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Fernseher sind längst viel mehr als schlichte Abspielgeräte für das Fernsehprogramm. Doch welche verschiedenen Ausführungen von TV-Geräten gibt es und wie unterscheiden sie sich? Und was verbirgt sich hinter Kürzeln wie LCD, 4K oder OLED? Hier erfährst du, worauf es beim Fernseherkauf wirklich ankommt. Und wie du das richtige Modell für dein Zuhause auswählst. Hier gehts zum Ratgeber.

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Fernseher – Kaufberatung

Die Zeiten von Opas Röhrenfernseher sind endgültig vorbei. Moderne Flachbildfernseher sind nicht nur schön schlank, sie beeindrucken auch durch ihre Bildqualität und schiere Größe. Außerdem macht sie ihre Ausstattung zu Allroundern für den Multimediagenuss, inklusive der Möglichkeit, Serien direkt aus dem Internet zu streamen und YouTube-Videos auf dem großen Bildschirm anzusehen. Allerdings fällt es angesichts der Funktionsvielfalt von Fernsehern schwer, den Überblick zu behalten. Dazu kommen die vielen Fachbegriffe rund um TV-Geräte und ihre Eigenschaften. Mit dieser Kaufberatung fällt dir die Orientierung leichter.

LCD, LED, OLED – worin besteht der Unterschied?

Viele Menschen stellen sich beim Kauf eines Fernsehers die Frage nach dem Unterschied zwischen LCD und LED. Tatsächlich ist jeder LED-Fernseher auch ein LCD-Fernseher. Denn das Kürzel LCD (Liquid Crystal Display) sagt aus, dass der Bildschirm eines TV-Geräts aus Flüssigkristallen besteht – und das trifft auf alle modernen Flachbildfernseher zu.

Der zentrale Unterschied besteht in der Beleuchtung: Ältere Geräte besitzen zu diesem Zweck große Leuchtstoffröhren an der Rückseite. LED-Fernseher dagegen arbeiten mit vielen kleinen LEDs. Die Vorteile: eine bessere Bildqualität und ein geringerer Stromverbrauch. Außerdem lassen sich LED-Fernseher besonders flach bauen. Gute Gründe, warum sie mittlerweile Standard sind.

LED-Fernseher unterscheiden sich in der Bauform:

  • Edge-LED: Die LEDs sind seitlich am Gehäuse angebracht, was eine geringe Bautiefe ermöglicht.
  • Full-LED: Die LEDs befinden sich hinter dem Panel. Sie lassen sich in Clustern über Sensoren an- und ausschalten. Dadurch ist das Bild kontraststärker als bei Modellen mit Edge-Bauweise.

Und OLED? Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich Fernseher, die mit organischen Leuchtdioden arbeiten. Diese sind, anders als LEDs, Bildgeber und Lichtquelle in einem. Das macht sich beim Fernsehgenuss durch brillante Farben bemerkbar. In dieser Hinsicht gleichen OLED-TVs den heute vom Markt verschwundenen Plasma-Fernsehern. Allerdings sind sie aktuell im High-End-Bereich angesiedelt und deutlich teurer als TV-Geräte mit LEDs.

Wie groß sollte ein Fernseher sein?

Die Größe von Fernsehern gibt man mit der Bildschirmdiagonale in Zoll an. Hier sind die Unterschiede beträchtlich. Die Bandbreite reicht vom überschaubaren Gerät fürs Schlafzimmer bis zu Flachbildschirmen fürs perfekte Kinofeeling. Allerdings ist größer nicht immer gleich besser. Denn zum einen benötigt ein 65-Zoll-Bildschirm mehr Platz als ein 32-Zoll-Bildschirm. Zum anderen hat die Größe des Fernsehers Auswirkungen auf den richtigen Sitzabstand. Und nur, wenn der stimmt, kannst du das Fernsehen richtig genießen.

