Alles Abfall …. oder doch nicht? – Das Abfallmanagement der BAUR-Gruppe

Die BAUR-Gruppe verfolgt das Ziel, nachhaltig zu handeln. Deshalb verabschiedete die Geschäftsführung eine Nachhaltigkeitspolitik. Zu den vier Hauptzielen gehört auch die Optimierung der Abfalltrennung.

Die Zeiten ändern sich: Was früher noch Abfall war, zählt heute zu den Wertstoffen. Unsere derzeitige Praktikantin im Nachhaltigkeitsmanagement Lisa hat sich dem großen Thema des Abfallmanagements angenommen und erarbeitet ein Konzept für dessen Optimierung. Ich habe sie getroffen und mir von ihrem Projekt und vor allem von dessen Nutzen berichten lassen.

Lisa, dLisaein Praktikum neigt sich langsam dem Ende entgegen. Magst du dich kurz vorstellen und anschließend dein Projekt beschreiben?

Ich heiße Lisa, bin 26 Jahre alt und inzwischen am Ende meines Masterstudiums angekommen. Bevor ich in das Berufsleben starte, habe ich mich dazu entschlossen, ein Praktikum im Nachhaltigkeitsmanagement zu absolvieren. Das Thema, das ich seit Beginn des Praktikums bearbeite, nennt sich „Optimierung des Abfallmanagements in der BAUR-Gruppe Deutschland“. Der erste Schritt bestand darin, den IST-Zustand der Abfallströme an allen Standorten und in den jeweiligen Bereichen aufzunehmen. Ich habe mir also angesehen, wie viel Abfall, an welchen Stellen, in welcher Form anfällt, diese Ergebnisse in Tabellen eingetragen und daraus Grafiken erstellt. Dabei habe ich auch immer die Wirtschaftlichkeit, also die Kosten berücksichtigt und mir konkrete Konzepte zur Optimierung überlegt. Zum Beispiel soll ein einheitliches Tonnensystem mit internationalen Beschilderungen in der gesamten Logistik der BAUR-Gruppe Deutschland eingeführt werden.

Eines der Ziele besteht darin, das Abfallmanagement für die gesamte BAUR-Gruppe transparenter zu gestalten. Meine Nachfolgerin wird aus den von mir ermittelten Daten, ein Schulungs- und Kommunikationskonzept erstellen, sodass die einzelnen Bereiche und Abteilungen ganz individuell zum Thema Nachhaltigkeit und Abfallmanagement geschult und aktiv in das Thema einbezogen werden können. Das andere wichtige Ziel liegt natürlich auch in der Kosteneinsparung. Je besser wir unseren Abfall recyceln, desto mehr Kosten können gespart werden. Denn Abfall ist nicht gleich Abfall. Ein großer Teil des Abfalls besteht tatsächlich aus Wertstoffen, für die die BAUR-Gruppe teilweise Erlöse bekommt.

Das Abfallmanagement ist der zentrale Bestandteil des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 – so kann mit den Ergebnissen des Projektes das Managementsystem immer weiter verbessert werden.

Was begeistert dich an dem Projekt?

Durch das Praktikum konnte ich ein für mich komplett neues Thema sehr tiefgründig lernen und dabei erfahren, wie wichtig ein gutes Abfallmanagement für ein Unternehmen ist. Neben dem Verarbeiten der gesammelten Daten am PC, ist das Praktikum auch sehr praxisnah. Durch die anfängliche Aufnahme des IST-Zustands bin ich von Anfang an viel im Unternehmen herumgekommen, habe dadurch sehr viele Mitarbeiter und auch ganz unterschiedliche Bereiche kennen gelernt. Ich habe das Gefühl, dass ich bei diesem Praktikum wirklich etwas geschaffen und langfristig zum Nachhaltigkeitsmanagement beigetragen habe.

Welche Abfälle und wie viel davon landet in der BAUR-Gruppe denn tatsächlich im Müll und was passiert damit?Abfallarten

Die Abfallarten sind natürlich sehr unterschiedlich und reichen von Restmüll, Altpaletten und Bauabfällen über Datenträger bis hin zu Gummiabfällen. Den größten Anteil mit 79 % machen dabei Papier und Kartonagen aus. Wie schon vermutet, fallen in der Logistik die größten Mengen Abfall an. Insgesamt 85 % der gesamten Abfälle bestehen aus Wertstoffen und werden stofflich recycelt. Dazu gehören u.a. Papier und Kartonagen, Folien, Umreifungsbänder und Styropor. In regelmäßigen Abständen werden die Abfälle von externen Unternehmen abgeholt und entsorgt.

Hast du neben deinem Projekt noch weitere Aufgaben bzw. auch Einblicke in andere Facetten des Nachhaltigkeitsmanagements erhalten?

Ja, ich durfte beispielsweise an den internen Audits des integrierten Umwelt- und Energiemanagementsystems nach ISO 14001 und ISO 50001 teilnehmen. In diesen Terminen werden  den Bereichs- und Abteilungsleitern mögliche normative oder gesetzliche Neuerungen vorgestellt. In einer Vor-Ort-Begehung und durch Gespräche wird dann die praktische Umsetzung der Vorgaben in den jeweiligen Bereichen überprüft und dokumentiert. Außerdem konnte ich auch sehen, worin die täglichen kleineren Aufgaben bestehen. Dazu gehört u.a. gefährlichen Abfall aus dem Abfallcontainer zur Kleingewerbesammlung wegzubringen, Abfallabholungen zu kommunizieren und auf Anfrage zu organisieren.

Zum Schluss interessiert mich, inwieweit dir privat das Thema Nachhaltigkeit und Abfalltrennung wichtig ist und worauf du bei deinem zukünftigen Job Wert legst.

Ich muss sagen, dass mir das Thema persönlich immer wichtiger wird. Privat lese ich Bücher zum Thema Nachhaltigkeit und versuche die Tipps auch in meinem Alltag umzusetzen. Ich trenne meinen Abfall, versuche keine Lebensmittel zu verschwenden und achte darauf, weniger in Plastikverpackungen zu kaufen und stattdessen regionale und Bio-Lebensmittel zu konsumieren. Bei meinem zukünftigen Job lege ich Wert auf interessante und spannende Aufgaben, bei denen ich noch viel lernen kann. Außerdem ist mir eine angenehme Atmosphäre innerhalb des Teams wichtig. Am besten wäre es natürlich, wenn sich das Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit ganz selbstverständlich engagiert und dementsprechende Werte in der Unternehmenskultur verankert sind.

Liebe Lisa, vielen Dank für den Einblick in das Abfallmanagement der BAUR-Gruppe und alles Gute für die Zukunft!

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