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Kaufberater für Wäscheständer

Ob Mehrpersonen- oder Single-Haushalt: Täglich fällt überall Schmutzwäsche an, die gewaschen und anschließend getrocknet werden muss. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Besonders schnell kannst du deine Wäsche in einem elektrisch angetriebenen Kondens-, Wärmepumpen- oder Ablufttrockner trocknen. Doch was ist mit empfindlichen Stoffen, die dafür nicht geeignet sind? Spätestens dann kommt der praktische Wäscheständer ins Spiel. Kleidungsstücke aus Seide und Wolle und selbstverständlich alle anderen Textilien trocknen auf einem Wand- oder Standtrockner auf sanfte Weise. Wäscheständer funktionieren ohne Strom und schonen deinen Geldbeutel, denn sie sind kostengünstig in der Anschaffung – und kostenlos im Unterhalt.

Haus, Balkon oder Garten: Der optimale Standort

Grundsätzlich empfiehlt es sich, gewaschene Textilien an der frischen Luft mithilfe von Wind und Sonne zu trocknen. Das geht schnell, spart Strom und die Wäsche erhält einen angenehm natürlichen Duft. Wenn du also Besitzer eines Gartens bist oder den Hinterhof des Mietshauses nutzen kannst, solltest du eine für den Außenbereich geeignete Wäschespinne wählen.

Ist es dir nicht möglich, Wäsche im Freien aufzuhängen, und steht dir aus Platz-, Kosten- oder Umweltgründen kein maschineller Trockner zur Verfügung, profitierst du von kleineren, flexibel einsetzbaren Standtrocknern für die Wohnung. Die praktischen Haushaltshelfer gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Sie kommen auf ein geringes Eigengewicht, manche Modelle sind zudem mit Rollen ausgestattet. So lassen sich die Wäscheständer einfach und unkompliziert überall dort positionieren, wo du sie gerade brauchst – bei schönem Wetter auch auf dem Balkon. Darüber hinaus gibt es Trocknervarianten zur Wandmontage, die im Badezimmer oder Waschkeller bestens aufgehoben sind.

Tipp zur Wäschetrocknung in Innenräumen: Vermeide Schimmelbildung! Während des Trocknungsvorgangs wird Feuchtigkeit von nassen Textilien an die Umgebungsluft abgegeben. Warme Luft kann dabei mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte, also solltest du in normalem Rahmen heizen. Die Bildung von Schimmel verhinderst du, indem du stoßweise durchlüftest. Die angesammelte Feuchtigkeit wird so aus der Raumluft nach draußen abgeleitet und kann sich nicht in den Wänden festsetzen.

Wäscheständer für Innenräume

Während Wäschespinnen im Außenbereich idealerweise fest im Boden verankert sind, gibt es für Wohnräume leichte, portable Wäscheständer. Sofern das Wetter mitspielt, spricht nichts dagegen, sie ebenfalls im Garten oder auf dem Balkon zu platzieren.

Der klassische Standwäschetrockner ist ein ca. 1,50 Meter hohes Gestell mit rechteckiger Trockenfläche und parallel gespannten Stangen. Diese haben den Vorteil, dass sie bei etwas schwereren Kleidungsstücken weniger durchhängen als Leinen. Mindestens zwei Standfüße geben den flexibel aufstellbaren Wäscheständern verlässlichen Halt. In der Regel lassen sie sich zusammenlegen und platzsparend bis zum nächsten Einsatz in der Nische hinter dem Schrank verstauen.

Heute sind neben den herkömmlichen Modellen zahlreiche moderne, ausgeklügelte Abwandlungen erhältlich, die individuellen Ansprüchen und räumlichen Gegebenheiten in kleinen und großen Wohnungen gerecht werden.

