Was ist SEA? – Ein Interview mit Jörg Fuß-Leisgang

Vor ein paar Wochen haben wir im Interview mit Herrn Barth erfahren worum es bei SEO geht. Heute erfahren wir im Interview mit Jörg Fuß-Leisgang worum es sich bei SEA handelt. Irgendwie hängt das ja zusammen…

Hallo Jörg, ich habe im VJörg Fuß-Leisgangorfeld mal gegoogelt: SEA steht für Search Engine Advertising. Aber was genau heißt das? Und worin besteht der Unterschied zum SEO?

Nun, Search Engine Advertising ist die bezahlte Schaltung von Textanzeigen bei Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Bing. Wogegen der Klick auf einen Eintrag in den Suchergebnissen – womit sich das SEO beschäftigt – kostenlos  für BAUR ist. Im Gegensatz  zum SEO kann man beim SEA die Anzeigenschaltung sehr gut steuern und beeinflussen. Ich kann innerhalb weniger Minuten erreichen, dass meine Anzeige zu sehen ist. Im SEO hingegen kann das mehrere Wochen dauern, bis ein Eintrag in den Suchergebnissen zu finden ist. Bei den bezahlten Anzeigen arbeitet alles nach einem Auktions-Prinzip. Wer bereit ist, für den Klick auf seine Anzeige am meisten zu bezahlen, dessen Anzeige wird auch auf der ersten Position angezeigt. Darüber hinaus muss man sich bei SEA im Vorfeld Gedanken machen, nach welchen Begriffen unsere Kunden bei den Suchmaschinen suchen und diese Begriffe als Keyword bei den Suchmaschinen einbuchen und Anzeigentexte dazu schreiben. Ansonsten erscheint auch keine Anzeige. Ich habe versucht das jetzt verständlich  darzustellen – die Mechanismen, nach denen die Suchmaschinen arbeiten, sind jedoch noch viel umfangreicher.

Was genau ist dein Job dabei und seit wann bist du bei BAUR für SEA zuständig?

Mein Hauptaufgabengebiet ist die Steuerung unserer SEA-Agentur, die Planung und Prognose der Werbebudgets für diesen Online-Marketing-Kanal und die Erstellung von Analysen. In den letzten Jahren ist dieses Aufgabengebiet immer komplexer geworden. Heute wird nicht mehr nur über den Computer zu Hause bei den Suchmaschinen gesucht. Tablets und Smartphones sind als Endgeräte dazu gekommen, die dann auch wieder getrennt voneinander geplant und gesteuert werden. Bei den Suchanfragen über Desktop-Rechner ist z.B. der Suchbegriff „Jacken XXL“ eine der häufigsten Suchanfragen, bei denen eine Anzeige von BAUR erscheint. Auf dem Smartphone ist es jedoch der Suchbegriff „XS Kleidung“.  Auf Grund dessen muss jedes Endgerät separat bearbeitet werden, da sonst die Gefahr besteht Geld für das falsche Keyword zu investieren. Darüber hinaus gibt es jedoch bei Google immer neue Produkte und Veränderungen – es wird also nie langweilig. Erst vor kurzem wurden durch Google die Anzeigen auf der rechten Seite komplett abgestellt, was nun wieder Veränderungen für unser Geschäft mit sich bringt. Ich betreue das SEA nun schon seit 2005, wobei ich durch eine Agentur unterstützt werde, die auf Suchmaschinen-Marketing spezialisiert ist. Erstmals wurden 2003 Anzeigen von BAUR bei Google geschaltet.

Was gefällt dir an deinem  Job besonders gut?

Zum einen ist es eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit. Auch wenn die Anzeigen immer irgendwie ähnlich aussehen, so gibt es immer wieder Veränderungen, bei dem was hinter den Anzeigen steckt. Es wird also nie langweilig. Zum anderen ist Google (mit über 90% Marktanteil am Suchvolumen in Deutschland) ein sehr innovatives Unternehmen und somit komme ich auch immer wieder in Kontakt mit den neuesten Techniken und Entwicklungen im Online-Business. Die Internet-Branche ist noch ein „junges“ Business, man begegnet sich dort sehr offen und auf Augenhöhe – das entspricht mir sehr.

Welche Aufgabe würdest du am liebsten für immer abgeben, wenn du die Option hättest und warum?

Nun – Aufgaben würde ich keine abgeben wollen. Die gehören alle zu meinem Job, der mir Spaß macht. Wenn ich jedoch einen Wunsch frei hätte, dann würde ich gerne weniger mit Excel-Anwendungen arbeiten, sondern mit automatisierten Systemen, die mir meine Arbeit erleichtern und an manchen Stellen die Komplexität nehmen.

Was denkst du – wie wird dein Job in 10 Jahren aussehen?

Ich weiß nicht, ob es meinen Job in 10 Jahren noch geben wird. Vielleicht weiß in 10 Jahren Google von alleine, was die nächste Suchanfrage sein wird und hat auch schon die passenden Produkte aus unterschiedlichen Shops zusammengesucht, da Google das Kaufverhalten der einzelnen Nutzer kennt, deren Geschmack und wofür sie sich interessieren. Oder ich muss dann bei Google nur noch eingeben, wie viel Geld ich in welchem Zeitraum ausgeben möchte und den Rest macht deren System alleine. Ich lasse mich überraschen. Wie heißt es so schön – „wer rastet, der rostet“.

Vielen Dank für den spannenden Einblick in das SEA!

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