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Ratgeber Küchenarbeitsplatten

Solide Ablagen für Küchenzeile und Kochinsel

So wie du den Pizzateig bearbeitest und mit den Töpfen und Pfannen darauf hantierst, wunderst du dich selbst immer wieder, wie viel deine Küchenarbeitsplatte aushält. Und dabei sieht sie in den warmen Holzfarben auch noch richtig super aus. Dieser Ratgeber verrät dir, welche Maße die Arbeitsplatte für dich haben sollte, was es bei der Reinigung und Pflege zu beachten gilt und wie du daraus einen Kochplatz zum Sitzen, ein Regal oder einen Raumteiler zauberst:

Platz zum Kochen und Backen: Küchenarbeitsplatten im Einsatz

Die Küchenarbeitsplatte bietet als Ablage praktischen Stauraum für Toaster, Wasserkocher und andere Küchengeräte. In erster Linie aber wird hier gekocht und gebacken. Du bereitest auf der Arbeitsplatte deine Speisen vor, schneidest und wäschst sie. Damit du dabei nicht weit laufen musst, wird die Spüle meist direkt in die ebene Platte eingelassen. In Tiefe, Breite und Stärke kannst du die Oberfläche genau auf deine Küchenunterschränke anpassen und deine Küche flexibel gestalten.

Optisch spielt die Küchenarbeitsplatte ebenfalls eine Rolle. Im warmen Holzdesign harmoniert sie wunderbar mit dem bodenständigen Landhaus-Stil. Modern wird es mit bedruckten Platten in cleaner Steinoptik. Doch nicht nur als Arbeitsfläche lassen sich Küchenplatten nutzen. Du kannst damit auch eine Kochinsel oder einen Tisch bauen, der als Raumteiler ins Zimmer ragt.

Tipp: Weiße Küchen mit hellen Arbeitsplatten wirken besonders luftig und eignen sich gut für kleine Räume. Du kannst hier aber auch zu einer dunklen Küchenarbeitsplatte greifen, die auf den hellen Möbeln zu schweben scheint.

Holz und Kunststoff: Welches Material soll es sein?

Genau wie Möbel sind Küchenarbeitsplatten im wohnlichen Holzdesign sehr beliebt. Hier muss es jedoch nicht immer schweres Massivholz sein. Diese Übersicht zeigt dir, wo die Vorteile der verschiedenen Materialien liegen.

Massivholz: individuell und natürlich

Von Massivholz ist die Rede, wenn die Arbeitsplatte komplett aus einem Holzstück gefertigt ist. Die Platten sind besonders massiv und haben eine charakteristische und individuelle Maserung, weshalb jedes Modell ein Unikat ist. Als Naturprodukt können Küchenarbeitsplatten aus Holz nachdunkeln und sollten regelmäßig imprägniert werden, um weniger feuchtigkeitsempfindlich zu sein. Da die meisten Hölzer recht weich sind, solltest du hier außerdem beim Arbeiten ein Schneidebrett benutzen.

Schichtstoff: pflegeleicht und vielseitig

Eine günstige und pflegeleichte Alternative zu Küchenarbeitsplatten aus Massivholz sind Varianten aus Kunststoff beschichteten Spanplatten. Sie sind deutlich leichter als die massiven Platten und zugleich härter, sodass sie etwas weniger anfällig für Kratzer oder Schrammen sind. Vor allem aber sind Flüssigkeiten oder Fettspritzer dank der Schutzschicht nicht weiter schlimm und leicht abzuwischen. Weiterer Vorteil: Holzwerkstoffe gibt es in vielen Designs und Farben. Du kannst zwischen dem klassischen Holz-Look, glänzenden Platten oder Varianten mit Steindruck wählen.

Tipp: Wenn du eine robustere Küchenarbeitsplatte suchst, sind Modelle aus Beton, Kunststein oder Mineralwerkstoff empfehlenswert. Bei den Naturmaterialien gilt Granit als besonders strapazierfähig.

