Chic aber fahrlässige Konstruktion
Analog zur Hängevitrine ist auch dieser Glasvitrinenhängeschrank sehr modern und chic, allerdings ist er durch die fahrlässige Konstruktion nur bedingt zum Aufhängen geeignet.
Größter Risikofaktor sind die am Boden fehlenden Confirmat Schrauben.
Bereits der Deckel, bei dem diese zu den Seitenwänden Verbinungsschrauben fehlen, hat gerade mal eine Belastbarkeit von 5 kg, was mich sehr stutzig machte.
Letztendlich wird der ganze Schrank bei einem Eigengewicht von ca. 35kg (!), was einem Küchenoberschrank entspricht gerade mal von paar Ratex Verbindern zusammengehalten. Das ist für einen Standschrank auch i.O., weil dort eine andere Lastverteilung auf dem Boden herrscht.
Bei einem Hängeschrank ist es aber entweder mutig oder eben grob fahrlässig.
Ich habe jetzt analog zur Hängevitrine an der Rückseite die Konstruktion verstärkt, indem ich mit Eckwinkeln und Flachverbindern die Seitenwände und Deckel/Boden zusätzlich zusammengeschraubt habe.
Da ich aber den Hängeschrank auch etwas schwerer beladen wollte, hadere ich damit, ob ich im Boden und Seitenwänden nicht eigenständig Bohrungen für Confirmat Schrauben vornehme. Alternativ könnte man längere Holzverbindungsschrauben verwenden.
Gefahr ist halt dabei, wenn man die Bohrungen vermasselt oder die Schrauben schief eindreht, es sich um eine sichtbare Seite handelt.
Deckel ist letztlich irrelevant, weil man oben auf dem Schrank nichts schweres abstellt.
Ehrlich gesagt letztlich sehr miserabele Konstruktion für den aufgerufenen Preis.
Selbst ein gewöhnlicher Spiegelbadschrank aus dem üblichen Baumarkt ist sicherer konstruiert.