Ein Prosit, ein Prosit der Gemü-tlich-keit!

Wusstet ihr, dass Oberfranken die höchste Brauereidichte der Welt hat? Das durften einige Praktikanten mit unserer Personalreferentin Monja auf der Kulmbacher Bierwoche miterleben. Mit mehr als 200 Brauereien hat Oberfranken doppelt so viele Brauereien wie alle anderen Regionen Bayerns, mehr Brauereien als jedes Bundesland in Deutschland und als jedes Land Europas. Zahlreiche Bierfeste sind fest im Jahreskalender verankert und werden für viele als Höhepunkt des Jahres angesehen. „Einfach unvergesslich: Neun Tage heiterer Ausnahmezustand“, so wird die 68. Kulmbacher Bierwoche auf der Webseite beworben. In diesem Jahr fand die Bierwoche in Kulmbach vom 29.07. – 06.08.2017 statt, wofür manch einer auch gerne seinen Urlaub einplante, um zu Musikkapellen des Kulmbacher Landes sowie überregional bekannten Stimmungsbands mit zu schunkeln. Grund genug, um sich das Fest mal aus der Nähe anzuschauen.

Festzelt Kulmbacher BierwocheVon Weismain ist Kulmbach nur einen Katzensprung entfernt: In 20 Minuten sind wir schon inmitten des Bierstadls angekommen. Trachten und Lederhosen überall, Essensstände für jeden Geschmack und natürlich jede Menge Bier.

Christina, Praktikantin im Bereich Umwelt- und Abfallwirtschaft, und ich sind als NRWler mit dem fränkischen Biervokabular weniger vertraut und halten „Seidla“ für eine Biersorte. In Wahrheit handelt es sich um einen halben Liter Bier in einem Bierkrug – und schon haben wir etwas dazugelernt. Monja, Personalreferentin im Hochschulmarketing, und Katharina, duale Studentin bei BAUR, kommen aus der Region und wissen genau, was uns erwartet. „Im Zelt tanzen alle auf den Tischen und es ist extrem heiß!“ – ehrlich gesagt keine Eigenschaften, die mich unbedingt in die Luft springen lassen, aber egal, denn „Kulmbach ist nur einmal im Jahr“ schallt es schon aus dem Festzelt. Im Stadl erwarten uns Livemusik der Stoapfälzer Spitzbuam, mit Maß (fränkisch: Moaß) bepackte Kellnerinnen mit unglaublicher Muskelkraft, halbe Hähnchen mit Pommes und jede Menge tanzende, fröhliche Menschen. Auffällig ist, dass manGruppenfoto BAUR Mitarbeiter kein Dirndl zweimal sieht. Insbesondere die Frauen geben sich große Mühe bei ihrer Tracht und verraten durch ihre Schleife gleich noch ihren Beziehungsstatus dazu. Im Volksmund heißt es „Schleife links, Glück bringt’s!“. Ist die Schürze auf der linken Seite gebunden, dann ist die Dame ledig. Doch ist die Schleife rechts, dann ist die Dame in Tracht liiert oder verheiratet. Für den gesamten Zeitraum der Kulmbacher Bierwoche gibt es ein Programm und so ist durchgängig für gute Stimmung und Musik gesorgt. Hin und wieder traf man in vergangenen Jahren sogar auf das ein oder andere prominente Gesicht im Stadl, wie das von Thomas Gottschalk. „Des woar a Mordsgaudi“ und für jeden Praktikanten, ob Nordlicht oder Einheimischer, ein tolles Fest, denn hier steckt wahrhaftig ein großes Stück Kultur drin und sogar ich, als Nicht-Fan von Volksmusik, Schlager, Karneval und Co., hatte jede Menge Spaß!

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