Venedig – Romantik pur!

29. Juli 2016 von

Dass Bastian Schweinsteiger erst kürzlich seine Ana Ivanovic in Venedig heiratete und George Clooney schon im September 2014 Amal Alamuddin in einem Luxushotel, am beliebten Canale Grande gelegen, das Ja-Wort gab, ist nicht verwunderlich – Venedig ist die Hochburg absoluter Romantik! Wer auf dieser Insel ankommt, möchte nicht mehr gehen – dieses Gefühl kann man im übertragenen Sinne vermutlich auch dem, einer Ehe gleichsetzen. Wie in einer verzauberten Märchenwelt, öffnen Wasserstraßen im Zusammenspiel mit imposanten Bauwerken sowie einer beeindruckenden venezianischen Kunstatmosphäre die Tore zu einer neuen Welt, die schöner nicht sein könnte.

Marco Polo und Treviso Angeli sind die beiden Flughäfen Venedigs, die zahlreiche Fluglinien ansteuern. Am Flughafen Treviso Angeli angekommen, brachte mich ein Bus bis in die Stadt, Endstation ist die Piazzale Roma. Weiter gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man steigt in ein sogenanntes Vaporetto, einem Boot, den öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig, oder man wählt den Fußweg. Überwältigt vom ersten Eindruck, habe ich mich entschlossen, den Weg zum Hotel zu Fuß zu beschreiten. Die ersten Augenblicke erscheinen surreal, weil ich mich in einer für mich bisher völlig unbekannten Welt befinde – so muss sich Alice im Wunderland gefühlt haben. Venedig gleicht einem Wasser-Labyrinth, die für uns gewohnte Infrastruktur ist komplett aufgebrochen, zumindest ist sie uns komplett neu, und genau das macht den Charme dieser Stadt aus: die Autos und Lärm fehlen – das Verkehrschaos, das wir aus unserem Alltag kennen, liegt meilenweit von uns entfernt, wir tauchen in eine Traumwelt ein.

Mein Hotel-Tipp: das Bartolomeo in Venedig – es liegt ruhig, in einer kleinen Gasse gelegen, nur wenige Schritte von der weltberühmten Rialtobrücke und ca. 5 Minuten vom Markusplatz entfernt – besser geht’s nicht. Ein italienisches Frühstück und gemütliches Zimmer in charmanter Atmosphäre – mehr braucht ihr für euren Venedig-Aufenthalt nicht, denn eure Zeit werdet ihr nicht im Hotel verbringen, stattdessen werdet ihr jeden Augenblick nutzen, um keine Kanäle und Gassen zu verpassen. Meine Empfehlung: Ein Mix aus fußläufigen Erkundungstouren und der Stadtbesichtigung vom Wasser aus ist genau richtig! Dafür nutzt ihr die Vaporettis, die sowohl im Freien als auch im überdachten Bereich genügend Steh- und Sitzplätze bieten. Eines noch vorweg: Klar solltet ihr alle Sightseeing-Highlights abklappern, aber nehmt euch die Zeit, um den wahren Charme Venedigs zu erkunden: die kleinen Gassen, Kanäle, Brücken und die Inseln drum herum! Aber dazu komme ich später….

Wie sollte es anders sein – wir beginnen unsere Tour im Zentrum der Stadt: der Piazza San Marco. Der bekannte Platz ist Mittelpunkt für alle Touristen und dementsprechend überfüllt, dennoch beeindruckt er durch eine erhabene Eleganz und ist im Übrigen aus vielen Filmen bekannt.

