Die Zeit verging wie im Flug – Katharinas Praktikum im Bereich Einkauf Uhren

Katharina WirthLiebe Katharina, ein Praktikum im Bereich Einkauf Uhren: Wie bist du darauf gekommen?

Im Prinzip ist es eher über Umwege dazu gekommen, denn ich habe mich ursprünglich auf eine andere Stelle beworben: Da ich meinen Schwerpunkt in meinem BWL-Master auf Marketing gelegt habe, bewarb ich mich auf ein Praktikum in diesem Bereich. Mein Timing war scheinbar nicht ganz so gut, denn leider war die Stelle bereits vergeben. Als ich das Thema eigentlich schon für mich abgehakt hatte, bekam ich einen Anruf von Monja aus dem Hochschulmarketing. Das Praktikum im Einkauf Uhren war noch zu vergeben und sie konnten sich gut vorstellen, dass ich zu der Stelle passen könnte und denselben Eindruck hatte ich bei der Stellenbeschreibung auch. Glücklicherweise hat auch im Vorstellungsgespräch alles super gepasst sodass ich nun seit 4 Monaten hier bin.

Ich kann mir unter „Einkauf“ gar nicht so viel vorstellen: Was sind denn deine täglichen Aufgaben in diesem Bereich?

Ich vermute, dass sich viele den „Einkauf“ wie das Einkaufen in einem Laden vorstellen, quasi das Aussuchen der Uhren, die wir im Online Shop anbieten. Hin und wieder bekommen wir sogar noch Musteruhren zugeschickt und dann wird oftmals auch innerhalb der Abteilung abgestimmt, welche Uhr am besten zum Sortiment passen könnte. Allerdings gehört viel mehr zum Einkauf dazu, wie beispielsweise das Anlegen und Pflegen neuer Artikel im System. Als Kunde erwartet man natürlich gewisse Informationen über die Uhren zu erhalten, dazu gehören Gehäusedurchmesser und -material, Armbandmaterial und weitere Details. Diese Infos spiele ich für jede neue Uhr im Sortiment ein und schreibe ebenfalls suchmaschinenoptimierte Texte, sodass unser Sortiment auch bei Google und Co. gefunden werden kann. Eine weitere Aufgabe ist das „Clustern“ von Artikeln. Clustern bedeutet die Uhren richtig einzuordnen, sodass der Kunde bei einer Sucheingabe auch nur das zu sehen bekommt, was von Interesse ist. Neben den verschiedenen Aufgaben für den Online Shop arbeite ich auch an unseren Katalogen mit. Hier geht es unter anderem um die Seitenaufteilung, das heißt, wo, welche Uhr wie platziert werden soll. Außerdem fallen ab und an auch das Vorbereiten von Lieferantenterminen oder Strategiemeetings an, wo ich Zahlen aufbereiten sowie Übersichtslisten und Präsentationen erstellen darf. Zudem bin ich für die Korrespondenz mit Lieferanten, wie zum Beispiel Fossil, zuständig. Ein kleines Highlight folgt in den nächsten Wochen, wenn ich selbst bei solch einem Lieferantentermin dabei sein und die neusten Uhrentrends aus unmittelbarer Nähe betrachten kann – darauf freue ich mich schon riesig.

Und hast du auch ein eigenes Projekt, das du während deines Praktikums begleiten darfst?Fossil Q Smart Watches

Ja, denn wir haben seit einiger Zeit Smart Watches in unserem Sortiment und diese müssen natürlich korrekt im Online Shop abgebildet werden. Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei Smart Watches nicht um herkömmliche Uhren, sondern um Uhren, die technisch ähnlich wie ein Smartphone genutzt werden können. Dazu gehören eine Menge neuer Merkmale wie Konnektivität, Touchdisplay und weitere Funktionen wie zum Beispiel Aktivitätstracking. Da wir diese Merkmale bisher nicht in unserem System vertreten haben, war es unter anderem meine Aufgabe auf die Suche nach Schnittstellen zu gehen und konnte diese bei den Kollegen aus dem Multimedia Segment finden. In dieser Abteilung gibt es all diese Merkmale natürlich im System, da hier Smartphones, Fernseher und all die andere Technik im Online Shop gepflegt wird. Ich habe mich dann darangemacht, diese Infos auch bei unseren Smartwatches nachzupflegen.

