Bett machen
Bett machen
Sollte ich jeden Morgen MEIN BETT MACHEN oder nicht?

Nach dem Aufstehen direkt das Bett machen und schon sieht das Schlafzimmer tipptop aus! So ungefähr wurden wir vermutlich alle von Kindesbeinen an erzogen. Ein ungemachtes Bett ist das Sinnbild einer unordentlichen Wohnung. Und je kleiner die Wohnung ist, desto chaotischer schaut das Ganze aus. Einen Moment mal – dabei ist es gar nicht eindeutig belegt, dass das Bettenmachen früh am Morgen wirklich so super ist.

Das spricht dafür, dein Bett jeden Morgen zu machen…

Ordnung ist das halbe Leben – und fängt direkt mit dem Bett am Morgen an. Studien haben belegt, dass Menschen, die regelmäßig ihr Bett machen, glücklicher sind. Warum das so ist? Direkt am Morgen eine kleine Aufgabe zu erledigen, stimmt viele Menschen positiv – selbst, wenn es dabei nur um das gemachte Bett geht. Außerdem wirkt ein Schlafzimmer mit gemachtem Bett gleich viel ordentlicher und ruhiger. Wer möchte nicht entspannt in den Tag starten?

…und das spricht gegen das Bettenmachen

Allerdings gibt es eine Fraktion, die sich vehement gegen das Bettmachen am frühen Morgen ausspricht – und damit sogar recht hat. Hier geht es nicht um fadenscheinige Argumente wie „Wer sein Bett macht, hat zu viel Zeit im Leben.“ Stattdessen spielen dabei Hygiene und Gesundheit eine Rolle. Denn nachts träumen wir nicht nur, wir schwitzen auch. Bis zu einen ganzen Liter Schweiß verlieren wir, während wir schlafen. Ein Teil davon verdunstet, den Rest saugen Bettwäsche und Matratze pflichtbewusst auf. Klingt nicht gut?

Um deine Matratze zu lüften und so einem Feuchtigkeitsstau vorzubeugen, der sogar zu Schimmel führen kann, ist es ideal, das Bett morgens zu lüften. Dafür legst du die Bettdecke ans Fußende des Bettes oder hängst sie über einen Stuhl und gibst der Matratze die Möglichkeit, zu atmen. Stichwort Hausstaubmilben: Diese fiesen Tierchen lieben eine dunkle, feuchte Umgebung. Und ungefähr so sieht es unter deiner gerade glatt gestrichenen Bettwäsche aus, wenn du morgens das Bett direkt nach dem Aufstehen machst. Vor allem Allergiker sollten diesen Tipp unbedingt beherzigen und das Bett generell etwas häufiger frisch beziehen.

Wie man’s macht, macht man’s verkehrt?

Nicht ganz. Nach dem Aufstehen lässt du das gesamte Bett mit zurückgeschlagener Bettdecke zunächst etwas auslüften. Nach ungefähr einer halben Stunde oder wenn du das Haus verlassen musst, darfst du das Bett aber selbstverständlich ordentlich machen. So hakst du morgens nicht nur eine, sondern gleich zwei Aufgaben ab: Bett lüften und Bett machen. Wenn das mal nicht Zufriedenheit pur auslöst!