Grillen mit Holzkohle

HOLZKOHLE: Wenn beim Grillen die GLUT KNISTERT

Grillen mit Holzkohle

Er ist der Klassiker unter den Grill-Arten: der Holzkohlegrill. Seine Anhänger schwören auf die typische Atmosphäre, wenn die Glut knistert, und das rauchige Aroma des Grillguts. In unserem Ratgeber haben wir dir alle wichtigen Informationen rund um das Thema Grillen mit Holzkohle zusammengestellt.

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Holzkohle oder Briketts?

Immer wieder taucht die Frage auf: Verwende ich beim Grillen Holzkohle oder Briketts? Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Jeder der Brennstoffe hat Vorteile und Nachteile. Ob du besser Holzkohle oder Grillbriketts benutzt, hängt auch vom Anlass und dem Grillgut ab.

 

  • Holzkohle eignet sich gut für spontane Grillrunden und für Gerichte mit kurzer Zubereitungszeit wie Steaks.
  • Briketts sind ideal für geplante Grillpartys, die sich länger ziehen, zum indirekten Grillen und für Gerichte mit langen Zubereitungszeiten wie Braten oder Hähnchen.

Wann ist die Kohle fertig zum Grillen?

Holzkohle:
Innerhalb von 15 bis 25 Minuten

Briketts:
Innerhalb von 40 bis 60 Minuten

Wie lange kann ich darauf grillen?

Holzkohle:
Etwa 60 Minuten lang

Briketts:
Bis zu 5 Stunden lang

Wie steht es um die Temperatur?

Holzkohle:
Wird schnell sehr heiß, bis zu 800 Grad, und kühlt schnell wieder ab

Briketts:
Wird nicht so heiß, bis zu 600 Grad, die Temperatur bleibt lange konstant

Erhalte ich damit das typische Grillaroma?

Holzkohle:
Ja

Briketts:
Nicht so ausgeprägt wie bei Holzkohle

Kann ich Reste ein weiteres Mal verwenden?

Holzkohle:
Nein

Briketts:
J
a, hochwertige Briketts lassen sich durch Sauerstoff-Entzug löschen und wiederverwenden

Tipp

Wenn du von den Vorzügen beider Brennstoffe profitieren möchtest, mischst du einfach Kohle und Briketts.

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Die richtige Kohlemenge

Wie viel Kohle oder Briketts du verwendest, hängt von der Größe des Grills, deinen Grill-Plänen und der Kohle ab. Ein Anhaltspunkt: Für einen Kugelgrill mit 57 Zentimetern Durchmesser brauchst du rund 50 Briketts, das entspricht etwa zwei Kilo. Am besten ist: Ausprobieren und die Menge merken. Nimmst du zu wenig, musst du nachlegen. Stattest du deinen Grill mit zu viel Brennstoff aus, wird er zu heiß.

Worauf sollte ich beim Kohlekauf achten?

Entscheidend ist beim Grillen, welche Kohle du einsetzt. Zu empfehlen ist Holzkohle aus Harthölzern wie Buche. In jedem Fall lohnt sich ein Blick auf die Verpackung. Gute Kohle sollte mindestens einen Kohlenstoffgehalt von 65 Prozent haben, besser mehr.

Für gute Briketts gilt das gleiche. Qualitätsware wird außerdem nicht aus Resten, sondern aus hochwertigem Holz gefertigt. Als Holzart eignet sich neben Buche auch Bambus oder Kokos.

Und die Umwelt?

Unter Berücksichtigung von Umweltaspekten ist Buchenkohle die beste Wahl – insbesondere dann, wenn das Holz aus Deutschland stammt. Vertretbar sind auch Brennstoffe aus Kokos oder Bambus, weil sie aus Abfallstoffen hergestellt werden. Allerdings schlagen die hohen CO2-Emissionen durch lange Transportwege zu Buche. Verzichten sollten Umweltbewusste auf Kohle aus dem besonders harten Holz des Quebrachobaums – obwohl viele Grillfans darauf schwören. Für Quebracho-Kohle werden in Argentinien ganze Wälder mit der seltenen Baumart abgeholzt. Kaufen solltest du generell nur Kohle mit FSC- oder DIN-Siegel.

Augen auf beim Anzünder-Kauf

Die Art der Anzünder spielt ebenfalls eine große Rolle. Verwendest du die falschen Produkte, musst du mit Rauch und Gestank sowie unangenehmem Geschmack des Grillguts rechnen. Tabu sind Brennspiritus oder Benzin. Sie können meterhoch verpuffen. Paraffinhaltige Anzünder schaden im schlimmsten Fall der Gesundheit. Am besten setzt du auf Öko-Anzünder. Es gibt sie als Würfel aus Holz und Wachs, als Holzwolle-Päckchen und in flüssiger Form.

Wie viel Grillanzünder du brauchst, hängt von der Kohlemenge, aber auch vom Produkt ab. Mit zwei bis drei Anzündern oder zwei bis drei Spritzern kommst du in der Regel schon recht weit.

Den Holzkohlegrill richtig anzünden in 5 Schritten

Sobald die Kohle brennt, kann der Grillspaß beginnen. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung bekommst du jeden Holzkohlegrill mühelos zum Laufen. Am einfachsten, schnellsten und rauchärmsten zündest du den Holzkohlegrill mit einem Anzündkamin aus Metall an. Bei Kamin-Modellen mit Bodengitter und Griff kannst du die Kohlen nach dem Anzünden komfortabel in den Grill schütten. Perfekt ist die Glut, wenn die Kohlen oder Briketts weiß ummantelt sind und rot glühen.