Wie groß ist denn die Abteilung und arbeitet ihr auch mit den anderen Einkaufs-Abteilungen der BAUR-Gruppe zusammen?

Insgesamt sind wir in der Abteilung zu fünft und momentan eine Frauendomäne. Wir müssen uns auch ziemlich oft mit anderen Bereichen abstimmen wie beispielsweise den Kollegen aus der Dispo (Stichwort: Planmengen, Genre umstellen, Saisonumstellung…) und aus der Abteilung „Einkauf Schmuck“. Aber auch mit empiriecom, dem E-Commerce Team in Hamburg, und der Werbung und Graphik gibt es Abstimmungsbedarf, insbesondere wenn es darum geht, Kataloge zu erstellen.

Was gefällt dir besonders gut an deinem Praktikum?

Das Abwechslungsreiche! Meine Aufgaben sind sehr unterschiedlich und so wird es nie langweilig. Der Mix zwischen administrativen und kreativen Tätigkeiten gefällt mir sehr gut und nebenbei verfolge ich die aktuellsten Uhrentrends. Ich gebe zu, dass ich vorher nicht wirklich an Uhren interessiert war und nun ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich einen Blick in die Fenster der Juweliere riskiere, das Angebot begutachte und natürlich auch mit unserem Sortiment vergleiche. Außerdem weiß ich die Arbeitsatmosphäre zu schätzen. Ich fühle mich sehr wohl im Team, denn von Beginn an wurde ich super eingearbeitet und es gab immer ein offenes Ohr für meine Fragen. Auch für ein Späßchen gibt es immer Zeit. Ich werde meine Kolleginnen auf jeden Fall sehr vermissen!

Nun ist dein Praktikum bald schon vorbei: Wenn du eine Sache nennen könntest, die du besonders vermissen wirst, welche wäre das?

Eine Sache zu nennen ist ziemlich schwierig. Von der anderen Seite betrachtet, etwas das ich nicht vermissen werde: das frühe Aufstehen! Aber Spaß beiseite. Es sind vor allem die Leute, die mir sehr fehlen werden, da mir das Team sehr ans Herz gewachsen ist.

Ich trage selten eine Uhr und kenne mich in diesem Bereich auch kaum aus: Würdest du mir das Praktikum trotzdem weiterempfehlen oder sollte ich eine Leidenschaft für dieses Accessoire mitbringen?

Zu Beginn meines Praktikums trug ich selbst keine Uhr, aber trotzdem konnte ich mit dem Produkt etwas anfangen, da mir natürlich bewusst war, womit ich es zu tun habe. Das Praktikum ist sehr lehrreich und als Praktikant erfährt man nicht nur eine Menge über Uhren, sondern natürlich auch über die Abläufe im Einkauf. Daher würde ich das Praktikum definitiv weiterempfehlen, denn schließlich können sich viele für Neues begeistern lassen. Genau das ist bei mir auf jeden Fall passiert und ich habe mir während des Praktikums gleich eine neue Uhr zugelegt!

Und was passiert nach deinem Praktikum in der BAUR-Gruppe?

Die Masterarbeit wartet auf mich und wird mich in den nächsten 6 Monaten auf Trab halten. Danach werde ich einen Blick in den Job Markt werfen und wer weiß, vielleicht sieht man sich dann in der BAUR-Gruppe wieder. 🙂

Vielen Dank für den schönen Einblick in dein Praktikum im Bereich Einkauf Uhren!

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