Aloe-vera-Pflanze
06. August 2018| Leben

Aloe-vera-Saft

Aloe vera – die Wunderpflanze aus den eigenen 4 Wänden
Die Aloe-vera-Pflanze, auch Echte Aloe genannt, ist nicht nur eine hübsche Zimmerpflanze. Die Gattung Aloe umfasst ca. 250 Arten und weist laut Wissenschaftlern mehr als 200 Inhaltsstoffe auf. Sie werden schon seit der Antike als Heilmittel und zur Hautpflege verwendet. Entdecke jetzt, was alles in der Aloe vera steckt, wofür du sie verwenden kannst und wie du deine Aloe-vera-Pflanze richtig pflegst.

Die Aloe-vera-Pflanze

Die Pflanze kommt ursprünglich aus Arabien, findet sich heutzutage aber in nahezu allen Ländern. Da die Aloe vera es gerne warm mag, braucht sie unbedingt einen sonnigen Fensterplatz oder am besten einen Platz im Wintergarten. Im Sommer kann sie auch auf den Balkon umziehen. Ab einer Temperatur von unter 4°C stirbt die Aloe vera und sollte rechtzeitig in ein warmes Zimmer gestellt werden. Die Pflanze verträgt keine Nässe und wird am besten in sandige Kakteen- oder Sukkulentenerde gepflanzt.
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Die Pflanze ist stammlos und besteht aus spitz zulaufenden Blättern, die rosettenähnlich angeordnet sind. Sie werden bis zu 50 cm lang und 7 cm breit, sind glatt und mit festen Dornen am Blattrand besetzt. Ein Blatt besteht aus drei Schichten: der Blattrinde, dem Blattsaft und dem Blattgel. Der gelbliche Aloe-vera-Saft tritt beim Abschneiden des Blattes aus und befindet sich zwischen Blattrinde und dem durchsichtigen Gel. Er hat einen sehr bitteren Geschmack und enthält den Wirkstoff Aloin, der früher als Abführmittel eingesetzt wurde. Das Gel wird aus dem Fleisch der Aloe-vera-Blätter gewonnen und sowohl äußerlich als auch innerlich bei verschiedenen Beschwerden angewendet.
Blütezeit
Blütezeit
Januar bis Februar
Nutzwert
Nutzwert
Blattschmuck, Zimmerpflanze, Heilpflanze
Winterhärte
Winterhärte
Frostempfindlich
Standort
Standort
Sonnig, warm
Bodenfeuchte
Bodenfeuchte
Trocken, mäßig feucht
Umtopfen
Umtopfen
Alle 2–4 Jahre

Äußerliche Anwendung

Aloe-vera-Gel
Aloe-vera-Gel kann aus der eigenen Pflanze gewonnen werden: Dafür ein Blatt abschneiden und zunächst senkrecht lagern, damit der bittere Saft austreten kann. Anschließend die Rinde abtrennen und das Gel kühl lagern. Wer das Aloe-vera-Gel lieber fertig kauft, sollte auf die Anbieterangaben achten. Greift am besten zu Produkten mit dem Vermerk „aus reinem Blattgel“ oder „aus reinem Blattmark“. Produkte „aus dem ganzen Blatt“ („whole leaf extracts“) enthalten normalerweise auch den bitteren Saft.

Aloe vera für die Schönheit

Frau lacht natürlich schön

Hautpflege

Aloe vera enthält die Vitamine C, E und Beta-Carotin, die nährend und verjüngend wirken. Das Gel kühlt außerdem und wirkt feuchtigkeitsspendend, beruhigt und gleicht die Haut aus. Deshalb kann es auch bei empfindlicher Haut eingesetzt werden. Zusammen mit anderen Hausmitteln findet es bei verschiedenen Hautproblemen Einsatz.
Für trockene Haut
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Kokosöl
  • 1 EL Aloe-vera-Gel
Vermischen, auftragen und ca. 30 min einwirken lassen. 2–3 mal pro Woche anwenden.
Für fettige Haut
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 EL Aloe-vera-Gel
  • 1 TL Honig
Alles zu einer gleichmäßigen Paste vermengen. Besonders in der T-Zone auftragen und 10–15 min einwirken lassen.
Für empfindliche Haut
  • 1 EL Aloe-vera-Gel
  • 1 EL Jogurt
  • 1 EL Tomatensaft
Alles vermischen, auftragen und für 15–20 min einwirken lassen. Mit warmem Wasser abwaschen und anschließend eine Gesichtscreme auftragen
Für Mischhaut
  • 2 TL Aloe-vera-Gel
  • 2 EL reife Papaya
  • 5–8 Tropfen Rosenwasser
Alles gut vermischen und ins Gesicht massieren. Für 20 min einwirken lassen und mit warmem Wasser abwaschen.

