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Schwibbögen und Weihnachtspyramiden

Schwibbögen und Weihnachtspyramiden dienen der stimmungsvollen Raumdekoration in der Vorweihnachtszeit und an den Festtagen. Sie schmücken Fensterbänke sowie Kommoden und sind auch an Plätzen im Freien ein faszinierender Blickfang für Jung und Alt. Im Ratgeber erfährst du, wo die beliebte Weihnachtsdeko ihren Ursprung hat und was sie so besonders macht.


Kaufberatung: Schwibbögen & Weihnachtspyramiden

Der Advent und die Weihnachtsfeiertage sind die Zeit der Besinnlichkeit, des Genusses und der Geborgenheit im Kreise der Liebsten. Aromatische Düfte durchziehen das Haus und festliche Musik erklingt. Dekorative Lichtquellen zaubern ein behagliches Ambiente. Wie Nussknacker oder Räuchermännchen gehören beleuchtete Schwibbögen und Stufenpyramiden zur beliebten Weihnachtsdeko. Spiegelt sich ihr sanfter Kerzenschein im Fensterglas, entstehen stimmungsvolle, romantische Lichteffekte. Ihre filigrane Holzschnitzkunst ist ein bedeutender Teil des erzgebirgischen Brauchtums und der deutschen Weihnachtstradition. Und inzwischen finden sich auch weltweit immer mehr Liebhaber des andächtigen Advents- und Weihnachtszaubers. Der Ratgeber zeigt auf, worauf beim Kauf zu achten ist.

Die Bedeutung von Schwibbögen und Weihnachtspyramiden

Schwibbögen und Weihnachtspyramiden haben ihren Ursprung im Erzgebirge des 18. Jahrhunderts. Noch heute werden sie dort von Hand gefertigt. Ihre Herstellung erfordert großes handwerkliches Können, viel Erfahrung und eine geschickte Schnitzkunst.

Schwibbögen

​​​​​​Die ersten Schwibbögen galten noch nicht als Symbol der Weihnachtszeit. Vielmehr standen sie in der Tradition der einst bedeutendsten Erwerbsquellen des Erzgebirges, aus denen sich die einzigartige erzgebirgische Volkskunst entwickelte: Klöppeln, Schnitzen und Bergbau. Es handelte sich dabei um zunächst ganz einfache Rundbögen, etwa 20 bis 45 Zentimeter hoch, auf denen Kerzenhalter befestigt wurden.

Ganz praktisch fungierten die Lichterbögen damals als Fensterbeleuchtung, die den Bergleuten in den dunklen Wintermonaten – in die naturgemäß auch die Weihnachtszeit fällt – den sicheren Weg nach Hause wiesen. Man sagt den beleuchteten Fensterbögen ebenfalls nach, sie seien Sinnbild für die Sehnsucht der Bergarbeiter nach dem Tageslicht, das ihnen in den langen Schichten unter Tage fehlte. Heute sind Schwibbögen ein fester Bestandteil der Weihnachtsdekoration, denn mit ihnen zieht ein warmer Glanz in die geschmückten Stuben.

Weihnachtspyramiden

Vorläufer der Weihnachtspyramide sind aus Stäben zusammengebundene, mit grünen Zweigen umwickelte, sich nach oben verjüngende Drehbäume. Ein Gewindestab in der Mitte ist am oberen Ende mit einem beweglichen Flügelrad verbunden. Auf der unteren Plattform werden rundherum Kerzenhalter angeordnet. Die durch brennende Kerzen erwärmte Luft steigt auf und treibt die Flügel an. So ergibt sich eine gleichmäßige Bewegung, die in Verbindung mit dem sanften Licht-Schatten-Spiel eine ruhige Atmosphäre verbreitet. Die Kraft des Lichts soll in der dunklen Jahreszeit zudem drohendes Unheil abwenden.

Das Bauprinzip der Pyramiden ist bis heute beibehalten. Doch im Laufe der Zeit entwickelten erzgebirgische Kunsthandwerker aus den ersten einfachen Lichtergestellen karussellartig aufgebaute, 20 bis 150 Zentimeter hohe Stufenpyramiden mit Drehtellern auf mehreren Etagen. Die leeren Stabgerüste bestückten sie mit handgearbeiteten Figuren.

Beliebte Designs und Motive

Angelehnt an die traditionelle Holzkunst des Erzgebirges sind nostalgisch anmutende Lichterbögen und Weihnachtspyramiden, versehen mit höchst aufwendigen Schnitzereien und Figuren. Beliebte Motive sind:

  • Bergbautradition: Bergmänner, dargestellt in Szenen aus dem Arbeitsalltag, erinnern an das oftmals beschwerliche Leben der erzgebirgischen Bergleute. Ähnlich häufig finden sich filigran geschnitzte Holzfiguren wie Waldarbeiter oder Jäger.
  • Religiöse Themen: Überaus beliebt sind christliche Motive aus der Weihnachtsgeschichte, die mit Engel- und Krippenfiguren, den Heiligen Drei Königen und der Heiligen Familie von Christi Geburt erzählen. Gleiches gilt für die klassische Kurrende, einem Chor, der geistliche Lieder singt.
  • Natur und Landschaft: Mit Wald- und Tiermotiven wie Rehen und Eichhörnchen drücken erzgebirgische Kunsthandwerker ihre Naturverbundenheit aus. Kleine Dörfer und Sakralbauten wie die Kirche von Seiffen oder die Dresdner Frauenkirche stehen symbolisch für die Heimat.
  • Wintermotive: Eine farbenfrohe Kinderweihnacht mit verspielten Schneemännern, Schlitten und verschneiten Tannenbäumen sorgt für strahlende Kinderaugen. Da darf selbstverständlich auch der mit Geschenken beladene Nikolaus nicht fehlen.

