

Zum Servieren
Schmand, Crème fraîche oder Sauerrahm

Zubereitung

1. Schritt
Nach Möglichkeit die Linsen
eine Stunde einweichen, ihr könnt sie jedoch auch trocken kochen. Mit dem Kochen beginnen. Das Wasser, den Zucker und die Essigessenz für die roten Zwiebeln aufkochen. Die Zwiebeln schälen, in dünne Scheiben schneiden und in den Sud geben, wenn sich der Zucker aufgelöst hat. Zur Seite stellen und ziehen lassen, während ihr den Rest zubereitet. 10-15 Minuten vor dem Servieren ein paar Eiswürfel in den Zwiebelsud legen. Durch die Kälte werden die Zwiebeln knusprig und lecker. Dann den Sud abgießen.

2. Schritt
Die Möhren und den Sellerie in zentimetergroße Würfel hacken. In einem Topf mit dickem Boden reichlich Olivenöl erhitzen. Das Gemüse zugedeckt köcheln lassen, bis es weich, aber auch knusprig ist. Die Kräuter hacken, bei der Petersilie auch die Stängel. Die Stängel zu den Möhren und dem Sellerie geben, sie verleihen ihnen etwas zusätzliche Säure. In einer trockenen Pfanne die Kürbiskerne und die Sonnenblumenkerne rösten. Die tiefgekühlten Sojabohnen nach Packungsanweisung erhitzen. Den Lachs in Stücke brechen.

3. Schritt
Den Lachs, die Linsen, die Sojabohnen, die Möhren, den Sellerie, die Kräuter, die Kürbiskerne und die Sonnenblumenkerne vermengen. Den Zitronensaft darüber auspressen und das Ganze mit den eingelegten roten Zwiebeln sowie Schmand, Crème fraîche oder Sauerrahm garnieren.

3. Indische Spinatlinsen mit Panir

Indische Spinatlinsen mit Panir
Foto: Ulrika Ekblom © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Zutaten für 4 Portionen                                               Panier
200 g Zwiebeln, fein gehackt
                                         2 l Milch, am besten nicht homogenisiert, sonst so fett wie möglich
1 EL Knoblauch, fein gehackt
                                        2 TL Salz
100 ml Zitronensaft, alternativ 400 g fester Tofu
50 g frischer Ingwer, fein gehackt
4 grüne Chilis, fein gehackt                                            Zum Servieren
2 EL Koriander, fein gehackt                                          rote Zwiebeln in dünnen Scheiben
75 g Butter                                                                     Ingwer, in streichholzgroße Stifte geschnitten
300 g Tomaten                                                               frischer Koriander
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlene Koriandersamen
2 TL Garam Masala ½ TL gemahlener Kardamom
2 TL gemahlene gelbe Senfsamen
2 TL getrocknete Curryblätter, im Mörser zerstoßen
1 TL Salz
225 g getrocknete rote Linsen
400 ml Kokosmilch
300 ml Wasser
neutrales Öl zum Braten
evtl. ½ TL Kardamomsamen
200 g Blattspinat, frisch oder tiefgekühlt

Zubereitung

1. Schritt
Alle Zutaten, die gehackt werden müssen, hacken. Die Butter in einer Schmorpfanne oder Bratpfanne mit Deckel schmelzen. Wenn sie spritzt, die Zwiebeln einrühren. Bei niedriger Hitze anschwitzen.

