25. November 2018| Leben

Kaminofen-Ratgeber

Finde den passenden Kaminofen für dich!
Ein Kaminofen schafft eine gemütliche Atmosphäre zu Hause und kann gleichzeitig zum Heizen und Energiesparen eingesetzt werden. Es gibt viele verschiedene Arten von Kaminöfen. Finde passend zu deinen Wünschen und deiner Wohnsituation den richtigen Kaminofen für dich.

1. Holzbefeuerter Kaminofen

Der holzbefeuerte Kaminofen ist der Klassiker unter den Öfen. Er wird mit Holzscheiten, Holzbriketts oder Braunkohle beheizt. Durch das knisternde Feuer entsteht sofort eine heimelige Atmosphäre, die Gemütlichkeit ausstrahlt und dich entspannen lässt. Du solltest aber genug Platz für einen Kaminofen haben, denn leicht brennbare oder auch wärmeempfindliche Stoffe dürfen sich nicht in der Reichweite des Ofens befinden.
VORTEILE:
  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff
  • CO2-armes Heizen (es entsteht nur so viel CO2, wie der Baum beim Wachsen aufgenommen hat)
  • Kostengünstiger als Öl oder Gas
  • Selbst bei einmaliger Füllung hält die Wärme sehr lang
NACHTEILE:
  • Lagerfläche für Holz nötig
  • Rauchentwicklung und Ascherückstände

Kaminofen mit Automatik

Der Unterschied zum regulären Holzofen ist ein integrierter Temperaturfühler, der in Abhängigkeit von der Temperatur über einzelne Luftkanäle die optimale Menge an Verbrennungsluft zuführt. Dabei wird das Holz vollständig verbrannt und so optimal genutzt.

2. Pelletofen

Ein Pelletofen, auch Pelletkamin genannt, hat einen Vorratstank. Dieser versorgt den Ofen selbstständig mit Holzpellets. Du musst also nur darauf achten, dass ausreichend Pellets eingelegt sind. Aus dem Vorratsbehälter werden die Pellets automatisch in den Brennraum transportiert, sodass die Heizleistung des Ofens konstant ist. Die Wärme lässt sich ganz einfach regulieren. Ein solcher Ofen verbrennt zwar ebenfalls Holz, jedoch in Form von Pellets. Diese sind aus Holzspänen gepresst, dadurch sehr sauber und stauben kaum. Durch die gleichmäßige Verbrennung geben sie konstant Wärme ab.
VORTEILE:
  • Weniger Asche und Staub
  • Gleichmäßige Wärmeabgabe
  • BAFA-bezuschusst
  • CO2-armes Heizen
NACHTEILE:
  • Trockene Lagerung der Pellets nötig
  • Kein gemütlich knisterndes Feuer

3. Elektrokamin

Elektrokamine kommen ohne Schornstein aus und sind deshalb eine tolle Alternative zum Holzofen. Die lodernden Flammen und die rote Glut werden durch ein Lichtsystem dargestellt. Ein Unterschied zu einem echten Feuer ist kaum erkennbar. Du kannst zwischen einer Stand- oder Wandkonstruktion wählen. Ein Elektrokamin wird mit Strom betrieben, sodass keine Kamingenehmigung vom Schornsteinfeger nötig ist. Elektrokamine benötigen keinen eigenen Rauchabzug. Die Temperatur wird hier wie bei einer Heizung einfach über ein Thermostat geregelt.
VORTEILE:
  • Einfacher Aufbau
  • Leicht zu bedienen
  • Keine Rauchentwicklung oder Ascherückstände
NACHTEIL:
  • Geringe Hitzeleistung
Mehr Elektrokamine
Mehr Elektrokamine
Mehr Elektrokamine
.

