Einblicke in die Welt der Software-Entwicklung

Erzähl doch mal kurz etwas zu deiner Person und wie du zur BAUR-Gruppe gekommen bist 🙂 !

Erik aus dem Software-Entwickler Team.

Also erstmal kurz zu mir, mein Name ist Erik und ich bin seit 2011 Entwickler. Damals habe ich eine Ausbildung als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (mit 16) begonnen und mache seitdem nichts Anderes. Naja gut also bis auf ein bisschen Sport und DJing nebenbei.

Zur Baur-Gruppe bzw. zu empiriecom bin ich gekommen, da es bei meinem vorherigen Arbeitgeber einfach nicht mehr gepasst hat. Der damalige Recruiter hatte zufällig meine Nummer und mich einfach im richtigen Moment angerufen. Ursprünglich dachte ich auch erst gar nicht, dass es ein Recruiter ist und hab daher abgelehnt und per WhatsApp kurz und knapp geschrieben „Hey du – ich kann gerade nicht, melde mich später“. Im Nachhinein dachte ich mir dann, hm den Recruiter direkt duzen war vermutlich nicht das Beste. Unser Gespräch war aber von vornherein sehr locker, was einen sehr guten ersten Eindruck erweckt hatte. Beim Vorstellungsgespräch konnte ich meine heutigen Kollegen kennenlernen und es hat einfach von Anfang an gepasst. Hier ist jeder offen, ehrlich und wertschätzend. Das sorgt bei uns für eine sehr gute Zusammenarbeit im Team und teamübergreifend.

 

In welcher Abteilung bist du zu finden? Was hast du für eine Tätigkeit in der BAUR-Gruppe?

Ich bin bei empiriecom in der Software-Entwicklung zu finden – genauer gesagt in der Unit – Search. Die Aufgaben unserer Unit / Domäne umfassen alles was in unseren Online-Shops mit der Suche und der Mehr-Bild-Ansicht zu tun hat.

 

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Hm… gute Frage, also als erstes komm ich früh ins Büro und fülle mein Trinken auf. In der Küche trifft man meist den ein oder anderen Kollegen und unterhält sich kurz, das gehört bei uns einfach dazu. Danach setze ich mich an meinen Platz, checke meine Mails und schaue, welche Termine für heute so anstehen. Manchmal bereitet man dann für die Termine ein paar Sachen vor oder macht sich vorab schon Mal ein paar Gedanken. Um 09:30 haben wir mit unserem Team täglich ein StandUp, das ist Teil der agilen Arbeitsweise, hier erzählt jeder an welchem Projekt er gerade arbeitet, was ihn gegebenfalls daran hindert hier weiter zu kommen und was er am Vortag geschafft hat.

Nach dem StandUp schaue ich, welches Thema grade ansteht und beginne mit der Umsetzung. Gegen 12 Uhr gibt es dann Mittag. Dann geht es wieder ganz normal mit dem täglichen Entwickeln weiter. Wenn man sich mal zu sehr in ein Problem verbeißt, hilft es manchmal den Kopf frei zu bekommen, dann geht man einfach in den Sternensaal und spielt eine Runde Kicker mit den Kollegen. Das ist meistens schon eine Hilfe, alles aus einer anderen Perspektive zu sehen und kann dann ganz normal weitermachen.

 

Mit welchen Programmen arbeitest du/ihr?

Wir, als Entwickler, arbeiten natürlich mit einer Entwicklungs-Umgebung. Welche? Das ist komplett uns überlassen. Wir haben Kollegen, die setzen Sublime ein, andere nehmen Visual Studio Code und wieder andere IntelliJ Idea oder Eclipse. Ich persönlich bevorzuge je nach Anforderung und Aufgabe IntelliJ oder Eclipse. Aber uns wird nichts vorgeschrieben, sondern versucht alles zu ermöglichen, sodass jeder sein bevorzugtes Tool nutzen kann.

Damit man schnell neue Kollegen aufnehmen kann, arbeiten wir alle mit lokalen VM´s. Sprich hier kann man einfach eine Virtuelle Maschine importieren und ist sofort bereit loszulegen, ohne, dass viel Einrichtung benötigt wird. Damit dies möglich ist, haben wir sehr gut ausgestattete Notebooks (32-64 GB Ram, Intel i7 Prozessor, 1-2 Terrabyte SSDs etc.).

 

Welche Programmiersprachen muss man draufhaben, um als Entwickler bei euch tätig zu sein?