2. Schritt
Für die Tomaten in einen Topf Wasser aufkochen (man kann auch gehackte Tomaten aus der Dose verwenden). Die Tomaten überbrühen, häuten und grob mit Kernen hacken. Den Knoblauch, die Chilis, den Ingwer und den frischen Koriander zu den Zwiebeln geben, danach die trockenen Gewürze und zuletzt die Tomaten. Ein paar Minuten lang braten, bevor Sie die Linsen, die Kokosmilch und das Wasser hinzufügen. Aufkochen und etwa 30 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

Panir

1. Schritt
In einem Topf oder in einer breiten Pfanne unter Rühren die Milch erhitzen. Wenn sie aufkocht, vom Herd nehmen und das Salz und den Zitronensaft einrühren. Ca. zehn Minuten stehen lassen. Danach die Käsemasse in ein sauberes Küchenhandtuch fühlen, das ihr in einen Durchschlag gelegt habt. Das Handtuch über dem Käse zusammenschlagen und mit einem Gewicht beschweren. Ca. 15 Minuten stehen lassen. Jetzt kann der Panir in Stücke geschnitten werden, die dann in Öl goldgelb gebraten werden. Tipp: Für ein besonderes Aroma bratet ihr einige grobe zerstoßene Kardamomsamen zusammen mit dem Käse an.

2. Schritt
Den Spinat mit dem Linseneintopf mischen, das Ganze aufkochen lassen und mit Salz abschmecken. Dann den gebratenen Käse zugeben, mit dünn aufgeschnittenen roten Zwiebeln, Ingwerstiften und ein paar Korianderzweigen garnieren.

4. Linsenbrot mit Speck, Zwiebeln und Kapern

Linsenbrot mit Speck, Zwiebeln und Kapern
Foto: Herbert Lehmann, www.herbertlehmann.com

Zutaten für 2 Brote                                                            

Für die Linsenmasse                                                         Für den Teig
100 g Bauchspeck 
                                                              75 g Sauerteig (aus der Bäckerei)
1 weiße Zwiebel 
                                                                  80 g Roggenmehl
2 EL Olivenöl 
                                                                      170 g Weizenmehl
50 g Kapern 
                                                                         6 g frischer Germ
100 g Belugalinsen, getrocknet 
                                          120 ml Wasser
50 g rote Linsen, getrocknet 
                                               8 g Salz
50 ml Kapernwasser oder gewässerten Weißweinessig 
    1 EL Balsamicoessig
20 g Zucker
Mehl zum Bemehlen

Zubereitung

1. Schritt
Für die Linsenmasse zuerst Speck und Zwiebel fein würfeln und im Olivenöl glasig braten. Kapern fein hacken und zugeben. Die Belugalinsen in reichlich Wasser ca. 20 Minuten kochen. Zehn Minuten vor Ende der Garzeit die roten Linsen zugeben und salzen.

2. Schritt
Die Linsen abgießen und mit allen anderen Zutaten vermengen. Überkühlen lassen.

3. Schritt
Alle Zutaten für den Teig etwa zehn Minuten gut miteinander verkneten (am besten mit einer Küchenmaschine). Dann die Linsenmasse weitere fünf Minuten einkneten.

4. Schritt
Den Teig an einem warmen Ort zugedeckt eine Stunde ruhen lassen.

5. Schritt
Den Teig kräftig durchkneten und zu zwei Stangen formen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backbleck setzten, bemehlen und eine weitere Stunde gehen lassen. Das Backrohr auf 220°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

6. Schritt
Die Brote bei 220 °C im vorgeheizten Backrohr etwa
40 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit die Temperatur auf 170 °C reduzieren. Während der Backzeit die Brote zwei bis drei Mal beschwaden (mit Wasser besprühen).

5. Veggie-Burger mit Linsenbratlingen

Veggie-Burger mit Linsenbratlingen
Foto: Gräfe und Unzer Verlag/ Fotografen: Kramp/Gölling

Zutaten für 4 Personen

Für die Linsenbratlinge                       Für die Schafskäsecreme                           Für die Burger
80 g Berglinsen                                      50 g Schafskäse                                            4 Burger- oder Ciabatta-Brötchen
Salz                                                        2 EL schwarze Oliven (entsteint)                   80 g Rucola
1 kleine Zwiebel                                     200 g Joghurt (ersatzweise Sojajoghurt)        2 Tomaten
1 Knoblauchzehe                                   ½ TL gemahlener Kreuzkümmel                    ¼ Gurke
1 rote Spitzpaprika                                 1 TL Olivenöl
3 EL Olivenöl                                          1 EL Apfelessig
Pfeffer                                                     Salz, Pfeffer
½ Bund Petersilie
3-4 EL Kichererbsenmehl
½TL Paprikapulver

Zubereitung

1. Schritt
Für die Bratlinge Berglinsen in 250 ml leicht gesalzenem Wasser aufkochen und bei kleiner Hitze ca. 30 Min. köcheln lassen. Abgießen, abtropfen und abkühlen lassen.