Schwibbögen präsentieren sich heute in vielfältigen Facetten. Neben den traditionell verzierten Rundbögen sind auch spitz zulaufende Modelle, sogenannte Lichterspitzen, erhältlich. Sehr schlichte, zeitlose Ausführungen sind beispielsweise weiß oder rot lackiert und lediglich mit kleinen Schleifenapplikationen geschmückt. So fügen sie sich harmonisch in einen modernen Einrichtungsstil ein und finden auch bei all jenen Anklang, die nicht allzu üppig dekorieren.

Geeignete Materialien für Lichterbögen

Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden Schwibbögen aus Metall beziehungsweise Schmiedeeisen gefertigt. Heute bestehen sie überwiegend aus Holz. Dabei kommen hauptsächlich heimische Hölzer zum Einsatz: Massive Eiche, Buche und Esche zum Beispiel erweisen sich als qualitativ hochwertig und sehr stabil, bringen aber durchaus ein nicht unerhebliches Gewicht auf die Waage. Leichter hingegen sind Lichterbögen und Pyramiden aus FSC®-zertifiziertem Sperrholz.

Zumeist bleibt das Holz naturbelassen. Einige Ausführungen werden in Teilen von Hand bemalt oder komplett lackiert. Besonders dekorativ wirken Verzierungen, die mittels Lasergravuren eingearbeitet werden.

Passende Leuchtmittel für den weihnachtlichen Glanz

Mit Schwibbögen und Weihnachtspyramiden hält festliche Stimmung Einzug in deine Räumlichkeiten – nicht zuletzt aufgrund ihrer feinen Lichtquellen:

  • Teelichte und Kerzen auf 7- bis 15-flammigen Schwibbögen erzeugen mit natürlichem Licht und sanftem Flackern ein gemütliches Flair. Die Zahl der Kerzen ist üblicherweise ungerade, sodass eine Kerze genau mittig leuchtet. Bei Pyramiden kommt Wachskerzen eine weitere Aufgabe zu: Sie erwärmen die Luft, die die Holzflügel antreibt, und sorgen so für die gleichmäßige Drehbewegung. Doch Achtung: Kerzen dürfen weder zu lang sein noch zu hoch stehen, da sie sonst Flügel oder Gardinen entzünden könnten. Keinesfalls solltest du sie unbeaufsichtigt brennen lassen.
  • Elektrische Leuchten sind zunehmend gefragter. Als Kerzennachbildungen leuchten die austauschbaren Glühbirnen mit 3 bis 5 Watt zuverlässig und sicher auf Lichterbögen und elektrisch angetriebenen Pyramiden. Alles, was du dafür benötigst, ist eine Steckdose in der Nähe.
  • LEDs werden häufig etwa zur Innenbeleuchtung von Häuserminiaturen verwendet und versprühen eine besonders stimmungsvolle Weihnachtsatmosphäre. Sie funktionieren ohne Kabel und Steckdose, werden vielmehr mit Batterien angetrieben, sodass du deinen Schwibbogen flexibel überall aufstellen kannst – auf der Fensterbank ebenso wie auf dem Tisch oder in der Vitrine.

Tipp: Leben Kinder und/oder Haustiere in deinem Haushalt, sind elektrische Leuchtmittel und LEDs die unbedenklichere Alternative zu Wachskerzen. Mit Kippschalter sind sie einfach zu bedienen. Und ohne Flammen bleiben auch Rußbildung und Wärmeentwicklung aus. Sie können problemlos also für längere Zeit eingeschaltet sein.

Fazit: Weihnachtsdekoration in faszinierenden Varianten

Schwibbögen und Etagenpyramiden sind eine wunderbare Möglichkeit, in deinen Wohnräumen ein besinnliches Ambiente zu schaffen. Anhand der folgenden Kriterien findest du die passende Dekoration für deine Weihnachtsstube:

  • Holzleuchter, Fensterbögen und Pyramiden sind schlicht und ohne Motive oder mit detailreicher Ausschmückung und handgeschnitzten Figuren erhältlich.
  • Die Preise der einzelnen Modelle richten sich jeweils nach der Größe, dem verarbeiteten Material und der Detailgenauigkeit des Designs.
  • Beleuchtete Schwibbögen und Weihnachtspyramiden spenden warmes, angenehmes Licht und entfalten ihren Zauber insbesondere zur Abenddämmerung. Als Leuchtmittel kommen Wachskerzen oder Glühbirnen und LEDs infrage.
  • Soll das Objekt deiner Wahl künftig auf der Fensterbank stehen, wählst du am besten eine schmale Ausführung, die nicht herunterkippen kann. Mit zusätzlichen Bänken erhöhst du den Standort, sodass der Lichterbogen über den Fensterrahmen hinweg perfekt zur Geltung kommt.

Nimm dir etwas Zeit, entdecke die liebevollen Details der einzelnen Stücke und lass dich inspirieren! So findest du den Weihnachtsschmuck, der dich und deine Lieben in Festtagsstimmung versetzt.

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