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Herrenanzüge – die edlen Alleskönner unter den Outfits

Ob im Business, bei feierlichen Anlässen oder in der Freizeit - Anzüge für Herren strahlen immer etwas Edles und Erfolgreiches aus - und: Du unterstreichst den Typ des Trägers. Zudem ist ein Anzug vielseitig wie kein anderes Outfit, anhand weniger Details können die Grenzen zwischen Business, Abendgarderobe und legerem Freizeitlook leicht verschoben werden.

Das wichtigste aber ist, dass du dich in jedem deiner Herrenanzüge nicht verkleidest, sondern rundum wohl und natürlich fühlst. Das passiert fast automatisch, wenn man die richtige Passform für seinen Look gefunden hat.

So müssen Anzüge für Herren sitzen

Es gibt einige wichtige Eckpunkte, die du beachten solltest, um im Anzug unwiderstehlich gut auszusehen:

Das Sakko

  • Die Schultern liegen direkt unter den Schulternähten des Sakkos. Ein zu schmaler oder breiter Schnitt erzeugt Falten, die den selbstsicheren Look verfälschen.
  • Die Ärmellänge bestimmst du, indem du einen Arm anwinkelst. Dann sollte der Sakkoärmel eine Fingerbreite über die Daumenwurzel ragen.
  • Ist das Sakko zugeknöpft, sollte es nicht spannen. Das Revers liegt dabei etwas locker, nicht platt, ohne zu spannen oder zu ziehen.
  • Ob Rückenfalte oder nicht, ist eine modische Entscheidung. Bei der Wahl, ob ein Sakko mit einem oder zwei Rückenschlitzen besser zu dir passt, entscheidet der Allerwerteste: Ein kleines Gesäß wirkt durch zwei Schlitze etwas größer, größere Zeitgenossen wirken mit einem Schlitz etwas reduzierter. Prachtexemplare haben den Vorteil, dass man je nach Laune entscheiden kann.
  • Prinzipiell ist es egal, ob du ein 2-Knopf- oder ein 3-Knopf-Sakko trägst, wichtig ist nur, folgende Goldene Regel zu beachten: Der unterste Knopf bleibt immer offen.

Die Hose

  • Eine Anzughose sieht perfekt aus, wenn sie auf der Taille und nicht auf der Hüfte sitzt. Der Hosenbund sollte dabei nicht spannen. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Hose auch ohne Gürtel einen sicheren Halt hat.
  • Die Bundfalte auf der Hose sollte nicht aufklaffen.
  • Nun noch die Gesamtlänge: Ist die Hose weit geschnitten, sollte sie am Schuhabsatz enden. Bei engerem Schnitt darf die Hose auf Hälfte der Fersenkappe des Schuhs enden. Wir empfehlen daher, die Hose immer mit Schuhen anzuprobieren.
  • Prinzipiell wird ein Gürtel des Stiles wegen zur Hose getragen. Er dient lediglich der Optik und sollte keine tragende Rolle einnehmen.

Das Hemd

  • Der Hemdkragen bietet zwischen Stoff und Hals noch einen Fingerbreit Platz.
  • Die Manschetten der Hemdärmel sollten bei angewinkeltem Arm über den Handgelenken an der Daumenwurzel enden.
  • Die Manschetten ragen mindestens eine Fingerbreite unten den Ärmeln des Sakkos vor. Und sie sollten eng genug sein, um nicht über die Hände zu rutschen.

Die Krawatte

  • Der Krawattenknoten liegt genau mittig. Der Knoten sollte dabei an den Anlass angepasst sein. Im Business empfiehlt sich ein einfacher Knoten. Bei Abendveranstaltungen darf es auch mal ein Windsor-Knoten sein.
  • Die Krawatte endet immer einen Fingerbreit über dem Hosenbund.

So finde ich den richtigen Anzug für mich

Herrenanzüge sollen vor allem eins: dich wertig und richtig gut aussehen lassen. Dafür muss der Anzug zu dir und dem jeweiligen Anlass passen. Ist der Anlass klar, solltest du dich also mit der idealen Passform für deine Figur beschäftigen. Hast du den Schnitt, der deine Männlichkeit optimal betont, eruiert, geht es an die Details wie Materialien und Kombinationen, die das Trägerfeld ausweiten.

