Arbeiten mit Handicap – Ein Interview mit Ines Becke

Kaum jemand hat so viel Erfahrung in der Lösung von Alltagsproblemen wie Menschen mit einem Handicap. So auch Ines Becke, die bei BFS Baur Fulfillment Solutions am Standort Bayreuth im BFS Kundendialog für medizinische Produktberatungen zuständig ist.

Ines BeckeVor Kurzem hat die 26-jährige etwas geschafft, was für viele von uns selbstverständlich ist – ihren Führerschein. Der Weg war für die kleinwüchsige Mitarbeiterin aufgrund vieler individueller Anpassungen ihres Autos zwar mit einigen Behördengängen verbunden, aber er hat sich definitiv gelohnt. Die Details dazu könnt Ihr HIER nachlesen. Wie sie zu BFS gekommen ist und sich dort zurechtfindet, erfahrt ihr im Folgenden.

1. Warum hast du dich bei BFS beworben und wie verlief dein Start dort?

Nachdem ich meine Ausbildung zur Bürokauffrau erfolgreich abgeschlossen hatte, habe ich mich im Arbeitsamt beraten lassen. Dort wurde mir BFS als Arbeitgeber empfohlen, weshalb ich mich anschließend dort beworben hatte. Über die Zusage freute ich mich natürlich sehr und der Start verlief sehr gut.

2. Was sind neben alltäglichen Hürden berufliche Herausforderungen, die du zu meistern hast?

Oh, da muss ich kurz nachdenken. Ein Beispiel, das mir gerade spontan einfällt, war das Einrichten meines Arbeitsplatzes. Also das Heruntersetzen meines Stuhles, das Vorziehen der Monitore und des PCs. Aufgrund meiner Größe fiel es mir außerdem schwer nach Türen, die sich nicht leicht öffnen lassen, zu greifen. Daher haben wir Bänder an die Türgriffe angebracht, damit ich diese einwandfrei betätigen kann.

3. Wie kamen dir hierbei deine Kollegen bzw. das Unternehmen entgegen?

Bezogen auf das Einrichten meines Arbeitsplatzes haben mir meine Kollegen beispielsweise dabei geholfen eine bestmögliche Lösung zu finden. Letztlich habe ich von meiner Abteilung einen festen Platz zugeordnet bekommen und muss nicht immer jeden Tag alles extra verändern. Wir helfen uns also gegenseitig und das finde ich sehr gut.

4. Du hast dein großes Ziel – den Führerschein – nun erreicht. Gibt es schon ein nächstes Ziel auf welches du hinarbeiten möchtest und wenn ja welches?

Das ist eine gute Frage. Ich habe noch kein neues, festes Ziel vor Augen. Vielmehr freut es mich sagen zu können, dass mir ja jetzt alles offensteht. Ich bin wirklich gespannt was als nächstes kommt.

Die gesetzliche Mindestvorgabe von 5 Prozent, für den Anteil an behinderten Mitarbeitern in einem Unternehmen, überbietet die BAUR-Gruppe mit einem Wert von 10,48 Prozent im Februar 2017 deutlich. Aus der Geschäftsführung kam einmal die treffende Bemerkung: »Ein behindertenfreundliches Betriebsklima fängt in den Köpfen der Mitarbeiter an und führt in die Herzen.«

Vielen Dank für das Interview liebe Ines und alles Gute für die Zukunft!

, , ,

Keine Kommentare bisher.

Schreibe einen Kommentar