2. Schritt
Inzwischen Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Paprikaschote halbieren, Samen und Trennwände entfernen. Hälften waschen und klein würfeln. Ein EL Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. Paprika zugeben und fünf bis sechs Minuten anbraten. Salzen, pfeffern und abkühlen lassen.

3. Schritt
Petersilie waschen, trocken schütteln und klein hacken. Mit Linsen, Paprikagemüse und Kichererbsenmehl verrühren. Alles mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen. Aus der Masse vier Bratlinge formen. Restliches Olivenöl in der Pfanne erhitzen und Bratlinge auf beiden Seiten jeweils vier bis fünf Minuten braten.

4. Schritt
Für die Creme den Schafskäse mit einer Gabel zerdrücken, Oliven klein hacken. Joghurt mit Kreuzkümmel, Öl und Essig verrühren. Oliven und Schafskäse zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5. Schritt
Brötchen halbieren und Schnittfläche leicht anrösten. Rucola waschen, trocken schütteln und in mundgerechte Stücke zupfen. Tomaten und Gurke waschen und in Scheiben schneiden.

6. Schritt
Für die Burger die untere Hälfte der Brötchen mit der Creme bestreichen, Rucola darauf verteilen. Bratling, Tomaten und Gurke darauf setzen und mit der oberen Hälfte zudecken.

6. Belugalinsensalat mit Apfel und Schafskäse

Belugalinsensalat mit Apfel und Schafskäse
Foto: Gräfe und Unzer Verlag/ Fotografen: Kramp/Gölling

Zutaten                                    Für das Dressing
250 g Belugalinsen                  4 EL Olivenöl
Salz                                          6 EL Aceto balsamico bianco
2 EL Kürbiskerne                      2 TL Dijonsenf
2 Äpfel                                      2 EL Preiselbeermarmelade (ersatzweise Johannisbeergelee)
125 g Feldsalat                        Salz, Pfeffer
200 g Schafskäse (Feta)

Zubereitung

1. Schritt
Linsen abspülen und in 750 ml leicht gesalzenem Wasser ca. 30 Min. köcheln lassen.

2. Schritt
Inzwischen Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Äpfel waschen, halbieren, Kerngehäuse entfernen und in Spalten schneiden. Feldsalat waschen, verlesen und trocken schütteln. Schafskäse grob zerbröseln.

3. Schritt
Für das Dressing alle Zutaten verquirlen und den Schafskäse unterrühren. Feldsalat auf vier Teller anrichten. Linsen, Apfelspalten und Kürbiskerne darüber verteilen. Mit Dressing beträufeln und servieren.

7. Blumenkohl-Linsen-Curry mit Cashewreis

Blumenkohl-Linsen-Curry mit Cashewreis

Zutaten für 4 Personen                                     Für den Reis
1 Zwiebel                                                             50 g Cashewkerne
1 Knoblauchzehe                                                1 Gewürznelke
1 Stück Ingwer (2 cm lang)                                  200 g Basmati-Vollkornreis
½ Blumenkohl (ca. 400 g)                                    2 EL Butter, Salz
4 Möhren
2 EL Sesamöl
1 EL Currypulver
200 g gelbe Linsen
1 Dose Kokosmilch (400 g)
Salz, Pfeffer
1 Bund Koriandergrün (ersatzweise Petersilie)

Zubereitung

1. Schritt
Für den Reis Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. In einem Topf Wasser zum Kochen bringen, Gewürznelke und Reis zugeben und bei geringer Hitze 40 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

