Vom Kaufmuster bis hin zur fertigen Kollektion

Frühjahr und Sommer 2018 werden exotisch – zumindest was Mode angeht. Flower Power, Boho & Adventure sowie Tropical sind nur wenige Schlagworte, die die Modetrends für das nächste Jahr beschreiben. Zu dieser Erkenntnis kamen die Einkäuferinnen unserer Profilierungsmarken: Aniston, Cheer, Corley, Vivance und der Lizenzmarke Tamaris. Doch wie wird aus diesen Trends eigentlich eine fertige Kollektion für unsere Kundin? Ein Blick hinter die Kulissen…

MoodboardBarcelona, Miami, Ibiza, London, … unsere Einkäuferinnen bereisen Modemetropolen weltweit, um den neuesten Trend nach Weismain und von hier zu den Kunden nach Hause zu bringen. Bei diesen sogenannten Store-Checks werden Trends recherchiert und Inspirationen zur zielgruppengerechten Umsetzung dieser Trends eingeholt, welche später mit in die Kollektionen einfließen. Ergänzt wird diese Trendrecherche durch die Ideensammlung in Zeitschriften, im Internet und auf Messen. Alle Erkenntnisse werden nach und nach zusammengetragen und auf sogenannten Moodboards als Trendthemen zusammengefasst. Diese Moodboards dienen als kreative Grundlage und die Einkäuferinnen greifen zu verschiedenen Zeitpunkten der Kollektionserstellung darauf zurück, um ihre Kollektion damit abzugleichen.

Sind die Kaufmuster in Weismain angekommen, werden sie im System erfasst und an die Qualitätsentwicklung übergeben. Hier werden die Styles ausgemessen und von einem Model anprobiert, um die Passform zu beurteilen und erste Ideen für Änderungen festhalten zu können. Das Model spiegelt in etwa die durchschnittliche BAUR-Zielkundin wider. Die Einkäuferinnen legen nun für ihre jeweilige Marke Themen fest und erstellen dazu passende Gesamtoutfits, welche später sowohl online als auch im Katalog promotet werden. Wenn einzelne Themen feststehen, können diese gemustert werden. Im Zuge der Musterung werden die umgesetzten Themen besprochen, ob sie zum jeweiligen Trend passen und vor allem wie sie zielgruppenadäquat umgesetzt werden können. Während der gesamten Planung gilt es, den Kollektionsrahmenplan zu berücksichtigen. Dieser gibt unter anderem Preislagen und Marktkennzeichen-Aufteilung (T-Shirts, Jeans, Blusen, etc.) vor. Marktkennzeichen können Ober-, Unter- und Ganzteile sein.

Die Skizzen der HosenNach der Musterung geht es an die Märkte- und Lieferantenplanung. Welches Teil wird wo und von wem gefertigt? Jeder Lieferant hat eine andere Stärke, weshalb BAUR mit einer Vielzahl an Lieferanten in unterschiedlichen Märkten zusammenarbeitet. Mitte Mai geht es nach Fern-Ost. Dort werden teilweise Fabriken besucht und Lieferanten und Einkäuferinnen kommen in den Otto-Büros zusammen, um Qualitäten, Verarbeitungen, Menge und Preise zu verhandeln. Die Lieferanten fertigen nach dieser Reise Gegenmuster an. Diese Gegenmuster haben bereits die gewünschte Qualität und den richtigen Schnitt. Nur Drucke und Accessoires (Pailletten, etc.) entsprechen noch nicht dem des fertigen Kleidungsstückes. In diesem Schritt geht es vorerst um die Beurteilung der Passform und der Qualität: „Wie sitzt das Teil am Körper? Zu kurz, zu lang, zu weit? Ist die Qualität passend für den Schnitt?“

Erst nachdem der Auftrag erteilt wird, schicken die Lieferanten fertige Fotomuster zu und die Die fertige Hosefinale Musterung kann durchgeführt werden. Jede Marke füllt nun das Werbekonzept mit Artikeln. Highlight-Artikel und Layouts werden festgelegt. Hier ist die Planung der Kollektion abgeschlossen und die Fotoreise kann geplant werden. Dafür treffen sich alle Beteiligten (Werbung, Stylisten, Einkäufer, …) zur Warenübergabe. Die Einkäufer briefen die Zusammenstellung der Outfits inkl. Schuhe und Accessoires und geben gegebenenfalls Vorschläge für die Pose des Models, um das Kleidungsstück perfekt in Szene zu setzen. Die Shootings finden für Tamaris und Corley in externen Fotostudios, für die anderen Marken in Ibiza, Miami oder Kapstadt statt. Nun geht es in die finale Phase, die Bilddaten werden an die Grafiker weitergeleitet. Diese erstellen das Layout mit den favorisierten Bilddaten für die jeweilige Katalogseite. Bei der Seitenabnahme werden Bilddaten und Headline besprochen. Der letzte Schritt ist die Umpaginierung. Dabei werden alle Seiten eines Katalogs im Flur ausgelegt und die Seitenreihenfolge festgelegt. Nun ist der Katalog bereit für den Druck und geht auf die Reise zu seinem Bestimmungsort – zu unseren Kunden nach Hause.

Eure Bianca

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