Azubi- Projekt: Energy- Scouts

Liebe Leserinnen und Leser,

heute berichte ich Ihnen über das Projekt Energy-Scouts der Baur-Azubis.

Am 05.04. fand dazu eine Präsentation statt, bei der ich zuhören durfte. Da ich neugierig war und mehr über den Hintergrund des Projektes wissen wollte – wieso, weshalb, warum das Ganze – habe ich die Azubine Svenja Weid getroffen und dazu befragt. Sie lernt Kauffrau für Marketingkommunikation im ersten Lehrjahr.

Hallo Svenja, es freut mich, dass Du dir Zeit nimmst und mir erläuterst, worum es bei dem Projekt geht.

Svenja: Den Azubis war aufgetragen worden, durch die Baur-Gebäude in Burkunstadt, Altenkunstadt und Weismain zu gehen und zu schauen, wo man Energie sparen kann. D.h. wir haben die Temperatur in den Büros gemessen und die Mitarbeiter befragt, wie zufrieden sie mit dem Raumklima etc. sind. Ein Ergebnis war, dass viele es im Winter zu warm und die Luft zu trocken finden. Wir haben uns außerdem überlegt, dass man das Regenwasser für die Toiletten und die Küche verwerten kann indem man es vorher filtert. Natürlich haben wir uns nicht alles alleine einfallen lassen und ausgedacht, sondern hatten Begleitung durch Fachpersonal und eine gute Einführung in das Thema.  Unsere Aufgabe bestand darin, die bestehenden Ideen weiterzuführen und zu ergänzen. Man könnte Solaranlagen auf Parkdecks installieren, soweit es die Statik zulässt. Somit wären gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, da die Autos zum einen im Sommer vor Sonne geschützt sind und zum anderen die Sonnenenergie genutzt werden kann.  Andere Bereiche waren Energiesparen beim Autofahren, im Büroalltag oder bei der Aufzugbenutzung. Durch die Anschaffung von Elektroautos würde man einen großen Teil zum Klimaschutz beitragen, da diese wenige Abgase erzeugen und geräuscharm sind. Den BAUR-Mitarbeitern wird empfohlen, eine automatische Stromsparfunktion am PC zu aktivieren, elektrische Geräte ganz vom Netz zu trennen anstatt auf Stand-by-Modus zu stellen und bei längerer Abwesenheit den Monitor ganz auszuschalten.
Die Azubis aus dem ersten Lehhrjahr1

Es gab insgesamt fünf Gruppen, die auf die verschiedenen Standorte Weismain, Altenkunstadt und Burkunstadt aufgeteilt wurden. Die Ansprechpartner hierfür waren Frau Jung, unsere Umweltkoordinatorin, Frau Leibach, eine Praktikantin des Umweltmanagements und Herr Neidlein aus dem Bereich Informationsmanagement/ Bau & Technik, der die Messgeräte zur Verfügung stellte. Alles begann mit einer Kick-Off-Veranstaltung im November 2012, in der die Aufgabenstellung bekannt gegeben worden ist. Jede Gruppe hatte einen Gruppenleiter, der für die Terminkoordination zuständig war, da es wegen der verschiedenen Berufsschulzeiten etwas kompliziert war, Termine zu finden, an denen alle Gruppenmitglieder Zeit hatten.

Wie viele Azubis waren an dem Projekt beteiligt und aus welchen Abteilungen waren diese?

Svenja: Es waren Azubis aus allen Bereichen aus dem ersten Lehrjahr beteiligt.

Wieso genau aus dem ersten Lehrjahr?

Svenja: Weil diese noch nicht so lange bei Baur sind und deshalb mit anderen Augen durch das Unternehmen gehen. Den „Neulingen“ fallen oftmals noch mehr oder andere Dinge auf, als Mitarbeitern, die schon jahrelang im Unternehmen tätig sind.
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Was hat Dir am meisten Spaß gemacht?

Svenja: Der Kontakt mit den Menschen in den verschiedenen Abteilungen. Die Mitarbeiter waren sehr hilfsbereit und haben uns gerne Auskunft gegeben. Z.B haben uns die Mitarbeiter im Schuheinkauf noch auf eine Idee gebracht. Sie haben uns erklärt, dass wenn man das Licht im Großraumbüro ausschalten würde, der eine Mitarbeiter noch etwas sehen kann, der andere jedoch nicht mehr so gut sieht. Deshalb sei es nicht möglich, das Licht auszuschalten. Somit sind wir dann auf das Pilotprojekt gekommen,  bei dem sich  das Licht nur an den Punkten einschalten lässt, an denen es tatsächlich benötigt wird.

 


Ist das Thema Umweltmanagement auch ein Teil eurer Ausbildung?

Svenja: Ja, es ist ein fester Bestandteil der Ausbildung. Das Unternehmen setzt sich dafür ein und vermittelt den Azubis eine umweltbewusste Denkweise. Ein Beispiel dafür ist die Bachpatenschaft für einen Teil des Weismain-Baches.  Jedes Jahr findet die Reinigung der Uferbereiche an den Bachläufen zwischen Weismain und der Mündung des Baches an den Main durch die BAUR-Azubis statt. Ich hoffe, dass die Mitarbeiter durch all die Umweltprojekte sensibilisiert sind, um im Unternehmen und auch zu Hause ein paar Energiespartips umzusetzen.

Vielen Dank, dass Du dir Zeit genommen hast und meine Fragen so toll beantwortet hast!

Bild 1: Die Energy-Scouts nach ihrer Präsentation

Bild 2: Svenja Weid bei der Präsentation

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