Also Java und JavaScript wären schon von Vorteil, aber das möchte ich nicht so pauschal im Raum stehen lassen. Wenn sich bei uns jemand bewirbt der beispielsweise sein Leben lang schon C++ programmiert aber denkt: „Auf die empiriecom habe ich Bock und die Aufgaben reizen mich“, dann wird sich diese Person bestimmt hier auch schnell einarbeiten können. Es kommt immer auf die Motivation an und wenn jemand die Firma, das Team und die Aufgaben toll findet und Lust auf neue Technologien hat, dann arbeitet er sich auch schnell in gewisse Sprachen ein. Wir sind ja auch ein sehr umgänglicher Haufen und helfen jedem gerne.

 

Erik, Hand auf’s Herz: Was ist derzeit der heißeste Scheiß, den ihr gerade auf dem Tisch habt?

Pffff… schwere Frage, aktuell haben wir viele große Themen die uns beschäftigen. Wir lösen beispielsweise das alte Produkt-Daten-System (die MMDB) ab, arbeiten eng mit Kollegen aus der Otto-Group an einer gemeinsamen Frontendlösung, welche konzernweit eingesetzt werden kann und müssen uns auch viel mit der DSGVO beschäftigen.

Ich denke aktuell ist definitiv die konzernweite Zusammenarbeit an einer gemeinsamen Frontendlösung das coolste Thema. Hier kommen viele neue Technologien zum Einsatz und man kann sich als Entwickler quasi „austoben“ und viel Zeug ausprobieren. Ganz nach dem „Push-On-Green“ Konzept.

Das coolste Thema für mich bisher: die Entwicklung eines ChatBots. Ich hatte mich bis dato noch nie mit den Thema ChatBots befasst und durfte so eine neue Technologie kennenlernen. Innerhalb kürzester Zeit konnte mein ChatBot einfache Sätze wie „Hey, ich suche nach einer schwarzen Hose“ richtig erkennen und dann auch eine Liste zum Beispiel von schwarzen Hosen aus dem Shop zurückliefern. Ich denke hier ist auch noch viel im Bereich des Conversational Commerce möglich.

 

Wo siehst du Vorteile von Agiler Softwareentwicklung?

Zuerst einmal möchte ich erklären, wie die Agile Softwareentwicklung bei uns aussieht. Unsere Teams / Units sind nach dem Domain-Driven Design gebildet. Dadurch hat jede Unit eine eigene Aufgabe (Search, Order, Inform, Inspect etc.). Wir sitzen im Büro auch als eine solche Unit zusammen. Sprich an einer Insel hat man dann seinen Scrum Master, Product Owner, Entwickler und manchmal auch die Designer.

Der agile Prozess sieht bei uns so aus, dass wir zu Beginn eines Sprints (welcher 2 Wochen läuft) erst einmal alle Anforderungen durchsprechen und deren Komplexität schätzen. Anschließend bekommt jeder Entwickler seine Themen zugewiesen und kann diese abarbeiten. Der Vorteil der agilen Entwicklung und der Units ist, dass auftretende Probleme oder Fragen zu den Themen direkt innerhalb der Unit geklärt werden können und es somit keine größeren Zeitverzögerungen gibt. Auch ein weiterer cooler Punkt ist, dass wir manche Themen erst einmal mit geringen Aufwand austesten können und dann schnell feststellen: „Ok, diese Anforderung macht vielleicht keinen Sinn, weil der Aufwand größer wird als der tatsächliche Nutzen“. Fällt so etwas auf, kann das auch ganz kurz abgestimmt und entschieden werden.

Was möchtest du jungen Entwicklern mit auf den Weg geben?

Also jungen Entwicklern – beziehungsweise auch Schülern, die sich für den Beruf oder gar eine Ausbildung interessieren, kann ich sagen, dass Motivation und der Wille das A und O in diesem Job sind. Auch wenn man eine Programmiersprache nicht kann, kann man diese lernen, wenn man wirklich Lust darauf hat. Man kann wirklich alles lernen, wenn man nur will.

Auch muss man sagen: die IT ist ein sehr schnelllebiges Berufsfeld, wenn heute Programmiersprache XYZ im Trend und MicroServices das „Must-Have“ sind – kann es in nicht einmal einem halben Jahr schon wieder ganz anders aussehen. Hier muss man einfach am Ball bleiben. Ich finde hier haben wir bei empiriecom großes Glück, da viel in Richtung Weiterbildung ermöglicht wird. Vor Kurzem war ich in Amsterdam bei den devopsdays und davor bei der CodeTalks in Berlin.

Vielen Dank Erik, dass du uns einen Einblick in deinen Alltag der Software-Entwicklung gewährst 🙂 ! Es sind viele super spannende Eindrücke und hoffentlich entfacht der Artikel bei einigen potenziellen Software-Entwicklern die Leidenschaft. Wir wünschen dir weiterhin sehr viel Spaß und weitere knifflige, aber auch tolle Aufgaben!

 

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