Flügelwäscheständer

Der Flügelwäscheständer ist die beliebteste Variante der Standtrockner. In Ergänzung zum klassischen Wäscheständer ist er mit ausklappbaren Seitenflügeln ausgestattet. Die gesamte Trockenlänge beträgt je nach Modell 13 bis 20 Meter, was maximal zwei Waschmaschinenladungen entspricht. Die Belastbarkeit liegt bei 15 bis 20 Kilogramm. Es ist allerdings ratsam, den Ständer nicht zu voll zu beladen. Mit etwas Luft zwischen den einzelnen Kleidungsstücken trocknen sie schneller.

Vor- und Nachteile: Der Flügelwäschetrockner bietet drei Flächen und damit mehr Platz zum Aufhängen deiner Wäsche: die Mitte für breite Textilien, die Flügel links und rechts für schmale und lange Wäschestücke. Wird eine Seite stärker belastet als der Mittelteil, kann der Ständer kippen. Im aufgebauten Zustand benötigt er zudem eine relativ große Stellfläche.

Turmtrockner

Der Turmtrockner oder auch Etagenwäscheständer ist 1,20 bis 1,80 Meter hoch. Er setzt sich zusammen aus zwei bis vier Gestängeebenen, die übereinander angeordnet sind. Die Gitter kannst du einzeln hoch- und herunterklappen und somit deinem Bedarf anpassen. Je nach Ausführung ergibt die Trockenlänge insgesamt bis zu 45 Meter. Sind Halterungen integriert, kannst du Kleiderbügel für Hemden und Blusen anbringen. Mit Rollen ausgestattet, gehören diese Modelle zu den mobilsten Vertretern der Wäscheständer.

Vor- und Nachteile: Der Turmtrockner nutzt den Platz in der Höhe und nimmt aufgrund seiner Bauweise nur wenig Grundfläche in Anspruch. Damit ist er optimal für kleine, enge Räume sowie zum Aufhängen langer Textilien wie Mäntel oder Bettwäsche. Bei sehr feuchter Kleidung kann es passieren, dass die Feuchtigkeit in den unteren Etagen langsamer verdunstet. Während oben hängende Kleidung bereits trocken ist, ist die unterste Lage möglicherweise noch feucht.

Badewannentrockner

Für geringe Wäschemengen und einzelne Kleidungsstücke eignet sich ein Badewannentrockner. Er besteht aus zwei aufklappbaren Teilen, die du entsprechend der Badewannenbreite auseinanderziehst und in A-Form auf dem Wannenrand positionierst. Speziell geformte, rutschfeste Füße sorgen für sicheren Halt und sind so beschaffen, dass sie die Oberfläche der Wanne nicht zerkratzen. Mit 16 bis 18 Stäben zum Aufhängen ergibt sich hier eine Trockenlänge von 10 bis 11 Metern. Für mehr Platz findest du unter den Badewannentrocknern ausziehbare Modelle.

Vor- und Nachteile: Badewannentrockner bewähren sich insbesondere beim Trocknen tropfnasser Wäsche, die du beispielsweise von Hand gewaschen hast. Die Nässe kann direkt durch den Wannenabfluss ablaufen und die Fußbodenfliesen bleiben trocken.

Ähnliche Variante: Es gibt Standtrockner, die mit vier bis fünf Stäben so schmal sind, dass sie direkt in die Badewanne passen.

Hängetrockner

Mit 5 bis 9 Stäben und einer Trockenlänge von 3 bis 8 Metern sind hängende Trockner ebenfalls für einzelne kleine und leichte Wäschestücke gedacht. Die Wandtrockner werden mit Schrauben fest an die Wand montiert, idealerweise direkt über der Badewanne, und sind in der Regel ausziehbar. Bei Nichtgebrauch verschwinden die Stäbe aus dem Sichtfeld hinter einer Blende. Darüber hinaus kannst du Wand-zu-Wand-Systeme mit Wäscheleinen kaufen, die eine deutlich höhere Kapazität haben.

Vor- und Nachteile: Wegen ihrer festen Montage brauchen die kompakten Wandtrockner nicht erst aufgebaut zu werden und sind mit einem Handgriff einsatzbereit – zum Beispiel auch zur dauerhaften Benutzung als Handtuchhalter. Ihr Platzbedarf ist ebenso minimal wie ihr Platzangebot. Entscheidend bei diesen Modellen ist außerdem, die zulässige Gewichtsbelastung nicht zu überschreiten.