Markusplatz

Einen Cappuccino solltet ihr hier eher nicht trinken, die Preise sind, wie bei allen Hauptplätzen, überteuert. Was aber definitiv zu den Sightseeing-Must-haves der Stadt gehört, ist die Basilica San Marco. Der venezianisch-byzantinische Stil macht sie zu einer der schönsten Kirchen Italiens – der Eintritt ist natürlich frei, nur in kurzer Kleidung wird euch der Eintritt verwehrt, ist aber kein Problem, am Eingang bekommt ihr einen Poncho aus Papier. Traumhafte Mosaiken bedecken auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern die Kuppeln und Wände – 600 Jahre hat es gedauert, bis sie entstanden sind und das spürt man förmlich. Die Basilica San Marco wurde für die Reliquie des heiligen Markus errichtet, der Schutzpatron der Stadt war. Als nächstes geht es in den gegenüberliegenden Glockenturm, der Campanile, Venedigs Wahrzeichen. Die Aussichtsplattform erreicht ihr mit einem Fahrstuhl und genießt von dort aus einen atemberaubenden Blick über Venedig.

Glockenturm

Zum Ufer spazierend, wartet das nächste Besichtigungsziel: der Palazzo Ducale, der einst Wohnsitz der Dogen war – hierfür dürft ihr gern einige Stunden einplanen, bis ihr das imposante Museum einmal durchkreuzt habt, denn der Komplex aus vielen Höfen, Ratssälen, Zimmern und Korridoren diente einst als Residenz der Dogen und nimmt viel Zeit ein. Die zum Wasser gewandte Fassade entstammt dem 14. Jahrhundert, die zur Piazza San Marco gerichtete Fassade dagegen dem 15. Jahrhundert – beide sind durch gotische Säulen geprägt.

Palazzo Ducale

Insgesamt gibt es 6 Stadtteile in Venedig – San Marco war nur einer davon. Castello ist der größte Bezirk Venedigs und bezaubert durch seine historischen Kirchen und malerischen Gassen. Alle Ziele Venedigs aufzuzählen, würde Stunden dauern, aber lasst euch nicht die Seufzerbrücke entgehen und die Gemälde des Renaissancemalers Carpaccio, die sich in der Scuola di San degli Schiavoni befinden. Eine grüne Auszeit vom künstlerischen Ambiente der Stadt findet ihr im Stadtgarten, dem Giardini Pubblici. Auch die Kirche Santi Giovanni e Paolo lohnt einen Besuch. Wofür Venedig außerdem berühmt ist, sind seine luxuriösen Hotels. Eines ist prachtvoller als das andere, unter anderem das Hotel Danieli, an der Riva degli Schiavoni gelegen, dessen Anblick Touristen sich nur von Außen leisten können. Im 19. Jahrhundert wurde das Hotel im Palazzo Dandolo eröffnet und ist durch glamouröse Marmorböden gekennzeichnet sowie einem Mobiliar aus Antiquitäten –Staatsgäste oder Promis sind hier häufig zu Besuch.

Luxushotel Danieli

Am Bezirk Cannaregio und San Michele beeindruckte mich persönlich besonders das jüdische Viertel, das sich um den Campo Ghetto Nuovo sammelt. Allein durch das Durchqueren der Gassen wird die Geschichte der Juden in Venedig erlebbar, dennoch empfehle ich euch eine Führung durch das Museum und die Synagogen, bei der ihr viel Wissenswertes über die Vergangenheit erfahren werdet. Wie überall in Venedig, lockt auch hier die gotische Kirche Madonna dell’Orto, die Tintoretto-Kirche genannt wird, für einen Besuch – der berühmte Maler lebte ganz in der Nähe, seine Werke schmücken auch die Kirche. Im oberen Teil des Canale Grande, dem bekanntesten Kanal Venedigs, findet ihr die Stadtteile San Polo und Santa Croce, wo ihr eines der prominentesten Postkartenmotive findet: die Rialtobrücke! Kaum zu glauben, dass nur eine Brücke derart begeistern kann, aber sie tut es, ein Besuch reichte nicht aus, ich musste mehrfach hin. Die Rialtobrücke entstand zwischen 1588 und 1591 und besteht aus einem einzigen Bogen, der eine Länge von 48 Metern und eine Höhe von 7,5 Metern misst – auf dieser Fläche tummeln sich natürlich eine große Schar von Touristen, die die vorbeiziehenden Boote beobachtet. Hinter der Brücke gelegen, findet ihr den Rialtomarkt, der zum Bummeln und Einkaufen frischer Köstlichkeiten einlädt. Im Übrigen locken an jeder Ecke tausende von kulinarischen Highlights: Es duftet in jeder Gasse nach Pizza, Pasta und den köstlichen Süßspeisen Italiens – wer also mit Übergepäck auf den Hüften zurück fährt, tut das nicht ohne Grund, denn diese Küche ist das ein oder andere Kilo auf der Hüfte auf jeden Fall Wert!

