Polstermöbel reinigen
Polstermöbel reinigen
So pflegst du COUCH und LEDERSOFA

Endlich ist es soweit: Das neue Sofa ist da. Es ist herrlich gemütlich und passt super zu deinen anderen Wohnzimmermöbeln. Aber so ein Möbelstück ist in erster Linie ein Gebrauchsgegenstand. Staub und Lebensmittelreste lagern sich ab. Vielleicht hinterlassen auch Kinder einen Süßigkeitenfleck oder die Katze verliert Haare, wenn sie es sich gemütlich macht. Damit Polstermöbel langfristig schön und sauber bleiben, solltest du sie regelmäßig reinigen und pflegen. Wir zeigen dir, wie das geht.

So werden Sofa, Sessel und Co. wieder sauber

Auf Polstergarnituren tobt das pure Leben - vom gemütlichen Relaxen nach Feierabend bis zur fröhlichen Feier mit Freunden. Da sind die Sitzgelegenheiten so einigen „Gefahren“ ausgesetzt: Kurz eingenickt und Make-up auf dem Ohrensessel verteilt? Ein Stück Schokolade hat es nicht ganz bis in den Mund geschafft? Vor lauter Lachen Rotwein verschüttet? Nachfolgend findest du hilfreiche Tipps und Tricks, wie du deine Polstermöbel reinigst:

  • Schnell handeln: Entferne Verschmutzungen immer direkt. Eingetrocknetes ist viel schwieriger sauber zu bekommen.
  • Von außen nach innen tupfen: So verteilst du den Schmutz nicht noch weiter.
  • Das richtige Tuch verwenden: Verzichte auf scheuernde Schwämme und nimm lieber ein weiches Baumwolltuch. Dann wird empfindlicher Stoff nicht beschädigt.
  • Vorsichtig reiben: Sonst dringt der Schmutz noch tiefer ins Gewebe und setzt sich dort fest.
  • Vorab testen: Zitronensäure beispielsweise ist ein natürliches Bleichmittel. Dunkle Stoffe werden zwar sauber, können sich aber aufhellen. Auch andere Reinigungsmittel oder spezielle Reinigungsgeräte solltest du vorher an einer unauffälligen Stelle testen. Schließlich möchtest du ja sichergehen, dass das Material die Reinigung verträgt und die Farbe erhalten bleibt.
Welche Reinigungs-Möglichkeiten gibt es?

Deine Polstermöbel kannst du mit einem Dampfreiniger behandeln. Nimm dazu eine stoffüberzogene Dampfdüse, um das Material zu schonen. Außerdem solltest du die Pflegehinweise des Herstellers deiner Polstermöbel beachten: Hält das Material höhere Temperaturen aus? Ist es robust genug? Der Dampf säubert und tötet Hausstaubmilben ab. Aber Achtung: Lass deine Polstermöbel beim Reinigen nicht zu nass werden. Sie müssen danach gut durchtrocknen, sonst bieten sie Milben einen noch besseren Lebensraum.

Möbelreinigung und -pflege
Welche Hausmittel helfen bei der Polsterreinigung?

Heutzutage gibt es für fast alles ein spezielles Reinigungsmittel. Oft hast du aber schon alles im Haushalt, was du brauchst. Mit diesen Hausmitteln kannst du deine Polstermöbel ohne Chemie reinigen:

  • Wasser und Seife/Spülmittel: Kleines Malheur passiert? In den meisten Fällen ist das nicht dramatisch und du kannst den Fleck mit einer einfachen Seifenlösung aus dem Polster entfernen. Diese löst Fett. Du kannst sie bei fast jeder Verschmutzung benutzen. Nur bei Blut, Urin und Ei solltest du lieber ausschließlich mit kaltem Wasser arbeiten.
     
  • Natron und Backpulver: Das sind Wundermittel beim Backen und Putzen, die in vielen Haushalten sowieso vorhanden sind. Sie neutralisieren unangenehme Gerüche und wirken desinfizierend. Gib eine Natron- bzw. Backpulver-Paste aus 3 EL Pulver und 3 EL Wasser oder einem ähnlichen Mischverhältnis auf den Fleck, um das Sofa richtig zu reinigen. Lass das Pulver ein paar Stunden oder über Nacht einwirken und sauge es anschließend ab.
     