Ähnliche Varianten:

  • Heizungs- und Balkonwäschetrockner sind vorteilhaft, wenn dir wenig Stellplatz zur Verfügung steht. Du kannst sie flexibel am Heizkörper, an der Balkonbrüstung und ebenso an der Duschwand einhängen. Sie sind leicht transportierbar, sodass sie dich auch auf Reisen begleiten. Doch auch diese Trocknervarianten können keine großen Wäschemengen aufnehmen.
  • Deckentrockner sind größere Konstruktionen mit einer Trockenlänge von rund 20 Metern. Sie werden am Überdach des Balkons oder an der Decke des Badezimmers oder Kellers angebracht. Ihr Trockengitter lässt sich absenken, sodass du bequem alle Kleidungsstücke aufhängen kannst.

Was ist beim Material zu beachten?

Flexibel aufstellbare Wäscheständer sind zur Verwendung in Innen- und Außenbereichen gleichermaßen gut geeignet – vorausgesetzt, das Material ist wetterfest und rostsicher. Die ersten Modelle wurden aus Holz angefertigt, was sich im Umgang mit nassen Textilien jedoch als ungeeignet erwies. Holz ist schwer und unhandlich und hat die Eigenschaft, Nässe aufzunehmen und aufzuquellen.

Moderne Wäscheständer bestehen heute aus Kunststoff oder Metall wie stabilem Edelstahl oder leichtem Aluminium. Damit sind sie robust und widerstandsfähig und auf eine häufige Benutzung ausgelegt. Gleiches gilt für Wäschespinnen, die draußen stehen und witterungsbeständig sein müssen. Normalerweise erfordern sie keine intensive Pflege, sollten hin und wieder aber mit einem angefeuchteten Tuch gesäubert werden.

Darüber hinaus ist zu beobachten, dass Wäscheleinen immer mehr den Trockenstangen bzw. -stäben weichen. Das hat einen ganz praktischen Grund. Stäbe sind belastbarer und geben auch langfristig weniger nach. Halte jedoch immer die maximale Belastbarkeit ein, da die Stäbe andernfalls an den Schweißnähten brechen können.

Tipp: Wenn du dich für einen Wäschetrockner mit Metallstangen entscheidest, achte darauf, dass sie pulverbeschichtet oder lackiert sind. So vermeidest du Rost und Abfärbungen auf deiner frisch gewaschenen Wäsche.

Deine Checkliste

Der Wäscheständer gehört zu den unverzichtbaren Tools im Haushalt. Auch wenn du bereits einen elektrisch betriebenen Trockner hast, leistet er dir wertvolle Dienste. Die folgenden Kriterien helfen dir bei der Auswahl des richtigen Modells.

  • Standort: Wo möchtest du den Wäschetrockner aufstellen: innerhalb der Wohnräume oder im Freien? Bei Wäschespinnen mit festem Stellplatz im Außenbereich achte auf rostfreie, wetterfeste Materialien. Innerhalb der Wohnung ist ausschlaggebend, ob ausreichend Stellfläche für einen Standtrockner vorhanden ist oder eher ein Wandtrockner infrage kommt.
  • Wäscheaufkommen: Die anfallende Wäschemenge ergibt sich hauptsächlich aus der Anzahl der Personen. Single-Haushalte kommen bestens mit einem Turm- oder Flügelwäschetrockner gut zurecht. Für Familienhaushalte mit Kindern empfiehlt sich eine Kombination aus mehreren Trocknervarianten. In jedem Fall vorteilhaft sind ausziehbare Modelle, die die Trocknungsfläche bei Bedarf vergrößern.
  • Aufbewahrung: Wäscheständer, die nicht dauerhaft installiert sind, benötigen Stauraum, während sie nicht benutzt werden. Hier sind zusammenfaltbare Ausführungen die beste Wahl.
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