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Ein Rasentraktor ist ideal zum Mähen und Pflegen großer Grünflächen. Dieser Ratgeber erklärt dir die unterschiedlichen Modelle, ihre Getriebearten und Besonderheiten. Außerdem erhältst du in diesem Kaufberater nützliche Hinweise über Schnittbreiten, Motorleistung und verfügbare Extras. Des Weiteren beleuchtet er die rechtlichen Voraussetzungen – hättest du zum Beispiel gedacht, dass man für manche Traktoren einen Führerschein braucht? Hier gehts zum Ratgeber


Rasentraktoren und Aufsitzmäher für die professionelle Rasenpflege

Ein Rasentraktor ermöglicht es dir, große Grasflächen komfortabel und schnell abzumähen und zu pflegen. Im Gegensatz zu Hand- oder Elektrorasenmähern zum Schieben sitzt du bei Rasentraktoren und Aufsitzmäher bequem auf dem Gerät und steuerst es per Lenkrad in die gewünschte Richtung. Je nach Modell kannst du an den Mini-Traktor Zubehör wie Anhänger, Düngerstreuer oder ein Schneeschild anbringen und das Fahrzeug zu weiteren notwendigen Verrichtungen im Garten und auf der Wiese verwenden.

Rasentraktoren gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Dieser Ratgeber macht es dir leicht, ein geeignetes Modell für deine Bedürfnisse zu finden.

Was ist der Unterschied zwischen Rasentraktor und Aufsitzmäher?

Rasenmäher, bei denen du auf dem Gerät mitfährst, gibt es in zwei Ausführungen: als Aufsitzmäher und Rasentraktor. Um diese Geräte zu unterscheiden, brauchst du dir lediglich die Bauform anzusehen.

Ein Rasentraktor sieht ähnlich aus wie seine großen Verwandten auf dem Feld. Sein kräftiger Motor befindet sich vorne unter einer Motorhaube, während der Fahrersitz dahinter montiert ist. Rasentraktoren zeichnen sich aus durch

· große Schnittbreite

· leistungsstarke Motoren

· vielseitiges Zubehör

Ein Aufsitzmäher ähnelt vom Design her einem großen Rasenmäher. Er verfügt zwar ebenfalls über ein Lenkrad und einen Sitz, allerdings sitzt du bei diesem Fahrzeug direkt auf dem Motor.

Aufsitzmäher sind im Gegensatz zum Rasentraktor wesentlich kompakter. Sie haben

· eine kleinere Schnittbreite bis zu 50 Zentimetern

· weniger leistungsstarke Motoren

· einen kleinen Wendekreis durch den Motor in der Mitte

Gerade die Wendigkeit ist ein großer Pluspunkt bei verwinkelten Gärten oder wenn du beim Mähen Elemente wie Sitzgruppen, Schaukel oder Gartenteich umfahren musst. Hier hat der Aufsitzmäher auf jeden Fall die Nase vorn.

Dagegen ist der Rasentraktor eine gute Wahl, wenn es darum geht, große Rasenflächen zügig zu bearbeiten. Auch Hanglagen und Unebenheiten im Gelände meistert der kräftige Mini-Traktor mit Bravour.

Ab welcher Rasengröße eignen sich diese Geräte?

In der Regel kannst du zur Auswahl der unterschiedlichen Rasenmäher folgende Richtwerte heranziehen:

· Kleine Gärten bis 250 Quadratmeter lassen sich einfach und schnell mit Hand- oder Spindelrasenmähern pflegen.

· Für mittelgroße Gärten bis rund 400 Quadratmeter sind elektrische oder benzinbetriebene Schiebemäher optimal.

· Aufsitzmäher eignen sich für Rasenflächen von ca. 400 bis 800 Quadratmetern.

· Rasentraktoren kommen zur Rasenpflege großer Grasflächen ab 800 Quadratmetern und mehr infrage.