Rialtobrücke San Croce

In Dorsoduro und Giudecca warten wieder unfassbar schöne Uferpromenaden auf euch, die mich nicht mehr aus dem Staunen kommen lassen! Mein persönliches Highlight waren die Kirche Santa Maria della Salute sowie das Peggy Guggenheim Museum. Seit 1949 sammelte die Amerikanerin in dem Palazzo mit Garten weltberühmte Kunstwerke des 20. Jahrhunderts, die Werke von Chagall, Pollock, Klee und vieler anderer Künstler werden hier beherbergt.

Zu den absoluten Highlights einer Venedig-Reise gehören die Lagunen-Inseln Murano, Burano und Torcello. Murano ist das Zentrum der venezianischen Glasproduktion – das Museo Vetrario gibt Einblicke in die Geheimnisse der Glasbläserei, die weltberühmt ist. Die kleine Insel Torcello bildet eine Gegenwelt zum regen Stadttreiben Venedigs, dessen Mittelpunkt die Basilica di Santa Maria dell’ Assunta ist. Mein absoluter Liebling der drei Laguneninsel ist die Fischerinsel Burano: Bunte Häuschen reihen sich aneinander, kleine Läden verkaufen die bekannte Spitzenstickerei und ich bin innerhalb nur weniger Sekunden verliebt in diese kleine Trauminsel! Die Tradition der Burano-Spitze greift ins 15. Jahrhundert zurück und ist nicht günstig, dafür unglaublich schön anzugucken – und das reicht uns ja bekanntlich schon manchmal.

Laguneninsel

Ihr seht, Venedig ist viel mehr als nur eine Vernetzung von Kanälen, sie ist eine der facettenreichsten Städte, die ich kenne und lässt vor lauter Romantik in der Luft Jede von uns dahinschmelzen! Apropos Romantik, eines wohl der bekanntesten Erlebnisse in Venedig ist natürlich eine Gondelfahrt! Überall könnt ihr in eine der Gondeln steigen – ich persönlich habe keine gemacht, da man die Kanäle wunderbar zu Fuß oder mit den Vaporettos besichtigen kann, aber wer bereit ist, tief in die Tasche zu greifen und dieses Erlebnis nicht auslassen möchte, hat in Venedig genügend Möglichkeiten dazu.

Gondeln in Venedig

Braucht ihr noch einen Beweis dafür, dass Venedig keine Langeweile aufkommen lässt? Den will ich euch geben: Man mag es kaum glauben, aber in Venedig kann man einen Strandtag einlegen, ihr müsst dafür einfach nur mit dem Vaporetto zur „Sandbank“ Venedigs fahren: dem Lido. Eigentlich kennen wir diese Insel für die berühmten Filmfestspiele, zu denen sich Filmstars der ganzen Welt auf dem Lido treffen, aber tatsächlich kennzeichnen die Insel vorrangig lange Sandstrände, dessen Benutzung kostenlos ist. Hier könnt ihr einen wunderschönen Strandtag auf eurer Venedig-Reise einlegen und euch von den Sightseeing –Touren erholen.

Lido Sandbank

Und wenn ihr auf eurer Tour etwas vergessen habt, dann ist das kein Problem, denn wer einmal in Venedig war, der wird wiederkommen wollen!

Ach, über euer Outfit brauchen wir wohl nicht zu sprechen, oder? Romantik bedeutet, jede Menge Spitze!

Outfit für Venedig
Cardigan aus Spitze; Spitzenrock; Spitzenhirt; Sandale; Tasche

 

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