Haarpflege

Die in der Aloe vera enthaltenen Aminosäuren und vitalisierenden Vitamine sind auch für unsere Haare kleine Beauty-Wunder. Das Gel besteht außerdem zum größten Teil aus Wasser – davon profitiert nicht nur das Haar an sich, sondern auch trockene Kopfhaut.
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Ein weiterer Pluspunkt: Aloe vera kann das Haarwachstum anregen. Durch die enthaltenen Beta-Sitosterine wird die Durchblutung der Kopfhaut angeregt, und das Gel sorgt für deren schonende Reinigung – das Haar kann gesund nachwachsen. So integriert ihr ganz einfach Aloe vera in eure Haarpflege-Routine:
Frau trägt Haarpflege auf
Maske für gesund nachwachsendes Haar
  • 5 EL Aloe-vera-Gel
  • 3 EL Rizinusöl
  • 2 EL Honig
  • eine Duschhaube
Die Zutaten mischen und in die Kopfhaut massieren. Wer will, bedeckt auch die Längen. Die Maske 30 min unter der Duschhaube einwirken lassen. Rizinusöl unterstützt ebenfalls das Haarwachstum, schützt die Kopfhaut und gibt dem Haar einen seidigen Glanz.
Conditioner für
trockene Haare
  • 4 EL Sheabutter
  • 1 EL Arganöl
  • 3 EL Kokosnussöl
  • 2 EL Aloe-vera-Gel
  • 6–9 Tropfen Rosmarinöl
In einem Wasserbad die Sheabutter mit Arganöl und Kokosöl schmelzen, ab und zu umrühren. Etwas abkühlen lassen und mit dem Aloe-vera-Gel in einem Mixer 3-5 min mischen. Anschließend noch das Rosmarinöl dazu geben und kurz mixen. Den Conditioner auf feuchtes Haar geben und 20 min einwirken lassen.

Aloe vera bei Wunden

Vor allem im Sommer ist die Gefahr sehr hoch, sich einen Sonnenbrand zu holen. Die Haut brennt, juckt und schält sich unschön. Dem kann man mit Aloe-vera-Gel entgegenwirken: wie bereits erwähnt, spendet es viel Feuchtigkeit und kühlt die Haut. Der Juckreiz wird dadurch gemildert, und die Haut ist gut durchfeuchtet. In vielen After-Sun-Produkten ist bereits Aloe-vera-Gel enthalten. Aber natürlich kann man auch hier wieder auf reines Gel zurückgreifen. Von diesen oben genannten Eigenschaften profitieren wir auch bei kleineren Wunden und vor allem bei Insektenstichen. Einfach mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen auftragen.

Innerliche Anwendung

Aloe-vera-Saft und Aloe-vera-Gel
Nicht nur äußerlich kann das Gel oder der Aloe-vera-Saft angewendet werden. Es gibt auch Produkte zum Einnehmen. Im Handel wird selten zwischen Aloe-vera-Saft und -Gel unterschieden, denn aus dem Gel kann auch ein Saft hergestellt werden. Dieser Saft enthält aber nicht den Inhaltsstoff Aloin und ist deshalb unbedenklich für uns. Beim Kauf also immer auf die Anbieterangaben achten. Wofür ihr den Saft einsetzen könnt und worauf dabei geachtet werden muss:
Verstopfung
Teil der Pflanze:
Blattsaft (nur speziell aufbereitet, nicht aus der eigenen Pflanze)

Wissenswertes:
  • Eine zu hohe Dosierung oder Einnahmedauer kann zu Überreizung der Darmschleimhaut, Verdauungsbeschwerden oder bei Schwangeren zu einer Fehlgeburt führen
  • Das enthaltene Aloin gilt im Arzneimittelgesetz als Droge und ist in hohen Dosen giftig
Übersäuerung
Teil der Pflanze:
Blattgel

Wissenswertes:
Entschlackt und schwemmt Schad-/Giftstoffe aus dem Darm
Hautprobleme
Teil der Pflanze:
Blattgel

Wissenswertes:
Antioxidantien und Vitamine beschützen die Haut und können vorzeitige Hautalterung verhindern
Mangelerscheinungen
Teil der Pflanze:
Blattgel

Wissenswertes:
Durch die vielen Vitamine und Mineralien kann Aloe-vera-Saft bei Mangelerscheinungen unterstützen
Frau entspannt am Naturbadesee im Saunaland der Obermain Therme Bad Staffelstein

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