Maße und Stärke: Darauf solltest du vor dem Kauf achten

Wie dick deine Küchenarbeitsplatte sein sollte, hängt neben dem Material auch von deiner Körpergröße und deinen persönlichen Vorlieben ab. Hier erfährst du, welche Kriterien du bei der Wahl deiner Arbeitsplatte im Auge haben solltest.

Maße: Länge und Breite

Bei der Länge und Tiefe deiner Küchenarbeitsplatte solltest du dich an deinen Küchenmöbeln orientieren. Die Standardbreite von 60 cm geht mit der Breite der meisten Unterschränke konform. Ein paar Zentimeter darf die Platte ruhig überstehen, dann sind die Schrankfronten vor herabtropfendem Wasser geschützt. Damit du genug Stellfläche und ausreichend Platz zum Arbeiten hast, sollte die Küchenarbeitsplatte so lang wie möglich sein. Die Spüle und das Kochfeld sollten dabei mindestens 90 cm auseinanderliegen.

Tipp: Bei vielen Küchenarbeitsplatten kannst du beim Kauf zwischen unterschiedlichen Breiten und Längen wählen und leicht auf deine Räumlichkeit und deine Möbel abstimmen.

Stärke: Dicke und Abstand

Die Durchschnittsstärke von Küchenarbeitsplatten liegt bei 40 mm. Kleine Arbeitsplatten oder Varianten aus sehr festem, schweren Massivholz können auch zwischen 20 und 30 mm dick sein. Ist deine Küchenzeile oder dein Küchenblock jedoch recht lang, solltest du eine solidere Platte wählen, damit diese nicht durchhängt.

Willst du die bestehende Arbeitsplatte in deiner Küche auswechseln, ist es ratsam, dass die neue Platte genauso stark ist wie die vorherige. Zumindest dann, wenn du mit dem Abstand zu den Hängeschränken zufrieden bist. Diese sollten 50 cm über der Arbeitsfläche liegen. Bei einer neuen Küche solltest du darauf achten, dass die Küchenarbeitsplatte 10 bis 15 cm unter deinen Ellenbogen endet. So gehst du sicher, dass du ergonomisch arbeiten kannst.

Tipp: Noch angenehmer sind unterschiedlich hohe Arbeitsflächen in der Küche. Der Kochbereich liegt bestenfalls 25 cm unterhalb deiner Ellenbogen, damit du bequem in großen und hohen Töpfen rühren kannst. Die Küchenspüle darf aufgrund des tiefen Beckens gerne 15 cm über Ellbogenhöhe sitzen.

Kanten: Leisten und Umleimer

Damit deine Küchenarbeitsplatte rundum vor Wasser und anderen Flüssigkeiten geschützt ist und insbesondere im Falle von Holz- oder Spanplatten nicht aufquellen kann, lassen sich die Kanten mit Leisten aus Holz oder Metall verblenden. Liegen die Seiten offen, nachdem du deine Arbeitsplatte mit einer Säge zugeschnitten hast, kannst du sie mit einem farblich abgestimmten Umleimer versiegeln. Die dünnen Kantenschutzteile lassen sich einfach mit einem Bügeleisen am Plattenrand anbringen.

Tipp: Oftmals werden die passenden Umleimer zu deiner Küchenarbeitsplatte bereits mitgeliefert.

Von Bar bis Regal: So kannst du die Arbeitsplatten noch einsetzen

Für ein stimmiges Gesamtbild lassen sich mit Küchenarbeitsplatten auch noch andere Bereiche ausstatten. Du kannst damit sogar neue Möbel bauen. Hier kommen ein paar Ideen zur Inspiration.

