Mit Gummistiefeln und Greifzange

Da hat sich die Arbeit doch gelohnt. Für herausragendes Engagement im Sinne des Natur- und Umweltschutzes im Landkreis Lichtenfels vergab die Sparkasse dieses Jahr zum 21. Mal den Sparkassen-Förderpreis. Von zehn Bewerbern erhielten fünf einen Preis. Zu den glücklichen Gewinnern dürfen sich auch unsere BAUR-Azubis zählen.
Zum Hintergrund: Bei BAUR ist das Thema Umweltschutz fest in die strategische Zielsetzung des unternehmerischen Zielsystems integriert. Das bedeutet, dass BAUR in allen Unternehmensbereichen Verantwortung für die Umwelt zeigt. Sei es bei der CO²-Verringerung, bei der Reduzierung von Energieverbräuchen, Verpackung von Abfällen oder im Einkauf, wenn auf nachwachsende Rohstoffe gesetzt wird. Wie Sie vielleicht schon in einem früheren Blogbericht gelesen haben, hat BAUR seit 2002 eine Bachpatenschaft übernommen. Jedes Jahr im Oktober reinigen die BAUR-Azubis die Uferbereiche an den Bachläufen zwischen Weismain und der Mündung des Baches in den Main. Unserer Auszubildende Madeleine Schneider, die stolz den Preis mit Kristin Kreutzer entgegennahm, war so freundlich, mir und mehr über das Projekt zu erzählen.
Hallo Madeleine, herzlichen Glückwunsch zu eurem Gewinn! Sag mal, wie geht eigentlich so eine Bachreinigung von statten?

Madeleine: Es gab sechs Gruppen, die auf sechs gleichgroße Bachabschnitte aufgeteilt wurden. Der Bach ist ca. 4km lang und somit hatten wir ganz schön viel zu tun. Jedes Jahr im Oktober machen wir, die Azubis, Frau Nagel und Herr Weismeier, unsere Ausbildungsleiter, Herr Sittig, Betreuer der Bachpatenschaft, uns an einem Samstagmorgen an die Arbeit. Wir waren ausgestattet mit Handschuhen, einer Greifzange, Gummistiefeln, Müllsäcken und Stöcken zum Aufspießen.

Was sind typische Gegenstände, die ihr aus dem Wasser fischt?

Madeleine: Der Bach ist wirklich sehr verschmutzt. Wir fanden Autoreifen, Autobatterien, ein Vogelhäuschen, Neonröhren und sogar mal eine über zwei Meter lange Zinkbadewanne. Nachdem wir den Müll gesammelt hatten, wurde er je nach Material artgerecht entsorgt.

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Wie findest du, dass BAUR die Bachpatenschaft übernommen hat?

Madeleine: Ich finde es eine tolle Sache, da wir durch die Bachreinigung angeregt werden, uns für den Umwelt- und Naturschutz einzusetzen und dies auch auf andere Lebensbereiche zu übertragen. Es macht außerdem Spaß und stärkt das Gemeinschaftsgefühl unter den Azubis. Nach getaner Arbeit wurden wir als Belohnung zum Weißwurstfrühstück eingeladen. Dies ist ja schon Grund genug, bei dem Projekt mitzumachen 🙂

Wer waren die anderen Gewinner der Preisverleihung?

Madeleine: Die Jugendgruppe „Unterlangenstadter Fischbrut“ des Angelsportvereins Unterlangenstadt, die Nistkasten und das Ufer an der Rodach säubert und sich an Artenschutzmaßnahmen des Bezirksfischereiverbandes beteiligt. Ein weiterer Gewinner war Alfons Will aus Kleinziegenfeld, der in seinem alten Buchenwaldbestand durch eine jahrzehntelange extensive Waldbewirtschaftung und Schonung der Höhlenbäume natürlichen Lebensraum für den Schwarzspecht und die Dohle geschaffen hat. Annemarie Scheumann aus Arnstein, die sich für eine naturnahe und dorfgemäße Gestaltung des Ortes und ein „grünes Arnstein“ einsetzt. Über eine Ehrung durfte sich auch Werner Schilling, Vorsitzender des Gartenbauvereins Neuensee und Gründer der Jugendgruppe „Wühlmäuse“ freuen. Er beschäftigte sich mit der Anlegung des Naturlehrpfades an einem nahegelegenen Weiher.

Was habt ihr gewonnen?

Madeleine: Wir haben ein Preisgeld von 400 Euro und eine Urkunde gewonnen, die im Weismainer Sternengebäude aufgehängt wird. Da Kristin Kreutzer und ich Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretung sind, durften wir den Preis stellvertretend für BAUR entgegennehmen.

Was habt ihr mit dem Geld vor?

Madeleine: Das bleibt vorerst unser Geheimnis, da es eine Überraschung für die anderen Azubis sein soll 🙂

Bild 1: Ausbildungsleiter Max-Josef Weismeier mit den beiden Auszubildenden Madeleine Schneider und Kristin Kreutzer
Bild 2: Landrat Christian Meißner überreicht den beiden Azubis den Preis

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