Um den Sitzabstand auszurechnen, eignet sich die folgende Formel:
Bildschirmdiagonale x 2,5 ist gleich der optimale Abstand vom Fernseher in Zentimetern.

Beachte: Bei dem Ergebnis handelt es sich um einen Richtwert. Denn auch die Auflösung spielt eine Rolle für den Sitzabstand. Empfängst du dein Fernsehprogramm in Full-HD, kannst du näher am Bildschirm sitzen als bei einer Übertragung in schlechter Bildqualität.

Von SD bis 4K – diese Unterschiede gibt es bei der Auflösung

Die Auflösung spielt eine entscheidende Rolle beim Fernsehgenuss. Doch was verbirgt sich hinter den verschiedenen Standards?

  • SD: Der Standard SD steht für eine Auflösung von 720 x 576 Pixeln. Er ist nur für kleine Fernsehgeräte geeignet und noch bei älteren Geräten verbreitet.
  • HD-Ready: Die Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln dominiert im Fernsehprogramm von ARD, ZDF und Arte und eignet sich für Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale unter 40 Zoll.
  • Full-HD: Bei Full-HD handelt es sich um die sogenannte volle Hochauflösung, die inzwischen das Gros der privaten Fernsehsender anbietet, ebenso wie Streaminganbieter im Internet. Bei TV-Geräten mit einem größeren Bildschirm als 40 Zoll ist der Qualitätsunterschied zu HD-Ready deutlich erkennbar.
  • Ultra-HD bzw. UHD: Hier ist die Auflösung vier mal so hoch wie bei HD. Deshalb ist für UHD auch die Bezeichnung 4K gebräuchlich. Besonders bemerkbar macht sich die hohe Auflösung bei großen Fernsehern und bei einem geringen Sitzabstand. Allerdings unterstützen bisher nur wenige Anwendungen UHD. In der Zukunft wird sich dies jedoch aller Voraussicht nach ändern.

Für welche Auflösung man sich entscheidet, hängt von den eigenen Vorlieben und Erwartungen ab. TV-Geräte ab einer Größe von 40 Zoll bringen in der Regel mindestens Full-HD mit. Da die Zahl der Anwendungen, die UHD unterstützen, steigt, ist ein Fernseher mit 4K eine Investition in die Zukunft. HD-Ready ist eine Alternative bei kleinen Fernsehgeräten.

Tipp: Der Standard 4K hat abgesehen von einer hohen Auflösung einen zusätzlichen Vorteil. Denn er ist Voraussetzung für HDR (High Dynamic Range). Damit bezeichnet man einen erweiterten Kontrastumfang. Dieser kommt allerdings nur dann zum Tragen, wenn das Fernsehmaterial die notwendigen Voraussetzungen dafür mitbringt.

Was bedeutet die Angabe von Hertz bei TV-Geräten?

Die Bildfrequenz von Fernsehern wird in Hertz (Hz) angegeben. Sie sagt aus, wie viele Bilder pro Sekunde der Fernseher maximal anzeigt. 200 Hz bedeutet demnach, dass das TV-Gerät 200 Bilder in der Sekunde zeigt. Eine höhere Bildfrequenz beugt Rucklern vor und sorgt für einen flüssigen Ablauf von Fernsehbildern. Allerdings gilt auch hier: Bildfrequenzen von mehreren Hundert Hertz machen sich erst bei Geräten mit einer großen Bildschirmdiagonale und bei hochauflösenden Filmen wirklich bemerkbar. Andernfalls reichen 200 Hz vollkommen aus.