  • Salz: Das Gewürz hilft zum Beispiel bei Blut und Rotweinflecken. Gib viel Salz auf die zu säubernde Stelle, massiere es vorsichtig ein, lasse es wirken und streiche es anschließend herunter.
     
  • Essig: Die Universalwaffe beim Putzen. Wie mit vielen anderen Hausmitteln kannst du deine Polstermöbel damit umweltfreundlich reinigen. Trotz der enthaltenen Säure ist dieses Reinigungsmittel recht materialschonend. Aus Polstern entfernt Essig unter anderem muffigen Geruch. Dazu einfach ein Teil Apfelessig mit zwei Teilen Wasser mischen und mit einem Schwamm auf Couch, Sessel und Co. verteilen.
     
  • Zitronensäure: Möchtest du hartnäckige Flecken entfernen, aber gleichzeitig auf chemische Produkte verzichten? Verwende industriell hergestellte Zitronensäure oder presse einfach Zitronensaft aus.
Reinigungsmittel
Reinigungszeitraum: Was steht wann an?
  • Nach Bedarf: Vor allem wenn du auf dem Sofa isst, solltest du Lebensmittelrückstände direkt entfernen. Auch andere Flecken auf Couch und Co. sind viel leichter zu reinigen, wenn du sie nicht eintrocknen lässt.
     
  • 1 Mal wöchentlich: Sauge Krümel, Haare, Tierhaare, Schuppen, Staub usw. ab. Diesen Vorgang kannst du einfach in deine wöchentliche Putzroutine integrieren. Verwende am besten die Polsterdüse des Staubsaugers. Vergiss Ritzen und Nähte nicht!
     
  • 1 – 2 Mal pro Jahr: Stoffbezüge, die sich abnehmen lassen, kannst du von Zeit zu Zeit in der Maschine waschen. Beachte dabei die Herstellerangaben zu Temperatur und Waschgang. Kannst du Bezüge nicht separat waschen, besorge dir einen Dampfreiniger oder leihe ein Gerät für die Polstermöbelreinigung im Baumarkt aus.
Reinigungszeitraum
Was hilft wann? Flecken und ihre Gegenspieler

Bei einigen Sessel- und Sofa-Polstern kannst du den Bezug abziehen, um ihn in der Waschmaschine zu reinigen. Aber auch wenn das bei Couch, Sessel und Co. nicht geht, gibt es viele Möglichkeiten, Verschmutzungen loszuwerden. Hier findest du Tipps, welche Flecken du mit welchen Mitteln entfernen kannst:

Kaffee

  • Mineralwasser
  • Dampfreiniger

Blut
Bei frischen Flecken:

  • Mit kaltem Wasser vorbehandeln
  • Flüssigkeit mit Tuch oder Küchenkrepp aufsaugen

Bei eingetrockneten Flecken:

  • 1 EL Zitronensäure und 100 ml Wasser/Salzwasser/dickflüssige Masse aus Waschpulver und Wasser
  • Alternativ: Gallseife oder in einem Glas Wasser aufgelöste Aspirin-Tablette
  • Einwirken lassen
  • Abspülen
  • Falls nach der Reinigung noch Ränder sichtbar sind, vorsichtig Backpulver einreiben und mit nassem Lappen abwischen

Urin

  • Rasierschaum, Glasreiniger oder Polsterschaum
  • Reinigungsmittel mit feuchtem Tuch entfernen

 

Fett

  • Stelle mit lauwarmem Wasser befeuchten
  • Spülmittel, Flüssigseife oder Kartoffelstärke auftragen
  • Vorsichtig einmassieren
  • Einwirken lassen
  • Seife mit Wasser abwaschen oder Kartoffelstärke absaugen

Rotwein

  • Salz, Weißwein oder Zitronensaft ca. 15 Minuten einwirken lassen
  • Flüssigkeit mit Küchenpapier aufsaugen
  • Restliche Rückstände mit Seife und Wasser entfernen

Lippenstift

  • Baumwolltuch
  • Stelle mit Waschbenzin einreiben
  • Rückstände wegwischen

Soßen

  • Lauwarmes Wasser
  • Spülmittel

 

Milch

Frische Flecken:

  • Kalte/handwarme Seifenlauge
  • Seifenrückstände mit klarem Wasser entfernen
  • Trocken tupfen

Eingetrocknetes:

  • Waschmittel, Kern- oder Gallseife mit einer weichen Bürste auftragen und mit warmem Wasser abspülen
  • Essig oder Zitronensaft gegen den Milchgeruch
  • Alternativ: spezielle Milchfleckenentferner aus dem Drogeriemarkt

Schokolade

  • Schokoladenreste mit einem Messer vorsichtig abkratzen
  • Fleck mit kalten Wasser aufweichen
  • Warmes Wasser und Spülmittel oder Gallseife einwirken lassen
  • Nach dem Auswaschen Zitronensaft auf die entsprechende Stelle geben, kurz einwirken lassen und dann abspülen

 

Make-up

  • Babypuder oder Backpulver bei fetthaltigen Produkten
  • Alternativ: Schaum von Gallseife vorsichtig von außen nach innen in den Fleck einarbeiten (z. B. mit einer unbenutzten Zahnbürste)
  • Einige Minuten einwirken lassen
  • Mit einem Tuch und klarem Wasser nachbehandeln

Wachs

  • Wachs mit Kühlakku usw. kühlen, bis es ganz fest ist
  • Material mit Spachtel oder Messer ohne Wellenschliff abschaben
  • Löschpapier auf das Wachs legen
  • Fleck bügeln (ca. 40 °C)
  • Das Wachs verflüssigt und wird vom Löschpapier aufgesogen
  • Restliche Rückstände mit Waschbenzin reinigen

Kaugummi 

  • Mit Coolpack oder Eiswürfeln in einer Tüte aushärten
  • Abziehen bzw. herausbürsten

 

Polstermöbel aus Stoff oder Leder richtig pflegen

Reibung beim Sitzen, abfärbende Kleidung, trockene Heizungsluft im Winter, UV-Strahlung im Sommer, Flecken durch verschüttete Getränke und vieles mehr: Sofas, Sessel und Hocker müssen so einiges aushalten. Damit Polstermöbel aus Stoff oder Leder auch nach Jahren noch schön aussehen und sich geschmeidig anfühlen, solltest du sie gut pflegen:

  • Regelmäßig absaugen mit geeignetem Aufsatz, etwa einer Polsterdüse.
  • Möbelstück an einem Ort im Raum aufstellen, auf den keine pralle Sonne fällt. Sonst bleicht die Farbe des Stoffs durch UV-Strahlung aus.
  • Sofa und andere Sitzgelegenheiten mindestens 30 cm entfernt von der Heizung aufstellen, damit Luft zirkulieren kann und die Wärme dem Material nicht schadet.
  • Lederpflege-Lotion aus dem Fachhandel kaufen oder Lederpolitur selber machen: 300 ml Leinöl kochen, mit 300 ml Essig mischen und mit einem Tuch auf der Oberfläche verteilen.
Spezialfall Leder

Dieses Naturprodukt versprüht einen edlen, wertigen Charme. Damit Ledersofas und -sessel langfristig schön bleiben, solltest du das Material regelmäßig reinigen und pflegen:

Schmutz dringt nicht so leicht in das Material ein wie bei Stoff-Sofas und Co. Deshalb entfernst du Flüssigkeiten, Essensreste und andere leichte Flecken zur Grundreinigung mit einem nebelfeuchten Tuch. Dazu kannst du Leitungswasser verwenden. Noch besser eignet sich abgekochtes oder destilliertes Wasser, da dann keine Kalkrückstände entstehen. Rauleder kannst du mit einem Staubsauger und einer weichen Möbelbürste absaugen. Polstermöbel aus Nubuk- und Veloursleder reinigst du mit Wasser und milder, rückfettender Seife. Achte allerdings darauf, dass das Material nicht zu nass wird und gut durchtrocknet. Auch mit einem speziellen Lederradiergummi kannst du Flecken auf der Oberfläche verschwinden lassen.

Tipp:

Fettlösende Reiniger wie Spülmittel trocknen das Material aus. Greife lieber zu rückfettender Seife, reiner Kernseife oder nimm einfach nur Wasser.

Unangenehmen Gerüchen wirst du mit Kaffee Herr. Reibe frisch gebrühten Kaffee auf die Oberfläche und wische mit einem feuchten Tuch nach.
Alternativ: Etwas Kernseife in destilliertem Wasser auflösen, Leder abreiben und gut trocknen lassen.

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