Bärbel Schäfer über ihre beste Freundin

Bärbel Schäfer ist bereits seit vielen Jahren als Moderatorin aus TV sowie Hörfunk und als Buchautorin bekannt – erst kürzlich, im Oktober 2017, erschien ihr neues Buch „Meine Nachmittage mit Eva“. In dieser Geschichte berichtet die 53-jährige von den Erlebnissen einer Freundin – dazu später mehr. Auch im Interview mit mir geht es um Freundschaft, und zwar zu der besten Freundin von Bärbel Schäfer.

Weihnachten steht vor der Tür – beschenken Sie und Ihre beste Freundin sich zu Weihnachten?

Nein, denn meine Freundin Moni feiert als Atheistin dieses Fest nicht und ich bin Jüdin, wir feiern Chanukka.

Haben Sie eine gemeinsame Weihnachtstradition, die Sie jedes Jahr pflegen?

Nein, wir schenken uns aber gemeinsame Zeit im Winter.

Bärbel Schäfer Portrait
Fotos: © Anja Jahn

Plätzchen backen, Weihnachtsfilme schauen, Weihnachtsmarktbesuche, Geschenke für die Liebsten shoppen – sind das gemeinsame Highlights, die Sie in der Weihnachtszeit teilen?

Wir gehen gemeinsam ins Kino, in Ausstellungen, ins Theater oder Wandern. Shoppen halten wir beide für eine äußert öde Zeitverschwendung.

Wie lange sind Sie mit Ihrer besten Freundin schon befreundet?

Wir kennen uns seit meiner Studienzeit in Köln und aus der gemeinsamen Tätigkeit in der WDR Fernsehredaktion.

Was macht für Sie eine wirklich gute beste Freundin aus?

Humor und die Möglichkeit meine Schwächen bei ihr vertrauensvoll zeigen zu können.

Welche Eigenschaft mögen Sie an Ihrer besten Freundin am meisten und welche schätzt sie an Ihnen besonders?

Ihre Sensibilität und Zuverlässigkeit. Sie mag sicherlich meinen Humor und die Art und Weise, wie ich mit Kopfsprüngen tagtäglich in dieses abwechslungsreiche Lebe eintauche.

Unser Job und Alltagsstress lassen es leider häufig nicht zu, dass man sich so oft sieht, wie man es eigentlich gerne würde: Wie oft schaffen Sie es sich zu treffen und wobei genießen Sie dann die gemeinsame Zeit am liebsten?

Es gibt keine Ausreden, Freunde nicht zu treffen. Freundschaft braucht Nähe, Austausch und gemeinsame Erlebnisse, ansonsten vertrocknet sie. Ich steige dann in den Zug und fahre für einen Tag nach Köln.

Was war das schönste gemeinsame Erlebnis, das Sie hatten?

Gemeinsames Schwimmen vor einer italienischen Insel, trotz meiner Angst vor dunklen Gewässern.

Wie sieht bei Ihnen der perfekte Frauenabend aus?

Ein gemeinsamer Kinobesuch oder Tickets für eine Lesung, danach zusammen Essen gehen und reden.

Wie lange kann ein Telefonat bei Ihnen schon einmal dauern?

Zwischen 5 bis 60 Minuten ist alles möglich.

Welchen gemeinsamen Lieblingsfilm haben Sie?

„Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza

Beste Freundinnen gehen durch Höhen und Tiefen – gab es auch in Ihrer Freundschaft Tiefen?

In dieser Freundschaft nie, wir gehen gemeinsam durch die Höhen und Tiefen des Lebens.

Unsere beste Freundin brauchen wir gefühlt bei jeder Entscheidung an unserer Seite – fragen Sie Ihre beste Freundin auch häufiger mal um Rat?

Nein, ich frage sie nicht um Rat. Ich treffe Entscheidungen am Ende alleine, wie wir alle. Aber wir sind, bei den wichtigen Themen des Lebens selbstverständlich miteinander im Gespräch.

Meine Nachmittage mit Eva

In Bärbel Schäfers neuem Buch geht es um eine der letzten Überlebenden eines Konzentrationslagers. Die 85-jährige Eva Szepesi war erst elf Jahre alt, als sie allein vor den Nazis fliehen musste und schließlich nach Auschwitz gebracht wurde. Jeden Mittwoch besucht Bärbel Schäfer ihre Freundin Eva, und die beiden sprechen über Gewalt, Schrecken und Angst, aber auch über Freundschaft, Toleranz, Geborgenheit und Respekt.

Bärbel Schäfer - Meine Nachmittage mit Eva

 

www.baerbel-schaefer.de

Foto Vorschau- und Einstiegsbild: Fotos: © Anja Jahn

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