Internet auf dem Fernseher – die Sache mit dem Smart TV

Die meisten Fernsehbesitzer möchten heute mehr Quellen zur Verfügung haben als das reguläre Fernsehprogramm. Vor allem Streamingdienste im Internet genießen eine hohe Beliebtheit. Fernseher mit dem Zusatz Smart TV geben dir die Möglichkeit, per WLAN direkt auf Netflix, Amazon und Co. zuzugreifen. Zusätzlich erlauben sie es, YouTube-Videos auf dem großen Bildschirm anzusehen oder über den Fernseher im Internet zu browsen. Zentrale Unterschiede zwischen Smart-TVs betreffen folgende Kriterien:

  • Prozessor: Damit flüssiges Surfen mit dem Fernseher möglich ist, benötigen TV-Geräte einen leistungsstarken Prozessor.
  • Bedienung: Unterschiedliche Hersteller verwenden unterschiedliche Bedienoberflächen und Anwendungen (Apps). Auch die Zahl der verfügbaren Apps – der vorinstallierten und der, die du nachträglich installieren kannst – unterscheidet sich.

Neben Internetfähigkeit weisen Smart-TVs Schnittstellen für USB und Speicherkarten auf. So ist es problemlos möglich, Bilder aus dem letzten Urlaub auf dem Fernseher zu bewundern.

Tipp: Du möchtest einen alten Fernseher internetfähig machen? Für diesen Zweck erhältst du Streamingsticks beziehungsweise -boxen, die einen kabellosen Internetempfang ermöglichen.

Schnittstellen – welche in jedem Fall vorhanden sein sollen

Damit du einen Fernseher mit externen Geräten koppeln kannst, benötigt das Gerät die entsprechenden Anschlüsse. Zur Grundausstattung und notwendigen Voraussetzung für die digitale Bild- und Tonübertragung – zum Beispiel von einem DVD-Recorder – gehört eine HDMI-Schnittstelle. Ebenfalls wichtig ist ein optisches Kabel. Um ältere Geräte mit einem modernen Flachbildfernseher zu verbinden, benötigt dieser einen analogen Scart-Anschluss. Schnittstellen für Speicherkarten sind für leidenschaftliche Fotografen von Vorteil.

Tipp: Achte bei einem 4K-Fernseher darauf, dass dieser HDMI 2.0 für die Übertragung von Bildmaterial in UHD-Qualität an Bord hat.

Integrierte Tuner für einwandfreien Empfang

Fernsehen lässt sich auf verschiedene Arten empfangen. Der jeweilige Receiver ist in modernen Fernsehern bereits integriert. Je nach Modell handelt es sich um:

  • DVB-T2 (Antennenfernsehen)
  • DVB-S (Satellit)
  • DVB-C (Kabel)

Viele Flachbildfernseher sind mit einem sogenannten Triple Tuner ausgestattet. Dieser ist für alle drei Empfangsarten geeignet.

3D – braucht man das?

Lange Zeit galt 3D-Fähigkeit beim Fernseherkauf als wichtiges Verkaufsargument. Heute verzichten jedoch viele Hersteller ganz auf das Feature. Verantwortlich dafür ist, dass der Genuss von 3D-Bildern auf dem heimischen Bildschirm kompliziert und nur mit der entsprechenden Brille möglich ist. Zudem ist die Auswahl an 3D-Filmen begrenzt. Noch ist es allerdings möglich, Fernseher mit 3D-Funktion zu bestellen.

Checkliste für den Fernsehkauf

Der beste Fernseher ist der, der deinen Voraussetzungen am besten entspricht. Stell dir vor dem Kauf folgende Fragen, damit du ein TV-Gerät erhältst, mit dem du langfristig glücklich bist:

  • Wie viel Platz hast du für den Fernseher zur Verfügung und wie groß ist der Raum, in dem er steht?
  • Wie wichtig ist dir eine hohe Auflösung?
  • Möchtest du den Fernseher in erster Linie verwenden, um Filme anzusehen, oder darüber auch im Internet surfen?
  • Welche externen Geräte willst du an den Fernseher anschließen?

Je nachdem, wie du diese Fragen beantwortest, ist ein 40-Zoll-Gerät mit Grundausstattung oder ein 65-Zoll-Fernseher mit 4K-Auflösung die perfekte Wahl. In jedem Fall lautet die gute Nachricht: Hochwertige Fernseher sind schon günstig erhältlich.

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