Die Rasentraktoren selbst unterscheiden sich noch einmal durch die jeweilige Schnittbreite. Traktoren mit größerer Schnittbreite mähen in derselben Zeit ein wesentlich größeres Rasenstück als Modelle mit schmalerem Messer-Set. Je nach Rasengröße sind daher folgende Schnittbreiten empfehlenswert:

· bis zu 1.500 Quadratmeter rund 70 Zentimeter Schnittbreite

· bis 2.000 Quadratmeter 92 Zentimeter bis 96 Zentimeter Schnittbreite

· bis 5.000 Quadratmeter 105 Zentimeter bis 107 Zentimeter Schnittbreite

· über 5.000 Quadratmeter 122 Zentimeter bis 127 Zentimeter Schnittbreite

Motorleistung des Rasenmähertraktors

Der Rasentraktor überzeugt vor allem mit seinem kraftvollen Motor. Je nach Marke und Modell erhältst du diese Rasenmäher mit Zweitakt- oder Vierzylindermotor und einem Hubraum von 250 bis 750 Kubikzentimetern (ccm). Damit erreichen Rasentraktoren je nach Motorart eine Leistung von 4 bis 15 Kilowattstunden (kW).

Wie leistungsstark der Rasentraktor sein soll, richtet sich danach, was du mit dem Gerät machen möchtest:

· Ebene Rasenflächen mit trockenem, kurzem bis mittelhohem Gras bewältigen Rasentraktoren bereits mit einer Leistung von 4 bis 6 kW.

· Für feuchtes, längeres Gras, Steigungen und weicheren Untergrund wählst du am besten einen Rasentraktor mit mittlerer bis hoher Leistung.

· Möchtest du mit dem Mäher zudem Anhänger mit Ladung ziehen, ist ebenfalls ein leistungsstarkes Modell ratsam, um zügig voranzukommen.

Getriebearten beim Rasentraktor

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal bei Rasentraktoren ist die Art des Getriebes. Diese speziellen Rasenmäher erhältst du je nach Modell mit

· Transmatic-Getriebe

· Hydrostat-Getriebe

· AutoDrive-Getriebe

Transmatic-Getriebe: Diese Getriebeform ist besonders unkompliziert und komfortabel zu handhaben. Du stellst den Wählhebel auf die Position „Vorwärts“ oder „Rückwärts“ und schon beschleunigt der Rasentraktor von selbst in der jeweiligen Richtung auf seine Höchstgeschwindigkeit. Zum Abbremsen nutzt du das Bremspedal. Der Vorteil: Lässt du die Bremse los, fährt der Mäher gleich weiter, ohne dass du kuppeln oder den Gang wechseln musst.

Hydrostat-Getriebe: Seinen Namen hat dieses Getriebe von der robusten, selbstschmierenden Hydraulikpumpe nebst Hydraulikmotor. Damit fährt dein Mini-Traktor für den Rasen besonders ruckelfrei. Die Geschwindigkeit kannst du stufenlos regeln. Meist legst du Vorwärts- und Rückwärtsgang über einen praktischen Fußhebel ein. Dadurch hast du die Hände zum Lenken frei.

AutoDrive-Getriebe: Dieses Getriebe ähnelt dem Automatikgetriebe im Pkw. Du legst den gewünschten Gang ein und regelst die Geschwindigkeit mit Gaspedal und Bremse. Diese Getriebeart kommt seltener vor. Viele Rasentraktoren setzen auf Transmatic- oder Hydrostat-Varianten.

Gut zu wissen: Rasentraktoren gibt es mit Front- und Heckantrieb. Hast du ein Grundstück mit Steigungen oder Bodenwellen, leistet dir ein Gefährt mit Allradantrieb gute Dienste. Es kommt auch auf weichem und feuchtem Untergrund sehr gut zurecht.

Seite oder Heck – die Auswurfarten

Rasentraktoren nutzen unterschiedliche Auswurfarten für den Grasschnitt: Fahrzeuge mit Seitenauswurf werfen den Grasschnitt fein verteilt seitlich vom Fahrzeug aus. Dort kannst du ihn später zusammenharken oder zum Düngen liegenlassen.