Regular-Fit,Slim-Fit oder Extra Slim-Fit – welche Anzug-Passform passt zu mir?

Am leichtesten ist die Auswahl des Schnitts bei Herren mit sportlich-athletischer Figur. Dieses Erscheinungsbild erlaubt das Tragen jeglicher Anzug-Form. Bei der Anprobe kannst du noch herausfinden, welche deiner körperlichen Vorzüge du hervorheben willst – zum Beispiel mit Hilfe eines breiteren oder schmaleren Revers. Auf zusätzliche Schulterpolster sollte aber verzichtet werden.

Bei großen Herren sollte ein etwas weiterer Schnitt – der sogenannte Regular-Fit – getragen werden, um das optische Längen-Breiten-Verhältnis zu optimieren. Mit gut platzieren Details wie einem Einstecktuch oder einer andersfarbigen Weste kann ein überhöhtes Erscheinungsbild ebenfalls gut unterbrochen werden.

Männer mit korpulenter Figur sollten sich nicht in schmale Anzüge für Herren zwängen – schon darum, weil das kein Wohlfühlempfinden auslöst. Auch sollte hier auf korrigierende Polsterungen verzichtet werden. Dunkle Stoffe mit Längslinien wie Nadel- oder Schattenstreifen sind hier eine sehr gute Kombination, denn sie machen schlanker.

Kleinere Männer sollten immer zu einem Anzug mit 2-Knopf-Sakko greifen, da dieser die Silhouette optisch streckt. Kombiniert mit einem schmalen Revers sieht der Oberkörper noch etwas länger aus. Breite Revers hingegen lassen den Träger auch breiter erscheinen. Auch auf die Länge des Sakkos solltest du achten, damit die Beine nicht kurz wirken.

Welcher Stoff eignet sich am besten für meinen Anzug?

In der Regel sind Anzüge für Herren aus Schurwolle. Die Faustregel lautet: je feiner, desto förmlicher. Wer es eher rustikal mag, der sollte zu dickeren Stoffen wie Flanell oder Tweed greifen. Da diese Materialien faseriger sind, wirkt der Anzug rustikaler und ist daher für das Büro eher nicht geeignet.

Einen speziellen Stellenwert hat der Cordanzug, denn Cord wirkt sportlich. Dieser Anzug eignet sich für Situationen, in denen eigentlich kein Anzug getragen werden muss, du aber trotzdem etwas besser angezogen sein willst als die anderen.

Herrenanzüge aus Baumwolle fallen ebenfalls auf. Baumwolle hat, wie auch Leinen, den Vorteil, dass sie atmungsaktiv ist – diese Stoffe passen also sehr gut zum Sommer. In der warmen Jahreszeit darf man dann auch leichtere Farben ins Spiel bringen. Helle Stoffe in Farben wie Beige oder Hellgrau heizen in der Sonne auch langsamer auf. Somit bleibt man auch in der Sommersonne länger cool.

Im Herbst und Winter solltest du zu Anzügen aus wärmeren Stoffen wie Schurwolle oder Baumwoll-Webstoffen greifen. Farblich wird es hier wieder etwas dunkler: Braun oder Dunkelgrün wirken besonders stimmig. Wer es traditioneller mag, liegt das ganze Jahr über mit Anthrazit, Dunkelgrau, Dunkelblau oder Schwarz richtig.

So ermittelst du deine Anzuggröße

Mit einem Anzug holst du mehr aus dir raus – es sei denn, der Anzug sitzt nicht richtig. Damit das nicht passiert, muss genau gemessen werden. Hier findest du die Maße, die du brauchst, damit dein Anzug wie angegossen sitzt:

  • Körpergröße
  • Halsumfang
  • Breite der Schultern
  • Brustumfang
  • Armlänge
  • Bundumfang
  • Hüftumfang
  • Hosenlänge (hierbei immer Schuhe tragen)
  • Schrittlänge