Anzünden mit Anzündkamin aus Metall:

Schritt 1: Anzündkamin auf eine feuerfeste Unterlage stellen, etwa auf den Kohlerost im Grill.
Schritt 2: Anzünder hineinlegen.
Schritt 3: Mit Kohle oder Briketts auffüllen.
Schritt 4: Anzünder entzünden.
Schritt 5: Grillbereite Kohle aus dem Kamin auf den Kohlerost schütten.

Anzünden ohne Anzündkamin:

Schritt 1: Kohle oder Briketts im Grill zu einer Pyramide aufschichten.
Schritt 2: Kohle oder Briketts im Grill zu einer Pyramide aufschichten.
Schritt 3: Grillanzünder anzünden, am besten mit einem Stabfeuerzeug
Schritt 4: Beständig Sauerstoff zuführen durch Pusten oder Wedeln. Praktisch ein Blasebalg oder ein Grillfön.
Schritt 5: Fertige Kohlen nach Belieben verteilen.

Tipp

Hast du am Grill einen Stromanschluss, kannst du alternativ einen Heizstab zum Anzünden verwenden. Das geht schnell und spart Anzünder.

Wie grillst du mit deinem Kugelgrill?

Der Kugelgrill mit seiner runden Form und dem Deckel ist ein Allrounder. Mit ihm lassen sich ganz simpel Steaks und Würstchen brutzeln, aber auch anspruchsvollere Gerichte mit langen Garzeiten wie Pulled Pork oder Rinderbrust zubereiten.

Zwei Methoden bieten sich beim Kugelgrill an:
 

  • Direktes Grillen mit hohen Temperaturen für Kurzgebratenes – ohne Deckel
  • Indirektes Grillen für langsames, sanftes Garen – mit Deckel

5 Tipps für das Grillen mit dem Kugelgrill:
 

  1. Beim Anzünden öffnest du den Deckel und das Lüftungsventil komplett. So maximierst du die Sauerstoffzufuhr.
  2. Beim Grillen lässt sich die Temperatur über die unteren Lüftungen steuern. Je weiter sie geöffnet sind, desto heißer brennt die Kohle.
  3. Bei geschlossenem Deckel zirkuliert die Luft im Grill, ähnlich wie in einem Umluft-Ofen. Dieser Effekt ist vor allem beim indirekten Grillen wichtig.
  4. Beim indirekten Grillen liegt das Grillgut nie über der Glut, sondern dazwischen oder daneben. Du kannst die Kohle ring- oder streifenförmig arrangieren. Praktisch sind an den Kugelgrill angepasste Kohlekörbe. Du füllst sie und ordnest sie nach deinen Wünschen an.
  5. Praktisch sind zudem verschiedene Temperatur-Zonen auch beim direkten Grillen. Sie bieten eine zusätzliche Möglichkeit, das Steak bei genau der richtigen Temperatur zu grillen – zumal der Grillrost bei den meisten Kugelgrills nicht höhenverstellbar

So wird dein Kugelgrill zum Pizzaofen

Mit deinem Kugelgrill lässt sich auch leckere Pizza mit knusprigem Boden backen. Wir erklären dir, wie das Grillen mit dem Pizzastein geht und wie dein Kugelgrill zum Holzofen wird.

Du brauchst:
 

  • Grillbriketts
  • Buchenholz oder anderes Hartholz
  • Einen runden Pizzastein oder Pizzastahl

So funktioniert es:
 

  • Briketts im Anzündkamin vorbereiten, dann zwei Kohlekörbe mit Briketts an beiden Seiten deines Grills platzieren. Es ist wichtig, dass der Pizzastein in der Mitte nur indirekt erhitzt wird, sonst verbrennt dein Pizzaboden.
  • Grillrost und Pizzastein einsetzen und bei geschlossenem Deckel rund 10 bis 15 Minuten aufheizen lassen.
  • Anschließend Holz auf die Briketts in den Kohlekörben geben – praktisch ist dabei ein Rost mit abklappbaren Seitenteilen.
  • Deckel schließen und alle Lüftungen ganz öffnen, damit das Holz gut anbrennt.
  • Die Pizza auf den Stein geben. Achtung: Die Flammen lodern noch.
  • Die Pizza zwei bis drei Minuten bei leicht geöffnetem Deckel grillen. Sobald der Käse zerlaufen und der Rand gebräunt ist, kannst du sie herausholen.
Tipp

Pizza lässt sich auch wunderbar auf dem Gasgrill backen. Schau dazu einfach mal in unserem Ratgeber für Gasgrills> vorbei und entdecke alles rund um diesen Grill.

Nach dem Grillen: Wo kann ich die Kohle entsorgen?

Bevor du deinen Grill reinigst, musst du die Kohle entsorgen. Sie gehört in den Restmüll. Wichtig: Lass die Kohle dazu vollständig auskühlen. Andernfalls besteht Brandgefahr. Entweder lässt du sie so lange im Grill oder bewahrst sie in einem Metalleimer auf. Von einer Entsorgung in der Biotonne oder auf dem Kompost wird abgeraten. Oft ist Kohle durch Fett, Anzündmaterialien oder Schwermetalle belastet.

Vorschriften beachten und Rücksicht nehmen

Grillen mit Holzkohle ist nicht überall erlaubt. Gerade in Mehrfamilienhäusern und Mietwohnungen ist deshalb ein Blick in die Hausordnung oder den Mietvertrag Pflicht. Mehr dazu liest du im Ratgeber Grillen auf dem Balkon. Zu Problemen führen vor allem Rauch und Gerüche – die sind beim Grillen mit Holzkohle und beim Grillen am offenen Feuer besonders ausgeprägt.

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