2. Schritt
Inzwischen für das Curry Zwiebel, Knoblauchzehe und Ingwer schälen und fein hacken. Blumenkohl waschen, putzen und in kleine Röschen teilen. Möhren schälen und in zwei Zentimeter große Würfel schneiden. Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Ingwer darin anschwitzen. Currypulver zugeben und kurz mitrösten. Blumenkohl, Möhren und Linsen dazugeben, mit Kokosmilch und 300 ml Wasser aufgießen und zugedeckt bei kleiner Hitze zehn bis zwölf Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Schritt
Reis nach der Kochzeit vom Herd nehmen und fünf Minuten ruhen lassen. Butter und Cashewkerne unterrühren und salzen. Koriander waschen, trocken schütteln, Blätter abzupfen und über das Curry streuen. Mit dem Reis servieren.

8. Rote Linsensuppe mit Kräuter-Mandel-Pesto

Rote Linsensuppe mit Kräuter-Mandel-Pesto
Foto: Gräfe und Unzer Verlag/ Fotografen: Kramp/Gölling

Zutaten für 4 Personen

Für die Suppe                                   Für das Pesto
1 große Zwiebel                                  50 g gemischte Kräuter (Petersilie, Basilikum, Koriander etc.)
1 Knoblauchzehe                               1 kleine Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (3 cm lang)                 ½ Limette
3 EL Olivenöl                                       50 g Mandeln
2 EL Tomatenmark                             100 ml Olivenöl
1,2 l Gemüsebrühe                             Salz, Pfeffer
300 g rote Linsen
1 Limette
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Schritt
Für die Suppe Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen und alles darin andünsten. Tomatenmark zugeben und kurz mit anschwitzen.

2. Schritt
Gemüsebrühe aufgießen, die Linsen zugeben und alles ca. zehn Minuten köcheln, bis die Linsen weich sind.

3. Schritt
Inzwischen für das Pesto die Kräuter waschen und trocken schütteln. Knoblauch schälen und fein hacken. Limette auspressen. Mandeln grob zerkleinern. In einem Blender oder Blitzhacker alles fein mixen. Olivenöl in einem dünnen Strahl dazu gießen, bis das Pesto die gewünschte Konsistenz hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Schritt

Die Limette für die Suppe halbieren und auspressen. Suppe fein pürieren und mit Kreuzkümmel, Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Linsensuppe mit einem Klecks Kräuter-Mandel-Pesto servieren.

Noch mehr Linsen-Rezepte

Ihr merkt: Linsen sind alles andere als langweilig oder gar einfältig – ganz im Gegenteil: Ob in Brot gebacken, als Aufstrich fürs Frühstück, als Salat zum Mittagessen oder als Abendessen in allen möglichen Varianten sind Linsen ein vielfältiges und dabei sehr leckeres und gesundes Essen! Mehr Rezeptideen für Linsengerichte findet ihr in diesen drei tollen Rezeptbüchern.

Linsen Rezeptbücher

www.verlagsgruppe-patmos.de
www.loewenzahn.at
www.graefe-und-unzer.de

Linsen – die Sorten

Es gibt tatsächlich etwa 70 verschiedene Linsensorten. Die bekanntesten Linsensorten sind die schwarzen Belugalinsen und gelbe, rote sowie grüne Linsen. Aber auch weiße Linsen und Linsensorten, wie Berglinsen oder Puy-Linsen, kommen in vielen bekannten Linsengerichten vor. Ihr könnt Linsen ungeschält oder bereits geschält kaufen. Geschälte Linsen sind leichter verdaulich, ungeschälte Linsen dafür etwas geschmacksintensiver.