Internationale Größen vs. Deutsche Größen

Deutsche Hersteller geben die Größen ihrer Anzüge für Herren in Zahlen von 42 bis 66 an. Internationale Hersteller orientieren sich meist an den Größeneinheiten von XS bis 4XL. Hier ein Vergleich der Größenbenennung:

  • XS = 42
  • XS/S = 43
  • S = 44
  • S/M = 46
  • M = 48
  • M/L = 50
  • L = 52
  • L/XL = 54
  • XL = 56
  • XL/XXL = 58
  • XXL/3L = 60
  • 3L = 62
  • 3L/4L = 64
  • 4L = 66

So einfach ist das Kombinieren bei Herrenanzügen

Ein Anzug ist weit vielseitiger als du vielleicht denkst. Mit einfachen Kombinationen und kleinen Details kann der Look einfach immer wieder erneuert werden.

Ersetzt man zum Beispiel beim smarten Business-Ensemble Hemd und Krawatte durch einen Feinstrickpullover, wirkt der Look dadurch etwas aufgelockerter. Trägt man dazu anstatt Lederschuhen Oxford-Schuhe, wird der Look wiederum etwas stylischer. Und wenn du die Oxford-Schuhe durch Sneakers ersetzt, wird aus dem Anzug-Style im Nu ein schicker Freizeit-Look.

Auch die Kombination von Farben zeigt ihre Wirkung: Wenn es etwas legerer sein darf, kannst du die zum Sakko passende Anzughose einfach gegen eine andere Hose in einem etwas dunkleren oder helleren Farbton austauschen. So wirkt der Look etwas aufgelockerter, bleibt aber dennoch elegant.

Ein Anzug sollte nie als in sich geschlossenes Kleidungsstück betrachtet werden. Auch hier gilt wie so oft im Leben: Mut zahlt sich aus!

So pflegst du deinen Anzug

Da der König der Kleidungsstücke aus empfindlichen Naturfasern wie Schurwolle, Baumwolle, Seide oder Viskose besteht, ist es nicht ratsam, einen Anzug in der Waschmaschine zu waschen, denn dann laufen Obermaterial, Futter und Innenleben ein und der gesamte Anzug verformt sich. Dies rückgängig zu machen ist ohne Profi-Know-how so gut wie unmöglich. Die Pflege deiner Herrenanzüge sollte daher immer in die Hände von Textilreinigung-Profis, sprich einer Reinigung, gegeben werden. Dort wird der Anzug mit Dampf und speziellen Pflegemitteln gereinigt, gebügelt und wieder in Form gebracht. So bleibt dein edler Zwirn lange schick und wertig.

Der perfekte Anzug für deine Hochzeit

Für den schönsten Tag des Lebens muss das Outfit natürlich genauso perfekt passen. Gerade für diesen Tag fällt die Auswahl besonders schwer. Hier sind einige Tipps, wie du bei deiner Hochzeit neben deiner Braut glänzen kannst:

Für ein stimmiges Gesamtbild sollte man sich bei der Wahl des Anzugs am geplanten Stil der Feier orientieren: Für ein rauschendes Fest mit kirchlicher Trauung zum Beispiel, darf das Outfit formeller ausfallen als für eine lässige Strandhochzeit.

Der beste Tipp ist aber sicher, deine Braut zu fragen, welchen Anzug sie sich wünscht. Meist wissen Frauen ganz genau, wie ihr großer Tag ausschauen soll – auch, was die Bekleidung des Bräutigams betrifft. Details wie die Farbe ihres Kleides, die Farbe des Brautstraußes, etc. fließen meist in ihre Überlegungen mit ein.

Noch ein guter Tipp ist es, verschiedene Anzüge in aller Ruhe anzuprobieren und Freunde und Familie mit in die Entscheidung einzubinden. Der Anzug sollte perfekt sitzen und du solltest dich darin rundum wohlfühlen – schließlich dauert so eine Hochzeitsfeier meist den ganzen Tag und die zahlreichen Fotos begleiten dich ein Leben lang!

Wenn du deinen Hochzeitsanzug gefunden hast, suche dir die passenden Accessoires dazu aus: Elegante Leder- oder Lackschuhe, eine schicke Krawatte und eine edle Armbanduhr sind die perfekten Begleiter für den großen Tag.

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