4. Gussofen

Ein Gussofen ist mit seiner rustikalen Optik oft das Sinnbild eines gemütlichen Kaminabends. Gusseisen ist aber auch praktisch: Es speichert die Wärme und ist sehr pflegeleicht.
VORTEILE:
  • Gute Wärmeverteilung und -speicherung
  • Geringe Haltungskosten, da kaum Verformungserscheinungen

5. Ölofen

Ölöfen werden mit Heizöl statt Holz betrieben. Durch die Verbrennung entsteht Konvektionswärme, wodurch sehr schnell die Raumluft erhitzt wird. Da keine Strahlungswärme entsteht, steigt die Hitze aber schnell nach oben an die Decke. Bei Ölöfen kann es deshalb zu Temperaturunterschieden zwischen Decke und Fußboden kommen.
VORTEILE:
  • Kleiner Tank reicht für eine Heizperiode
  • Sehr schnelles Aufheizen
  • Geringer Bedienaufwand

NACHTEILE:
  • Schwankende Heizkosten
  • Kein knisterndes Feuer

6. Kaminbausatz

Mit einem Kaminbausatz stellst du aus vorgefertigten Komponenten einfach deinen Wunschkamin zusammen. Entsprechend den persönlichen Vorstellungen und den Gegebenheiten des Raumes werden individuelle Kaminöfen kreiert. Diese Bausätze lassen sich schnell und einfach aufbauen. Aber auch hier muss ein Mindestabstand zu allen brennbaren oder wärmeempfindlichen Materialien eingehalten werden.
Große Wünsche, kleinen Raten.
Erfülle dir deinen Traum vom Kamin ganz einfach und unkompliziert mit unserer Ratenzahlung.

7. Kaminumrandung

Eine Kaminumrandung kann sowohl einen echten Kamin optisch aufwerten, als auch als Attrappe dienen. Bei Holzöfen müssen sowohl das Material als auch die Form den Anforderungen entsprechen; es darf natürlich nicht brennbar oder hitzeempfindlich sein. Bei Dekokaminen oder Elektrokaminen kannst du jedes Material und jede Form wählen.

8. Kaminofen-Zubehör

Ist der Kamin dann erst einmal da, darf natürlich das passende Zubehör nicht fehlen. Für Holzöfen eignet sich ein Kaminholzregal oder ein dekorativer Korb. Auch ein Kaminbesteck sollte zur Grundausstattung gehören. Mit Schaufel und Besen lassen sich Asche oder Ruß entfernen, der Schürhaken schützt vor Verbrennungen bei der Positionierung der Holzscheite.

9. Das musst du beim Kauf eines Kaminofens beachten

Was ist ein raumluftunabhängiger Kaminofen?

Ein Ofen benötigt Sauerstoff, um Heizstoffe überhaupt erst verbrennen zu können. Herkömmliche Öfen und Kamine beziehen den Sauerstoff unmittelbar aus dem Raum, in dem sie aufgestellt sind. Ein raumluftunabhängiger Kaminofen nutzt externe Verbrennungsluft als Zuluft, die er über einen externen Kanal oder einen doppelzügigen Schornstein bezieht. Allerdings benötigen diese speziellen Konstruktionen von Öfen und Kaminen eine Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt-Zulassung mit Z-Nummer).

Wann benötige ich einen raumluftunabhängigen Kaminofen?

Öfen mit externer Luftzufuhr sind besonders für gut gedämmte Räume, Wohnungen und Häuser geeignet, da hier nur wenig Frischluft ins Haus gelangt. Meist wird so ein Gerät dann empfohlen, wenn im Wohnraum eine mechanische Belüftungs- oder Entlüftungsanlage betrieben wird. Denn hier kann unter Umständen ein gefährlicher Unterdruck im Aufstellraum des Kamins entstehen, so dass die giftigen Rauchgase zurück in den Wohnraum gelangen. Mit einem raumluftunabhängigen Ofen treten solch ungünstige Druckverhältnisse gar nicht erst auf.

Welchen Vorteil haben Öfen mit Verkleidung?

Speckstein-, Naturstein- oder Keramik-Verkleidungen verleihen einem Kaminofen nicht nur eine elegante und hochwertige Optik, sondern unterstützen auch seine Funktion. Die Materialien speichern nämlich die Wärme, die beim Verbrennen entsteht, kurzzeitig ab und geben sie dann an den Raum weiter. Die Speicherung sorgt wiederum für eine ausgeglichene Wärmeausstrahlung: Die Verkleidung schützt den Aufstellraum vor Überhitzung (Heizphase) und erzeugt eine lang anhaltende und gleichbleibende Strahlungswärme (Abkühlphase). Granit und Sandstein zählen übrigens nicht zu den sogenannten Speichersteinen. Sie erfüllen lediglich dekorative Funktion.
Alles für deinen kuscheligen Kaminabend

super

ging so

gar nicht