  • Erweitere deine Küchenzeile nahtlos um einen Tresen oder einen Tisch. Hier kann dir deine Familie beim Kochen Gesellschaft leisten und du hast die Möglichkeit, die Zutaten im Sitzen zuzubereiten.
  • Befestige eine passende Arbeitsplatte als horizontalen Seitenabschluss bzw. Wange an deiner freistehenden Kücheninsel oder Thekenblock. Dadurch wird dein Kochbereich dekorativ umrahmt.
  • Dünne Arbeitsplatten kannst du sogar als Küchenrückwand einsetzen. Der Spritzschutz wirkt wie aus einem Guss, wenn die beiden Platten einheitlich ineinander übergehen.
  • Du brauchst mehr Stauraum? Aus den Küchenarbeitsplatten lassen sich einfach Wandregale und Wandboards basteln. Dafür brauchst du nur Schrauben, Winkel und die entsprechenden Dübel.

Saubere Sache: Fünf Pflege-Tipps für deine Küchenarbeitsplatte

Ein hygienischer Arbeitsplatz ist in der Küche unerlässlich. Dazu gehört auch eine saubere Arbeitsplatte. Hier kommen fünf Tipps zur Pflege und Reinigung.

  1. Egal, ob Massivholz oder Holzwerkstoff – beide Materialien sind hitzeempfindlich und können von heißem Geschirr Brandflecken bekommen. Nutze daher stets einen Topfuntersetzer. Um das Material zu schonen, empfiehlt sich beim Schneiden außerdem eine Unterlage.
  2. Arbeitsplatten aus Holzwerkstoff lassen sich mit einem feuchten Lappen und Spülmittel reinigen. Bei Massivholz solltest du vorsichtig mit Wasser umgehen und das Holz regelmäßig wachsen oder ölen, um es vor Flecken und Nässe zu schützen.
  3. Mit Schleifpapier lassen sich viele Schrammen und Kratzer aus Massivholz entfernen. Nicht vergessen, das Holz anschließend wieder zu imprägnieren!
  4. Offene Seiten- und Stoßkanten sollten auch bei Schichtstoffplatten möglichst direkt mit Umleimer oder Extra-Blenden verschlossen werden.
  5. Vor dem Einbau der Spüle solltest du den Ausschnitt der Platte mit Silikon abdichten, damit der Werkstoff nicht durch Feuchtigkeit aufquillt. Das Gleiche gilt für die Schnittkante bzw. Fuge, wo sich zwei Arbeitsplatten in L- oder U-förmigen Küchen treffen.

Fazit: Küchenarbeitsplatten sind die Basis für deinen Kochalltag

Schneiden, Putzen, Kochen und Backen – all das erledigst du jeden Tag auf deiner Küchenarbeitsplatte. Hier kannst du noch einmal zusammengefasst nachlesen, was es beim Kauf zu beachten gibt:

  • Küchenarbeitsplatten aus Massivholz bringen ein Stück Natur in deine Küche. Sie sind äußerst massiv und langlebig, vertragen jedoch weder Feuchtigkeit noch Hitze. Zum Schneiden unbedingt eine Unterlage und für heiße Töpfe einen Untersetzer benutzen!
  • Küchenarbeitsplatten aus beschichtetem Holzwerkstoff bieten sich als preiswerte, pflegeleichte und vielseitige Alternative an. Sie lassen sich einfach abwischen und müssen nicht regelmäßig imprägniert werden. Zum Schutz solltest du aber auch hier nicht direkt auf der Platte schneiden.
  • Die meisten Platten haben eine Standardbreite von 60 cm und sollten sich in Länge und Tiefe nach deinen Unterschränken richten. Wahre zu den Hängeschränken einen Abstand von 50 cm ein.
  • Eine Plattenstärke von 40 mm ist Durchschnitt. Je kürzer und solider die Platte ist, umso dünner darf sie auch sein.
  • Offene Schnitt-und Seitenkanten lassen sich mit Silikon oder gesonderten Außenblenden abdichten. Du kannst sie auch durch Umleimer mit dem Bügeleisen versiegeln.
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