Garten gestalten
IDEEN UND TIPPS für die Gartengestaltung
Garten gestalten

Ob Groß oder Klein: Ein schöner Garten lässt uns entspannen und neue Kraft tanken. Wir erklären, welche Gartenarten es gibt, und geben Tipps und Anregungen, wie ihr euren Garten gestalten könnt.

Gartenart bestimmen

Bevor es an den Spaten geht, ist die Gartenart festzulegen: Dient der Garten vor allem zur Entspannung oder sollen auch Obst und Gemüse angebaut werden? Werden im Garten regelmäßig Gäste empfangen oder wird er nur als eigener Rückzugsort genutzt? In Abhängigkeit von dieser Fragestellung wird die Ausrichtung des Gartens bestimmt: Wird es ein Zier-, Nutz- oder Naturgarten?

Ziergarten

Ein Ziergarten dient vor allem zur Erholung, zum Genießen und zur Repräsentation. Bepflanzt werden diese Gärten unter ästhetischen Gesichtspunkten mit Blumen, Sträuchern und Stauden. Beliebte Varianten des Ziergartens sind der Steingarten und der Japanische Garten.

Steingarten
Steingarten

Ein Steingarten besteht aus einem steinigen Boden, der oft mit Kieseln abgedeckt wird. Steingärten sind relativ pflegeleicht. Sie sollen die Landschaft von Gebirgen nachbilden und benötigen deshalb auch entsprechende Pflanzen, die robust sein müssen.

Geeignete Pflanzen für einen Steingarten sind polsterbildende Stauden. Sie breiten sich relativ schnell aus und bedecken die Steine mit ihren vielen Blüten. An sonnigen Plätzen kannst du Kräuter wie Rosmarin oder Salbei pflanzen. Für mehr Grün im Steingarten eignen sich ganzjährig grüne Gräser wie Chinaschilf oder Rutenhirse.

Japanischer Garten

Der Japanische Garten ist eine Landschaft im Kleinformat. Ziel ist ein in sich geschlossenes Gartenbild, das Harmonie und Ruhe ausstrahlt. Wichtige Bestandteile des Japanischen Gartens sind Wasserstellen und Steinelemente, die sich natürlich in die Gartengestalung einfügen. Verschlungene Wege und Dekoelemente wie Buddha-Statuen laden zum Verweilen und Entdecken ein.

Japanischer Garten
Gartenbrunnen
Gartenbrunnen
Nutzgarten

Im Gegensatz zum Ziergarten dient der Nutzgarten vor allem der Erzeugung von Nahrungsmitteln. Hier dominieren Gemüse- und Kräuterbeete sowie Obstbäume. Gewächshäuser erleichtern die Pflanzenanzucht und verlängern die Erntezeiten.  Bei der Anlage von Nutzgärten spielen ästhetische Aspekte keine so große Rolle: Über die Struktur des Gartens entscheiden vielmehr Boden- und Lichtverhältnisse.

Naturgarten

Beim Naturgarten wird gestalterisch so wenig wie möglich eingegriffen. Liebhaber dieser Gartenart erfreuen sich an der wildromantischen, ungezwungenen Atmosphäre.

Üppige Vegetation aus heimischen Pfanzen, umweltfreundliche Wasserstellen sowie natürliche Materialien bilden den perfekten Rückzugsort für Mensch und einheimische Tiere.

Naturgarten

Natürlich gibt es innerhalb eines Gartens manchmal auch bewusste Überschneidungen der genannten Arten geben. In einem Zier- oder Naturgarten kann es beispielsweise auch einen Bereich für den Anbau von Gemüse oder Kräutern geben. Andererseits sind Zierbeete eine schöne Ergänzung in Nutz- oder Naturgärten. Klare Abgrenzungen der unterschiedlichen Bereiche lassen dabei ein harmonisches Gesamtbild entstehen.

Garten gestalten

Ist die grundsätzliche Ausrichtung des Gartens festgelegt, geht es an seine Ausgestaltung.

  1. Hierfür gilt es, zuerst den Garten in Abhängigkeit von Bodenqualität und Lichtverhältnissen in Zonen einzuteilen: Sitzplatz, Gemüsebeete, Zierbeete, Teich, Feuerstelle oder Spielecke für Kinder. Optische Abgrenzungen dieser Zonen – zum Beispiel durch Hecken – bringen Struktur in den Garten und lassen ihn größer wirken.
  2. Im zweiten Schritt werden die Wege zwischen diesen Zonen festgelegt: geschwungene Pfade verkürzen den Garten optisch, während ihn gerade Wege tiefer wirken lassen.
  3. Schließlich geht es an die Auswahl der Pflanzen. Wählt ihre Größe in Abhängigkeit von der Gartengröße; kleine Gärten wirken mit ausladenden Sträuchern und großblättrigen Pflanzen schnell überladen. Hier empfehlen sich stattdessen hochwachsende Sträucher und Blumen mit kleinen Blättern und Blüten.

Die Atmosphäre und die Stimmung des Gartens werden neben der Struktur und Bepflanzung maßgeblich durch die Wahl der Gestaltungselemente beeinflusst. Aufeinander abgestimmte Materialien, Stile und Dekoarten ergeben ein rundes Gesamtbild.

Sitzbereich

Urige Holzstühle oder moderne Outdoor-Lounge? Form und Material der Gartenmöbel sollten zum Gartentyp passen. Der Trend geht zum Freiluftzimmer: große Loungemöbel und Esstischgruppen, die in Design und Funktionalität an Wohn- und Esszimmer erinnern.

Gartenmöbel
Beete

Ob Gemüse- oder Blumenbeet: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Beete in den Garten zu integriere. Kräuterspiralen sind nicht nur praktisch, sondern auch ein echter Hingucker. Bei kleinen Gärten erfreut sich hingegen das Hochbeet einer immer größer werdenden Beliebtheit. Ein Frühbeet ermöglicht die Vorkultur verschiedener Gemüsearten und ist eine Alternative zum klassischen Gewächshaus. Erfahre alles zu den verschiedenen Beeten in unserem Ratgeber.

Wasserstellen

Wasserstellen sind ein wichtiges Gestaltungselement für jeden Garten. Ob dekorativer Brunnen, naturbelassener Gartenteich oder moderner Pool: Wasser strahlt Ruhe und Lebendigkeit aus.

Teiche & Zubehör
Gartendekoration

Das i-Tüpfelchen jedes Gartens ist die Dekoration: Bepflanzte Spaliere dienen als Sichtschutz und schaffen Privatsphäre. Outdoorleuchten und Feuerschalen erzeugen in den Abendstunden eine stimmungsvolle Atmosphäre; Vogeltränken und -häuser bringen Leben in den Garten, während Gartenfiguren zum Entdecken einladen.

Erfüllt euch eure Gartenträume