Meine Lieblinge: gelbe Linsen und rote Linsen

Sie sind super easy und schnell in der Zubereitung und verleihen mittlerweile allen meinen Salaten, Dips, als Beilage zu Fisch und Fleisch oder zur Suppe verwandelt ein besonderes Aroma! Gelbe Linsen sind herb im Geschmack und werden im Handel meist ohne Hülse angeboten – sie müssen also nicht eingeweicht werden und haben eine Kochzeit von nur etwa 15-20 Minuten. Dadurch, dass keine Schale vorhanden ist, sind sie leichter verdaulich, punkten dennoch durch viel Eiweiß und Mineralstoffe. Gelbe Linsen eignen sich besonders für Suppen, Pürees, Eintöpfen und der Kombination mit Kürbis. Auch rote Linsen sind geschält und müssen deshalb weder lange gekocht – sieben bis zehn Minuten reichen – noch zuvor eingeweicht werden. Darüber hinaus sind sie sehr mehlig und zerfallen beim Kochen leicht, wodurch sie sich ähnlich wie gelbe Linsen für Suppen, Pürees und indisches Essen, wie Currys oder Dal-Eintöpfe, eignen.

Gelbe und rote Linsen

Schwarze Linsen: Belugalinsen

Die schwarzen Linsen charakterisiert eine feste Konsistenz und ein leicht erdiges, nussiges Aroma. Sie zerfallen beim Kochen nicht und behalten dabei ihre Farbe. Deshalb eignen sie sich besonders gut für Salate. Man muss sie etwa 20-45 Minuten kochen.

Grüne Linsen

Grüne Linsen sind in der Küche des Nahen Ostens und Nordafrikas üblich. Am besten weicht man sie erst zwei bis drei Stunden ein, dann müssen sie nur noch etwa 20 Minuten gekocht werden. Ohne sie einzuweichen muss man sie etwa 30-40 kochen. Dadurch das sie beim Kochen in Form bleiben, kann man sie ebenfalls gut für Salate verwenden.

Linsen – Zubereitung

Linsen solltet ihr vor dem Kochen immer gut waschen. Ungeschälte Linsen über Nacht einweichen lassen und am nächsten Tag in kaltem Wasser aufsetzen und ohne Salz kochen, damit sie weich werden. Bei geschälten Linsen ist es deutlich einfacher und schneller: Einfach die Linsen gut abwaschen und dann mit der doppelten Menge an Salzwasser köcheln lassen – die Kochzeit variiert von Sorte zu Sorte. In der Regel sind es acht bis 15 Minuten.

So gesund sind Linsen

Linsen sind ein echtes Powerfood: Der Gehalt an Eiweiß und Ballaststoffen ist sehr hoch, darüber hinaus gehören Linsen zu den sogenannten „guten Kohlenhydraten“, da sie über viele komplexe Kohlenhydrate verfügen. Der hohe Anteil an Ballaststoffen sorgt zudem, dass der glykämische Index (GLYX) der Linsen niedrig ist und den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt – eine geringe Insulinausschüttung ist die Folge. On top kommt, dass uns Ballaststoffe lange satt machen und unsere Verdauung fördern. Außerdem weisen Linsen eine hohe Menge an Kalium, Magnesium und Eisen auf. Vegetarier schätzen Linsen auch dank der sieben von neuen essentiellen Aminosäuren, die sie enthalten, als Fleischersatz.

Linsen – ein Essen für Sportler

Dadurch, dass Linsen viel Protein – etwa 25 Gramm pro 100 Gramm – und wenig Fett enthalten, sind sie als das perfekte Essen für Sportler zum Muskelaufbau geeignet. Darüber hinaus enthält das Kraftpaket viel Vitamin B, Zink und Mineralien.

Tipp: Linsen-Nudeln

Eine tolle Alternative zur normalen High-Carb-Pasta: Linsen-Nudeln. Sie haben deutlich weniger Kohlenhydrate – etwa 55 Gramm auf 100 Gramm – und schmecken unglaublich lecker! Fusilli-Nudeln aus roten Linsen oder Spaghetti aus gelben Linsen könnt ihr in vielen Supermärkten oder Drogerie-Geschäften kaufen.

Bildnachweis Vorschau- und Einstiegsbild: Gräfe und Unzer Verlag/ Fotografen: Kramp/Gölling

Favorite Pieces

Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*