Willst du das Gras lieber in einem Fangkorb sammeln und anschließend kompostieren, solltest du dir einen Rasentraktor mit Heckauswurf kaufen. Hier kannst du den Grasschnitt in einem Fangkorb sammeln und anschließend entsorgen. Besitzt dein Rasenmäher einen Mulcher, kannst du das abgeschnittene Gras gleich in einem Arbeitsgang mulchen und in den Rasen einarbeiten lassen.

Zubehör für Rasentraktoren

Wie bei den großen Landmaschinen kannst du deinen Traktor für den Rasen mit diversem Zubehör ausstatten. Beliebte Extras beim Rasentraktor sind beispielsweise:

· Mulcher zum Zerkleinern des Rasenschnitts und anschließendem Ausbringen auf den Rasen für eine gute Nährstoffzufuhr

· Gartenwalze zum Einebnen des Untergrunds sowie zum Verdichten von Erde oder Andrücken von Sämereien

· Anhänger zum Abtransport von Grasschnitt, Laub, Sand oder Kies

· Sprühanhänger für Düngemittel

· Streuanhänger für Dünger, Saatgut, Splitt oder Streusalz

· Räumschild zum Schneeräumen auf Geh- und Fahrwegen sowie in Haus- und Hofeinfahrten

Der Rasentraktor im Straßenverkehr: Was ist erlaubt?

Grundsätzlich gilt: Benutzt du deinen Rasentraktor ausschließlich auf dem eigenen Grundstück, kannst du ihn ohne Zulassung und Führerschein fahren.

Anders sieht es aus, wenn du dein Grundstück verlässt, zum Beispiel, um andere Wiesengrundstücke in der Nähe zu mähen oder zusätzlich bei den Nachbarn Schnee vom Gehsteig zu räumen. Fährt dein Rasentraktor in diesem Fall schneller als 6 km/h, benötigst du dafür einen Führerschein der Klasse L sowie eine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr. Den Führerschein für landwirtschaftliche Zugmaschinen kannst du ab einem Alter von 16 Jahren in einer Fahrschule deiner Wahl machen.

Wichtig: Für langsamere Rasentraktoren ist kein Führerschein notwendig. Allerdings dürfen ausschließlich Personen ab 15 Jahren damit fahren.

Zudem spielt es eine Rolle, wo du mit deinem Rasentraktor am Straßenverkehr teilnimmst. Fahrzeuge, die Geschwindigkeiten bis 10 km/h erreichen, müssen aus Sicherheitsgründen auf dem Gehweg fahren. Rasenmäher, die 10 km/h und mehr schaffen, müssen die Straße benutzen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Vor dem Kauf eines Rasentraktors lohnt sich ein Blick auf folgende Checkliste.

· Für welche Rasengröße benötigst du den Mäher? Für kleinere Rasenflächen reicht oftmals ein Aufsitzmäher zu einem günstigeren Preis völlig aus. Große Grundstücke ab 800 Quadratmetern mähst du mit einem Rasentraktor.

· Achte bei der Auswahl auf die passende Schnittbreite und ausreichend Leistung.

· Überlege dir, ob du lieber einen Seiten- oder Heckauswurf für den Grasschnitt haben möchtest.

· Bei Steigungen und hügeligem Gelände ist ein Allradantrieb hilfreich.

· Welches Getriebe bevorzugst du: ein möglichst einfaches oder eine komfortable Automatik-Version?

· Benötigst du Zubehör für den Rasentraktor? Dann wähle Modelle mit entsprechenden Extras.

· Wie schnell soll der Traktor fahren? Modelle bis 6 km/h sind führerschein- und zulassungsfrei. Sie darfst du ab einem Alter von 15 Jahren bedienen. Schnellere Rasentraktoren benötigen für die Teilnahme am Straßenverkehr Führerschein und Zulassung.

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